Tipps für heikle Situationen

Hier finden Sie viele Informationen und Antworten, wenn ein Angehörigervon Ihnen einer kriminellen Handlung beschuldigt oder verurteilt wurde,wenn Sie gerade aus der Haft entlassen worden sind oderwenn Sie Opfer von Kriminalität geworden sind.

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Der NEUSTART Blog

NEUSTART hilft Menschen, die von Kriminalität betroffen sind. Darüber hinaus suchen wir den öffentlichen Dialog zum Umgang mit Kriminalität und wollen unsere Positionen darlegen. Leser des NEUSTART Blogs bekommen Einblick in die tägliche Sozialarbeit und Informationen über unsere grundsätzlichen Standpunkte. Diskutieren Sie mit!

Wenn Sie gerne einen eigenen Beitrag schreiben möchten, senden Sie diesen bitte per Mail an dorit.bruckdorfer@neustart.at.

Straftat, Verantwortung, Respekt

Uli Hoeneß; Mehmet K.; Thomas E.; Kevin S.: Was verbindet diese Menschen? Sie haben eine Straftat begangen. Sie wurden verurteilt. Sie haben kein Rechtsmittel eingelegt. Sie leisten Schadenersatz. Sie haben sich entschuldigt und den Grundstein für ein straffreies Leben gelegt. Was trennt sie? Der ausgesprochene Respekt der deutschen Bundeskanzlerin. Dr. Johannes Bernegger... |mehr|

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Frieden stiften bei Gerichtsverfahren oder Haft

Sozialer Friede nach einer Straftat braucht viel mehr als nur ein Gerichtsverfahren und ein Urteil. Strafe führt nicht automatisch zu sozialem Frieden, sie allein entschädigt das Opfer nicht. Wiedergutmachende Gerechtigkeit hingegen will den Rechtsfrieden wiederherstellen, der vor der Tat geherrscht hat. In Österreich gibt es ausgezeichnet eingeführte Maßnahmen zur Herstellung des... |mehr|

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Mehr Strafe, mehr Abschreckung?

Die Hoffnung, dass Delikte verschwinden, wenn die Strafdrohung erhöht wird, ist so alt wie das Strafrecht selbst; aber leider ebenso lange nicht belegt. Im Gegenteil – die Erhöhung der Strafdrohung bleibt meist ohne Erfolg. Lediglich die Wahrscheinlichkeit, von der Polizei ertappt zu werden, wirkt abschreckend. Wird argumentiert, dass vor allem Einbrecher in Wohnungen und Wohnhäuser... |mehr|

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Steuerhinterziehung: Der betrogene Staat und seine Reaktion

Um die Steuermoral ist es nicht gut bestellt. Das zeigen nicht nur jüngste öffentlichkeitswirksame Ermittlungs- und Gerichtsverfahren wegen Steuerhinterziehung. Eine 2012 durchgeführte Studie des renommierten Linzer Professors Friedrich Schneider ergab, dass 17 Prozent der Befragten es als „Kavaliersdelikt“ betrachteten, „bei der Steuererklärung nicht alle Einkommen“... |mehr|

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Gewalt an Frauen

Letzte Woche wurden die Ergebnisse einer großen EU-Studie zum Thema Gewalt an Frauen präsentiert. In den Medien wurde darüber ausführlich berichtet und die Ernüchterung war groß, dass Österreich trotz der international beachteten und hervorragenden Gewaltschutzgesetzgebung nicht wesentlich besser abgeschnitten hat. Im Vergleich schneidet Österreich unter den 28 EU-Staaten zwar positiv ab... |mehr|

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Wirkt die Strafrechtspflege?

Die Bundesregierung hat sich im Vollzug des Budgets Wirkungsziele gesetzt. Geld soll vor allem dort eingesetzt werden, wo damit auch Wirkungen erzielt werden. Für das Justizressort wurden deshalb unter anderem folgende Ziele genannt: eine geringere Verurteilungsquote beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Zivil- und Strafsachen; die Senkung der Beschwerdequote bei... |mehr|

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Fairly Legal - alles kein Problem

Erstmals wahrnehmen konnte ich den Trend im deutschen Fernsehen vor einigen Jahren: Eine Dame mit einer interessanten Mischung aus Dominanz, Sympathie und Empathie löste auf der Nachmittags-Talkschiene von Sat 1 Konflikte: „Zwei bei Kalwass“ hieß die Serie 2001. Heute heißt sie bezeichnenderweise „Kalwass greift ein“. Es war und ist immer wieder schön, zu sehen, was... |mehr|

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Der Maßnahmenvollzug - Zeit zu handeln, Österreich!

In Österreich hat sich die Zahl psychisch kranker und geistig behinderter Menschen hinter Gittern seit der Jahrtausendwende annähernd verdoppelt. Die Zahl jener Menschen, die wegen einer in unzurechnungsfähigem Zustand begangenen Straftat nach § 21 Abs 1 Strafgesetzbuch im Maßnahmenvollzug untergebracht sind, stieg von 218 im Jahr 2000 auf 410 im Jahr 2013. Die Zahl der nach § 21 Abs 2... |mehr|

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Bürgerbeteiligung bei Konflikten

„Moderne strafrechtliche Kontrollsysteme sind ein Teil der vielen Beispiele für verpasste Gelegenheiten, Bürger an Aufgaben zu beteiligen, die sie berühren“ – so der norwegische Soziologe Nils Christie. Er führt aus, dass der Staat – und nicht das Opfer – die Schädigung beschreibt. In weiterer Folge findet die Besprechung der Tat zwischen Staatsanwalt und Täter... |mehr|

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Die Not mit den Nottouristen

Wer sind sie, die Nottouristen, die Bettelmigranten, die „Zigeuner"? Sie kommen aus osteuropäischen Ländern der EU und gehören meist der der ethnischen Gruppe der Roma an. „Sie kommen hierher, um Geld zu verdienen", sagt die jüngst veröffentlichte Studie des Salzburger Sozialwissenschafters Dr. Heinz Schoibl. Wenn es mit Arbeit nicht funktioniere, dann versuche man es... |mehr|

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Aus Konflikten lernen

„Fehler passieren – es geht darum, wie man danach damit umgeht.“ Diesen Spruch werden wohl viele schon einmal gehört haben oder jemandem mit auf den Weg gegeben haben. Gerade in der Auseinandersetzung mit Tätern ist jedoch wichtig: Es ist nicht „passiert“, sondern derjenige „hat getan". Es macht einen Unterschied, ob mir etwas „passiert“ ist... |mehr|

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Ehrenamtlich für Kriminelle engagieren?

Sich ehrenamtlich für Tierschutz zu engagieren versteht jeder – aber für Kriminelle? Seit Beginn der Betreuung durch Bewährungshilfe vor über 55 Jahren wird diese Arbeit auch von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet; zivilgesellschaftliches Engagement unterschiedlichster Menschen aller Alters- und Berufsgruppen, die ihre soziale Verantwortung aktiv leben und wertvolle Multiplikatoren... |mehr|

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Sinkende Verurteilungszahlen und steigende Haftzahlen - Anforderungen an ein Regierungsprogramm

Die Kriminalstatistik 2012 weist 35.541 rechtskräftige Verurteilungen durch österreichische Gerichte aus. Das ist der geringste Wert seit dem erstmaligen Erstellen dieser Statistik (1947). Auch die relative Verurteilungszahl weist einen historischen Tiefststand von 4,87 Verurteilungen je 1.000 strafmündige Personen im Jahr 2012 aus. Im Jahr 2000 betrug die Verurteilungszahl rund 41.600. Diese... |mehr|

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Strafrecht für Jugendliche in der Schweiz

Der Blick über den Gartenzaun zu unseren Schweizer Nachbarn war immer Teil der Sozialisierung eines prototypischen Vorarlbergers. Die süßeren Kirschen während der Kindheit waren Schwizer Schoggi, in der Jugend französische Tabakwaren und im Berufsleben lukrative Arbeitsplätze. Heute sind es die aus unserer Sicht üppig ausgestatteten sozial konstruktiven Maßnahmen im Jugendstrafrecht. ... |mehr|

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Jugendliche: Ersatz für Untersuchungshaft

In den letzten Wochen hat nach einem massiven Missbrauch an einem jugendlichen Untersuchungshäftling eine intensive öffentliche Diskussion über die Haftbedingungen bei jugendlichen Straftätern stattgefunden. Durch den Vorfall hat sich für NEUSTART ein kurzes Zeitfenster aufgetan, um die derzeit positive öffentliche Stimmung in Bezug auf Haftalternativen zu nützen. Diese positive Stimmung... |mehr|

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Rache ist süß - aber ungesund!

Eine Erkenntnis der Hirnforschung zeigt, dass die Befriedigung des Racheimpulses für uns ein ähnlich positives Gefühl hervorruft wie das Essen einer Süßigkeit. Rache ist also wirklich süß! Der Impuls, ein Unrecht nicht einfach hinzunehmen, sondern etwas zu tun, wird also unmittelbar belohnt im Gehirn. Wer kennt es nicht: Wie Charles Bronson in „Ein Mann sieht rot“ (für die... |mehr|

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Lebenslang und die Wahlen

Obwohl die Legislaturperioden auf fünf Jahre verlängert wurden kommt es mir wie gestern vor: Wahlkampf unter Einsatz von Unterstellungen, Verdrehungen, Beleidigungen gegenüber Vertretern anderer Parteien, Aufbau von Feindbildern. Es geht darum, aufzufallen, sich selbst besser darzustellen, den Mitwerber aber herunterzumachen. Inhaltlich wertvolle, politisch weiterführende Gedanken sind in der... |mehr|

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6.000 statt 9.000 - ein Sicherheitsrisiko?

1989 waren im täglichen Durchschnitt 5.946 Personen in österreichischen Justizanstalten in Haft. Dieser Wert lag Anfang der Achtzigerjahre noch bei über 8.000. Er wurde ab 1986 deutlich reduziert, stieg Anfang der Neunzigerjahre bis 2001 auf ein relativ stabiles Niveau von rund 7.000 an und stieg dann wieder deutlich bis zu einem bisherigen Höchststand von 8.957 im Jahr 2007. Im Jahr 2008... |mehr|

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Die Zwei Klassen Justiz

Anwalt Werner Tomanek kritisiert in seinem Buch "Die Zwei Klassen Justiz" unter anderem die Justiz(politik). Etwa, dass es einen erheblichen Mangel in der Richterausbildung in Sachen Wirtschaftskriminalität gibt. Es gebe Lehrstühle für Gerichtsmedizin und Forensik, was spräche gegen einen Lehrstuhl für Wirtschafts- und Cyberkriminalität? Der wäre angesichts der Überforderung der... |mehr|

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Manchmal ist ein Strafverfahren zu wenig

Anlässlich des sogenannten NSU-Prozesses in Deutschland rückt wieder die Frage nach der Aufgabe des Strafverfahrens, nach den Erwartungen von Opfern und deren Angehörigen in den Fokus. Im November 2011 wurde die mutmaßlich rechtsextremistische Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) aufgedeckt. Sie wird zwischen 2000 und 2006 für die Ermordung von neun Menschen in Deutschland... |mehr|

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Übergangsmanagement im Strafvollzug

Seit Jahren bemüht sich NEUSTART darum, die Schnittstelle zwischen Haft und Freiheit zu verbessern. Personen mit mehreren Haftaufenthalten und vielen Vorstrafen, haben, wenn keine geplante und zielgerichtete sozialarbeiterische Betreuung einsetzt, eine hohes Rückfallsrisiko und gehören zu den 50 Prozent der Personen, die nach einer Haft ohne Betreuung rückfällig werden. Es gibt genügend... |mehr|

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Wiedergutmachung als Chance

Opfer einer Straftat zu werden verunsichert zutiefst. Die im Laufe des bisherigen Lebens aufgebaute Sicherheitsblase zerplatzt mit einem Schlag! Neben der emotionalen Verunsicherung und den körperlichen Schmerzen leidet ein Opfer unter einem akuten Belastungssyndrom, das oft langwierig beeinträchtigt. Der Staat reagiert in der Regel unmittelbar durch eine Einvernahme bei der Polizei und... |mehr|

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Opferorientierte Täterarbeit

Unsere Arbeit mit Tätern ist im Sinne der Rückfallvermeidung gleichzeitig Opferschutz. Was tun, wenn ein Täter nach seiner Tat Reue empfindet und das Bedürfnis entwickelt, sich zu entschuldigen? In diesem Zusammenhang stellen sich zwei wichtige Fragen. Ist es legitim, dem Opfer ein Angebot zur Wiedergutmachung zu unterbreiten? Ja, ein Angebot zur Wiedergutmachung kann erfolgen. Darf der... |mehr|

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Nacktfotos - Frauenbilder

Wie jüngst in der Kleinen Zeitung zu lesen war schlug die Schuldirektorin eines Grazer Gymnasiums Alarm: In der Schule kursieren Erotikfotos von dürftig bekleideten oder nackten Mädchen zwischen zwölf und 14 Jahren. Die Mädchen lassen sich von ihrem Freund überreden, pornographische Fotos zu machen; dieser stellt sie dann ins Internet oder schickt sie auf die Smartphones seiner Freunde... |mehr|

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Obszöne Kraft des Kopfkinos

Nach der Premiere des Films „3096 Tage“ kommentieren die Boulevardmedien mit unterschiedlichem Tiefgang. In der Kronen Zeitung ist in einem Kommentar von Christina Krisch abschließend zu lesen: „Was bleibt, ist die drängende Frage nach der eigentlichen Zielgruppe dieses beklemmenden Films. Und die berechtigte Angst vor der obszönen Kraft eines sich verselbständigenden... |mehr|

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Sexualstraftaten und Verkehrstote

In den Sechziger- und Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts waren jährlich bis zu viermal so viele Verkehrstote als aktuell zu beklagen. Alle überlebenden Unfalllenker bekamen und bekommen ein gerichtliches Strafverfahren. Trotzdem würde niemand auf die Idee kommen, diese für die Gesellschaft so wichtige gravierende Abnahme der Todesopfer im Straßenverkehr als Erfolg der Strafjustiz... |mehr|

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Sozialnetz-Konferenz - finde selbst die Lösung

Institutionelle Systeme tendieren dazu, Entscheidungen ohne die Betroffenen zu treffen. Bei Conferencing-Modellen geht es um die Einbindung der Betroffenen und ihrer sozialen Umwelt. In der Bewährungshilfe soll mit dieser Methode das Repertoire für Jugendliche und junge Erwachsene erweitert werden. Vorbild ist „Family Group Conferencing“ mit Ursprung in Neuseeland, wo sich das... |mehr|

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Große Chance für zweite Chance

Am Anfang standen Provokationen. Es folgten böse Worte. Dann ein Schlag ins Gesicht. Die Strafe folgt: Ausschluss der Kontrahenten und Ächtung der Gewalt. Die Häme des Boulevards, dass sich all das im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ereignet, folgt auf den Fuß, selbstgerecht wie immer in solchen Fällen. Die Polemik schafft Quote und verstärkt noch die Polarisierung der „Fans“... |mehr|

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Recht statt Rache

Ein hohes Maß an menschlicher Größe und Fähigkeit, zu differenzieren, kann nicht von jedem Menschen, der Furchtbares erlebt und erlitten hat, erwartet werden. Das kommt deutlich zum Ausdruck, wenn der Protagonist im Fernsehkrimi „Tatort“ („Hochzeitsnacht"), ausgestrahlt am 16. September 2012 in ORF 2, auf den Vorwurf der Kommissarin „Sie wollen Rache, nicht... |mehr|

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Ist elektronisch überwachter Hausarrest Strafe genug?

Vor zwei Jahren wurde der elektronisch überwachte Hausarrest als eine neue Form des Vollzugs von Freiheitsstrafen in das österreichische Strafvollzugsgesetz aufgenommen. Maßgeblich für die Entscheidung des Gesetzgebers waren positive Erfahrungen, die international und auch in zwei österreichischen Modellversuchen mit dieser Strafvollzugsform gemacht wurden. Durch die Einführung des... |mehr|

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Strafe allein reicht nicht

Am Beispiel des von vielen geforderten Amtsverlusts eines Kärntner Politikers aufgrund einer erstinstanzlichen Verurteilung wird wieder einmal die Notwendigkeit von über die gerichtliche Strafe hinausgehenden Maßnahmen diskutiert. Diese Zusatzstrafen scheinen die Kriminalitätsprävention zu bieten, die man der gerichtlichen Strafe nicht (mehr) zutraut. Der Gedanke der Spezialprävention... |mehr|

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Family Mainstreaming: wenn Kinder mitbestraft werden

Wenn ein Elternteil ins Gefängnis muss, brauchen Kinder besondere Unterstützung. Alles ist plötzlich anders: Die Gefühlswelt und das familiäre Gefüge geraten durcheinander, dazu kommen oft finanzielle Probleme. Manchmal wird dem Kind und auch Außenstehenden gegenüber der Gefängnisaufenthalt eines Familienmitglieds überhaupt verschwiegen. Selbst wenn die Karten offen auf dem Tisch... |mehr|

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Emotion allein ist zu wenig

2005: In Eisenstadt wird ein Juwelier von mehreren Personen überfallen. Ein Angestellter läuft den Tätern nach. Einer der Täter schießt dem jungen Mann in den Kopf. Der gelernte Uhrmacher wird zum Pflegefall. 2012 wird einer der am Raub Beteiligten am Landesgericht Eisenstadt wegen Beteiligung an schwerem Raub zu sechs Jahren Haft verurteilt. Die Suche nach dem Schützen geht indes weiter...... |mehr|

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Frauen im Anti-Gewalt-Training

November 2011: Fünf Frauen zwischen 15 und 25 Jahren, alle wegen Gewalttaten gegen Frauen in ihrem sozialen Nahbereich verurteilt, haben die Weisung erhalten, bei NEUSTART Graz ein Anti-Gewalt-Training zu absolvieren. Mit Männern haben wir solche Trainings schon erprobt. Ist das Konzept auch auf die Frauengruppe anwendbar? Nach neun von elf Trainingsterminen zeigt sich: Die Entwicklung... |mehr|

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Das Elend der Strafbemessung

Hans Rauscher schreibt im Einserkastl des Standard vom 18. April 2012 zur (diesmal vom Tiroler Wirtschaftskammerpräsidenten losgetretenen) Debatte um strengere Bestrafung bis hin zur Todesstrafe: „Die wahre Katastrophe ist jedoch der gedankliche Hintergrund, vor dem sich diese Diskussion abspielt. In Österreich ist man grundsätzlich immer gern für ‚strengere Strafen’.... |mehr|

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Das Dilemma mit dem Opfer

Der Falter brachte in seiner Ausgabe 14/2012 die Titelgeschichte „Du Opfer!“. Thema ist die Auseinandersetzung mit der scheinbaren „Opferlust“  und eine kulturhistorische Annäherung an unterschiedliche Opferbegrifflichkeiten. Die Schlagzeile „Du Opfer!“ wird im Artikel als „schlimmstes Schimpfwort“ unter Jugendlichen erklärt – im Sinne... |mehr|

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Fußfessel ist kein Flop!

Der elektronisch überwachte Hausarrest wurde zuletzt öffentlich kritisiert. Die erwarteten 300 bis 500 Anwendungen seien nicht erreicht worden, der aktuelle Stand liege bei knapp unter 200 Fällen. So weit, so verkürzt. Die geplante Zahl von 300 bis 500 Anwendungen bezog sich immer auf eine Jahresdurchgangszahl und keine aktuelle Standzahl. Nimmt man hingegen den aktuellen Stand von 192... |mehr|

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Werden Mädchen immer gewalttätiger?

ORF.at berichtete am 27. März 2012, dass ein dreizehnjähriges Mädchen kurz vor Mitternacht von drei anderen jungen Frauen überfallen und dabei zu Boden gerissen wurde. Ziel dieses Überfalls war es offenbar, an das Handy der Dreizehnjährigen zu kommen. Immer, wenn derartige Vorfälle passieren, werden wir mit der Frage konfrontiert, ob Mädchen immer gewalttätiger werden. Laien, aber auch... |mehr|

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Tanz in der Eden Bar

Die Berichterstattung verschiedener Boulevardblätter war am Wochenende von zwei Tanzereignissen  geprägt. „Dancing Stars“ im ORF am Freitagabend und der Tanz von Helmut Elsner in der Eden-Bar. Bei den Promis von „Dancing Stars“ wäre Elsner mit einer ruhigen Rumba vielleicht eine Runde weiter gekommen; allerdings hätte das Votum der Zuseher beim unbeliebtesten... |mehr|

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Wiedergutmachende Gerechtigkeit: kein Schlagwort!

Zwei fünfzehnjährige Jugendliche überfallen eine betagte ältere Frau. Im Zuge des Raubes stürzt die Frau so unglücklich, dass sie sich schwere Verletzungen zuzieht. Eine weitere Folge ist die Verurteilung der Jugendlichen wegen Raubes beziehungsweise schweren Raubes. Dem Opfer wird bereits im Strafverfahren ein Teilschmerzengeld zuerkannt. Weitere Forderungen, die aufgrund der Schwere der... |mehr|

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Zauberwort Wirkungsorientierung

Das neue Zauberwort heißt Wirksamkeit – doch was steckt dahinter? – Im Film Orfeo Negro sitzt der Orfeo am schönsten Aussichtsplatz von Rio de Janeiro und sagt den Kindern, dass er mit seiner Gitarre bewirken kann, die Sonne aufgehen zu lassen. Die Kinder sehen ihn bewundernd und etwas ungläubig an. Dann nimmt Orfeo die Gitarre (es ist die in den Tropen wegen der geringen Hitze... |mehr|

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Heute Tötung eines Menschen

Die heute bevorstehende Tötung eines Menschen nach 20 Jahren in der Todeszelle in Georgia erinnert an die Frage der Legitimität von justiziell vollzogener Strafe überhaupt. Die „Negation des Rechts“ durch den Täter durch die Negation des Verhaltens des Täters mit Grundrechtsverletzungen durch den Staat zu beantworten kann heute nicht mehr als akzeptable Rechtfertigung für Strafe... |mehr|

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Wiedergutmachende Gerechtigkeit nach Krawallen?

Nach den Krawallen und gewalttätigen Ausschreitungen in Großbritannien wird analysiert, was die Ursachen waren, was zu tun ist, um zukünftig solche Exzesse zu verhindern und wie mit den Tätern umgegangen werden soll. Die Antwort ist rasch gefunden: Alle, die geschnappt werden, sollen ins Gefängnis. Zu diesem Thema melden sich nun auch Vertreter der Restorative Justice... |mehr|

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Glück zur Abschreckung von Kriminalität und Drogensucht

Beim kürzlich abgehaltenen Meeting der Amerikanischen Soziologischen Gesellschaft in Las Vegas (22.8.2011) stellte Bill McCarthy von der Universität Kalifornien eine Arbeit mit dem Titel: „Get Happy! Positive Emotion, Depression and Juvenile Crime” vor (übersetzt: „Werde glücklich! Positive Emotion, Depression und Jugenddelinquenz“). Die Forschungsergebnisse sind nicht... |mehr|

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Die Wut der Bildungsfernen

Warum gib es in Großbritannien Krawalle und Gewaltexzesse, obwohl die Armutsgefährdung ungefähr im EU-Schnitt liegt und auch die Verteilung des Reichtums sich nicht wesentlich von anderen EU-Staaten (zum Beispiel Deutschland) unterscheidet? Was versetzt die Jugendlichen aus den Vorstädten von London, Manchester und so weiter in solche Wut, dass sie Autos demolieren, Geschäfte plündern und... |mehr|

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Die Unschuldsvermutung – eine (Selbst)Betrachtung

Anfang August 2011 war sie wieder in aller Munde: Die Unschuldsvermutung – ein Wort, das mich mittlerweile immer häufiger aufregt. Anlass war die erstinstanzliche und wegen einer Berufung nicht rechtskräftige Verurteilung von Uwe Scheuch, der sie für sich selbst in Zusammenhang mit abfälligen Bemerkungen über die Justiz in Anspruch nimmt. „Wenn ich das nur höre!“ –... |mehr|

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Bankenkrise: Hilfe für Menschen in Not?

Solidarität und humanistische Grundhaltung sind wichtige Eckpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Niemand würde diesen Grundsatz in Frage stellen – allerdings haben wir individuell unterschiedliche Beurteilungsschemata, wann jemand diese Hilfe auch wirklich verdient. Kein Zweifel besteht, wenn Personen aufgrund von Schicksalsschlägen wie Naturkatastrophen oder unverschuldeten... |mehr|

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Anti-Gewalt-Training: Verschiedenheit als Chance

Vor kurzem starteten wir wieder eine neue Gruppe im Anti-Gewalt-Training mit neuen Herausforderungen. Dreizehn Teilnehmer: zumindest zwei davon deklariert als „sehr rechts“, ein aus Schwarzafrika stammender junger Mann nebst deklariert „sehr links“ stehendem Kumpel, ein älterer Familienvater aus dem ehemaligen Jugoslawien, der seine Tochter verletzt hatte und acht weitere... |mehr|

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Ortstafelstreit: Volksgruppenzugehörigkeit und Straffälligkeit

Ende April 2011 hat ganz Österreich den Jubelruf aus Kärnten wahrgenommen, dass betreffend des jahrzehntelangen Ortstafelstreits eine politische Einigung gelungen ist. Man spricht von einer Einigung, obwohl es sich um ein in der Verfassung verankertes Recht der slowenischen Volksgruppe handelt, das nach diversen (teilweise auch illegalen) Verhinderungsaktionen nun doch vollzogen wird - oder... |mehr|

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Osttirol: Tatausgleich auf dem Land

Lienz liegt 186 Bahnkilometer von Innsbruck entfernt. Gefühlt und „erfahren“ aber ist diese Distanz zwischen meinen beiden Arbeitsplätzen doch etwas weiter als die dreieinhalb Stunden Fahrzeit, die der Zug über den Brenner und das Pustertal benötigt. Sozialarbeit im ländlichen Raum wird professionell ausgeübt (um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen), folgt aber... |mehr|

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We will never forget'

So wurde der amerikanische Präsident Barack Obama in verschiedenen Medien nach der Tötung von Osama bin Laden zitiert. Wir vergessen niemals! Angesichts des Dramas, das sich rund um 9/11 abgespielt hat, eine Reaktion, der durchaus Verständnis entgegengebracht wird. Ende vergangener Woche brachten die Oberösterreichischen Nachrichten das Ergebnis einer Umfrage zu diesem Thema: An die 60... |mehr|

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Anti-Gewalt-Training: Ich entscheide

Daniel sitzt mit seinem Freund an der Salzach, um den Tag mit einigen Bieren zu beenden. Eigentlich ein gemütlicher Abend. Im Nachhinein weiß keiner mehr, wer eigentlich die Idee hatte. Die Idee, einem Fremden die Geldbörse wegzunehmen, wenn notwendig mit Gewalt. Um Macht auszuüben, um den Kitzel zu spüren, um sich mutig zu fühlen oder für ein weiteres Bier? – Am nächsten Morgen,... |mehr|

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Konkurrenz zum Tatausgleich: Bußgeld und gemeinnützige Leistungen

„Der soll was spüren…“ – das „spüren lassen“ stellt eine einfache Antwort auf die Frage dar, wie mit Menschen umzugehen ist, die Straftaten begangen haben; hier die Tat, da die Strafe. Die unmittelbare, direkt auf die Person des Rechtsübertreters abzielende Reaktion wird dabei als die einzig richtige, sinnvolle Vorgehensweise gesehen. Geldstrafen,... |mehr|

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Investieren in Prävention spart Folgekosten

Vergleich von Kosten und Nutzen bei der Erbringung von sozialen Dienstleistungen (oder auf Wirtschaftsenglisch: „Social Return on Investment“): Kann ein Euro, eingesetzt in Prävention, mehr als einen Euro Ausgaben vermeiden? Oder anders gefragt: Sind die Steuerzahler besser dran, wenn sie ihr Geld bei NEUSTART investieren, weil sie dann anderswo oder später wesentlich höhere Be... |mehr|

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Cybermobbing und Strafrecht 2

Schüler einer berufsbildenden Schule posteten das Foto einer angeblich unbeliebten Lehrerperson auf Facebook, wo diese von anderen Schülern beschimpft wurde. Der Direktor erfuhr davon und griff ein. Die Seite wurde gelöscht, alle Beteiligten erhielten Verwarnungen, Verweise beziehungsweise wurden in andere Klassen versetzt. Die betroffene Lehrerperson wurde informiert, dass sie beleidigt... |mehr|

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Reite den Drachen!

„Jan lag im Bett. Frisch gewaschen. Die Zähne geputzt. Die Mutter beugte sich über ihn: ,Schlaf gut, mein Großer.’ … Jan lag regungslos auf der Seite, die Knie bis an die Brust an den Bauch gezogen. Das Gesicht zur Wand. Die Arme abgewinkelt, fest and die Brust gepresst. Die Hände zu Fäusten geballt. Er wusste, was jetzt gleich passieren würde: Der Drache in seinem Bauch... |mehr|

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Nach der Haft: inneren und äußeren Haushalt ordnen

Ich habe mit Herrn K. bei unseren Beratungsterminen oft über den Neustart gesprochen, bis Herr K. auf die Idee kam, darüber eine Geschichte zu schreiben. Welche Gedanken sind denn Ihnen beim Lesen seines Weblogs durch den Kopf gegangen? Ist es nicht so, dass Wäsche zu waschen und sie nachher zu bügeln zentriert? – pure Meditation! Der gute Geruch, das Aufhängen, die Bewegung beim... |mehr|

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I’ m free – Auszug aus einem (Wamser-)Tagebuch

Dann war „er“ da, der Tag der Entlassung. Ein letztes Wecken war unnötig. Ich war, ob des Erwartungsschlafentzuges, wach. Eine letzte Frühstücksverweigerung – Kaffee weiß, 300g Schwarzbrot – im Bewusstsein, dass der erste Espresso „draußen“ wartet. Körperpflege inklusive des „jetzt hast Du es geschafft“-Spiegelblicks. Bettwäsche abziehen... |mehr|

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Haft: Kinder brauchen ihre Eltern

Zwei von drei Söhnen von Vätern, die in Haft sind, werden später einmal selbst Hafterfahrungen machen. Das geht aus einer Studie hervor, die dem britischen Parlament vom Prison Reform Trust vorgelegt wurde. Deshalb wird bessere Unterstützung für die Kinder und die Familien von Inhaftierten gefordert; und – bei Familien, die trotz der Haft des Vaters zusammen bleiben wollen –... |mehr|

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Gutmensch – na und!

Als ich diesen Ausdruck zum ersten Mal hörte, war ich verwirrt. Warum wird ein guter Mensch dadurch, dass man ihn in ein Wort zusammendrückt, plötzlich zu etwas Schlechtem und Lächerlichem? Das Bemühen um anständiges und wertschätzendes Verhalten ist anstrengend. Das eigene Verhalten immer wieder dahingehend zu prüfen, ob es fair war, ist anstrengend – denn selbstverständlich... |mehr|

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Elektronisch überwachter Hausarrest: Chance für Gesellschaft

Die Einführung des elektronisch überwachten Hausarrests hat gewaltiges mediales Echo ausgelöst – zum einen prinzipiell, zum anderen wegen „glamouröser“ Fälle. Derzeit sind die ersten Anträge eingebracht und NEUSTART Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen die ersten Erhebungen durch. Erfahrungen mit der „Fußfessel“ haben wir bei zwei Modellprojekten... |mehr|

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Fundraising für Underdogs

Der in den USA aktuelle Charity-Trend des Big-Spending (Superreiche garantieren schriftlich, dass die Hälfte ihres Vermögens nach ihrem Tod an karitative Zwecke geht) hat sich in Österreich noch nicht etabliert. Im Kommen ist der Privatstiftungsmarkt, der angeblich künftig verstärkt gemeinnützige Projekte unterstützen will. Bislang stammt ein Drittel des gesamten Spendenaufkommens in... |mehr|

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Sozialarbeitsgesetz: Erneuerung eines untauglichen Vorschlags

Seit etwa 2000 gibt es Initiativen, vor allem seitens des ÖBDS (Österreichischer Berufsverband der SozialarbeiterInnen), zur Einführung eines Berufsgesetzes für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in Österreich. Derzeit befasst sich das Parlament mit einem diesbezüglichen Antrag von Abgeordneten der FPÖ. Er ist weitgehend identisch mit dem bereits bekannten Entwurf des ÖBDS, wobei... |mehr|

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Cybermobbing und Strafrecht 1

Mobbing an sich ist keine neue Erscheinung. Das absichtliche und systematische Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Personen im Internet oder über das Handy wird Cybermobbing genannt. Neben SMS und E-Mail werden im Internet Foto- und Videoplattformen (zum Beispiel Flickr, YouTube) und Soziale Netzwerke (etwa Facebook) dazu missbraucht. Diese Kommunikationsinstrumente sind... |mehr|

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Lindsay Lohan - die Zukunft des Strafens?

Wegen Trunkenheit am Steuer und Fahrerflucht bei einem Unfall im Jahr 2007 wurde Lindsay Lohan zu zehn Stunden gemeinnütziger Arbeit und – zu Haftstrafe verurteilt – in eine Haftanstalt überstellt. Nach 84 Minuten wurde sie enthaftet. Der Grund: Überfüllung. Nach Nichteinhaltung der Bewährungsauflagen (die elektronische Fußfessel meldete Alkoholkonsum) wurde sie zu einer... |mehr|

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Schalom Bait – Leben ohne Gewalt in der Familie

Gewalt ist ein Zeichen von Hilflosigkeit. Und: Gewalt ist ubiquitär. Gewalt ist nicht nur, wenn in einer Familie der Vater Frau und Kinder prügelt. Gewalt wird auch psychisch ausgeübt. Gewalterfahrungen beinhalten das Miterleben von Gewalt, Gefühle von Angst, Ohnmacht, sich mitschuldig fühlen, im Stich gelassen fühlen, Demütigung oder Ablehnung. „Gewalt hat viele Formen und tritt in... |mehr|

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Sex & Drugs & Ottakringer* – Sucht und Subkultur

(* Text eines Spruchbandes von Rapid-Fans am Innsbrucker Tivoli) Der Begriff „Subkultur“ wurzelt in den Untersuchungen der „Chicago School“ der Soziologie aus den 1940er-Jahren und wurde hauptsächlich zur Beschreibung abweichender Werte und Normen ethnischer Minderheiten herangezogen. Im Umfeld der britischen Untersuchungen des „Center for Contemporary Cultural... |mehr|

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Asyl: mühevoller Weg in die Grundversorgung

Ramazan kam 2009 als Flüchtling aus der Russischen Föderation nach Österreich. Nachdem er an der Grenze aufgegriffen wurde folgte eine Unterbringung im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in der Bundesgrundversorgung. Die Bundesgrundversorgung leistet in Österreich im Wesentlichen die Betreuung von Asylwerberinnen und -werbern im Zulassungsverfahren; außerdem wenn ihr Antrag auf Asyl im... |mehr|

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Jugendkriminalität: verstärkt Hauptschule Gewaltbereitschaft?

Im Rahmen der 4. Wiener Frühjahrstagung für Forensische Psychiatrie am 28.5.2010 zum Thema „Kinder- und Jugendkriminalität“ ließ der renommierte deutsche Kriminologe Christian Pfeiffer mit einigen bemerkenswerten Forschungsergebnissen aufhorchen: Die Hannoveraner Forscher befragten etwa 45.000 Jugendliche in Deutschland und fanden, dass die Befunde der sogenannten... |mehr|

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Illegale Drogen und Kriminalität

Seit einigen Jahren (mit der Abwahl der seit Jahrzehnten regierenden PRI – Partido Revolucionario Institucional – und damit einhergehenden Machtverschiebungen) tobt in Mexiko ein offener Drogenkrieg, der bisher zu mehreren tausend Toten geführt hat. Die Auswirkungen auf den illegalen Drogenmarkt Nordamerikas konnten bis ins sonst eher von Schwerkriminalität verschonte Kanada... |mehr|

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Nicht gesund - na und?

Hast Du Zahnweh, gehst Du zum Zahnarzt. Hat Dich die Grippe erwischt, ist der Hausarzt gleich in der Nähe. Klingt alles einfach und sollte es in einem sozial entwickelten Land wie Österreich auch sein. In Österreich besteht Versicherungspflicht, das heißt, dass jeder Arbeitnehmer seinen Beitrag zur Krankenversicherung leisten muss, ob er will oder nicht. Es gibt weiters diejenigen, welche... |mehr|

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Abstimmung: Wie halten Sie es mit Bettlern?

Anlässlich einer wirklich bedenklichen Gesetzesreform im Wiener Landtag, die nahezu jede Form des Bettelns unter Strafe stellt und sich in der Begründungsformulierung weniger auf erhobene Daten als auf vorurteilsbeladene Vermutungen stützt, wurde mein eigenes Verhältnis zu bettelnden Personen wieder einmal in Frage gestellt. Um es gleich einzugestehen: Ich habe bettelnden Personen gegenüber... |mehr|

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Sozialer Status beeinflusst Stress und Gewalt

Bei der achten Armutskonferenz in Österreich referierte Universitätsprofessor Richard Wilkinson (University of Nottingham/UK) über gerechte Gesellschaften. Warum reagieren wir so stark auf Ungleichheiten? Für Wilkinson sind wichtige psychosoziale Faktoren wie sozialer Status, frühe Kindheitserfahrungen und Freundschaft maßgeblich. Als Bewährungshelferin möchte ich den sozialen Status... |mehr|

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Sozialarbeit in der Krise?

„…die helfen den ganz armen Leuten…“ das entspricht dem Bild, das die Bevölkerung von Sozialarbeitern nach wie vor hat. Dass das überwiegend mit ehrenamtlicher, unentgeltlicher Tätigkeit assoziiert wird, ist ebenfalls Fakt. Alle Professionalisierungsschritte der Vergangenheit durch Ausbildung und professionelleren Auftritt der Sozialarbeitsorganisationen haben kaum... |mehr|

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Bewährungshilfe für Griechenland

Der hellenistische Übeltäter – eine Metapher: Die Krise um den möglichen Bankrott von Griechenland ist das bestimmende Thema in der medialen Berichterstattung. Obwohl die Entscheidung über eine solidarische Unterstützung für den in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Staat längst vereinbart war, schlug die Stimmung in der medialen Berichterstattung um. „Betrüger“,... |mehr|

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Verständnis für rechtsextreme Jugendliche?

Rechtsorientiertes Denken ist in dem Milieu, in dem sich unsere Klientinnen und Klienten oftmals bewegen, durchaus üblich und anerkannt. Nicht nur dort: Die Präsenz rechter Positionen ist in der österreichischen Politik sehr ausgeprägt (wie wir fast täglich in den Medien sehen). Aber: Rechts ist nicht gleich rechts. Die Bandbreite ist vielfältig; sie beginnt bei rechtsorientierten... |mehr|

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Die Zukunft bewältigen durch Wirkungsorientierung

Peter Ferdinand Drucker wäre am 19.11.2009 einhundert Jahre alt geworden. Er wurde in Wien geboren, ging nach seiner Schulzeit nach Deutschland, musste von dort 1933 nach England emigrieren und zog 1937 weiter in die USA. Dort erarbeitete er sich den Ruf des Vaters der modernen Managementlehre. Er hat sich immer mit dem gesellschaftlichen Stellenwert von Organisationen beschäftigt und war seit... |mehr|

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Resozialisierung im Ausland

Ein Auslandsjahr, und dann noch in den USA – das ist der große Traum vieler Jugendlicher und überdies eine mittlerweile wesentliche Voraussetzung, um künftig ganz vorn dabei zu sein beim Wettbewerb um Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Welche Kritik könnte es also daran geben, wenn dieses Auslandsjahr sogar von der öffentlichen Hand finanziert wird? Vorderhand wohl keine, wenn dabei... |mehr|

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Keine Gnade für Kinderschänder?

Dem Ruf „keine Gnade für Kinderschänder“ kann ich zustimmen, denn erstens gibt es DIE Kinderschänder nicht und zweitens ist zu befürchten, dass Gnade da nicht wirklich hilft. Die erschreckenden Offenbarungen aus Kirche und anderen Institutionen lassen niemanden kalt. Die Reaktionen sind vielfältig: Die Medienberichte reichen von „Sex and Crime“-Faszination bis zu... |mehr|

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Drogenarbeit: Überleben durch intensive Betreuung

Seit November 2006 besteht im Rahmen der tertiären Suchtprävention zwischen der Gesundheitsbehörde des Landes Kärnten und NEUSTART ein Vertrag mit dem Auftrag, drogenkranke Klienten zu betreuen. Auf Überweisung der Drogenambulanzen werden Klienten, die sonst nicht an Behandlungs- und Betreuungssysteme angebunden sind, durch einen sogenannten NEUSTART Bezugsbetreuer ein Jahr lang intensiv... |mehr|

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Elektronische Fußfessel: Sinnvollerweise begleitet von Sozialarbeit

Jetzt soll sie also kommen, die Fußfessel – um Untersuchungshaft zu vermeiden oder Haftstrafen zu verkürzen. Damit kann man Kosten sparen und die Resozialisierung erleichtern beziehungsweise unterstützen. Nutznießer sollen Menschen sein, die eher gut integriert sind und keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen. NEUSTART konnte in den vergangenen Jahren bei zwei Projekten... |mehr|

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Sexueller Missbrauch: Mensch oder Monster?

Der kolportierte sexuelle Missbrauch im Reform-Internat Odenwaldschule im deutschen Bundesland Hessen sorgt für Empörung. Burschen und Mädchen wurden körperlich misshandelt und sexuell missbraucht. Wenige Themen irritieren unsere Gesellschaft so wie sexueller Missbrauch von Kindern. Kein anderes Thema ruft so radikale Reaktionen bei der Bevölkerung hervor. Allein schon beim Gedanken an ein... |mehr|

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NEUSTART aus Sicht der Öffentlichkeit

Die aktuellen Entwicklungen rund um das geplante Asyl-Erstaufnahmezentrum haben einmal mehr die Verfechter von härteren Strafen und Repression auf den Plan gerufen: strengere Gesetze und härtere Strafen für die, die ohnehin keine Stimme haben in Österreich. Einmal mehr überwiegt der Eindruck, dass Österreichs Bevölkerung immer mehr zur einschlägigen Argumentation diverser freiheitlicher... |mehr|

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Familie, Freunde, Bekannte: Naheverhältnisse von Tätern und Opfern

Polizisten konnten zwischen Weihnachten und Neujahr ein kurioses Verbrechen in Schärding (Oberösterreich) klären. Ein Einbrecher wurde nach seiner Tat selbst zum Opfer - und seiner Beute beraubt. Der Einbrecher stahl aus der Kassa einer Sozialeinrichtung einige hundert Euro und wurde dann Opfer von zwei Räubern, die ihm auf dem Nachhauseweg (nach Lokalbesuchen verbliebene) 230,- Euro... |mehr|

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Haftentlassenenhilfe: nicht aufenthaltsverfestigt

Die Zeit nach der Haftentlassung ist eine kritische Phase, weil sie an die Betroffenen hohe Anforderungen stellt. Die vorgegebenen Strukturen der Haft fallen weg, Erwartungen werden enttäuscht, die zahlreichen Behördenwege erweisen sich häufig als mühsam. Umso wichtiger ist es, den sogenannten sozialen Empfangsraum nach der Haft gut vorzubereiten, um Rückfälle zu vermeiden. Die Tätigkeit... |mehr|

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Plädoyer für interdisziplinäre Fallarbeit bei süchtigen Jugendlichen

Mit dem Ausbau und der Differenzierung des Angebots psychosozialer Hilfestellungen in den letzten Jahren und Jahrzehnten sind wesentlich umfangreichere Möglichkeiten interdisziplinärer Zusammenarbeit entstanden. Diese werden bis heute nur bedingt wahrgenommen und in Zeiten wachsenden Einsparungsdrucks und Konkurrenzdenkens tendenziell vernachlässigt. Dabei erweist sich ein gut koordiniertes... |mehr|

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Schon wieder: 40-Jähriger bei Einbruch erwischt

Diese Headline haben sie sicher in noch keiner Zeitung gesehen. Warum nicht? Weil es eigentlich niemanden wirklich besonders interessiert. Was ist schon speziell an einem 40-jährigen Einbrecher? „Schon wieder prügeln Jugendliche auf Passanten ein“. Diese Überschrift kommt ihnen bekannt vor? So, oder ähnlich haben sie es gelesen? Warum ist der jugendliche Delinquent soviel... |mehr|

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Nachgefragt: Strafe muss sein - muss Strafe sein?

Strafe muss sein! Nur harte Strafen schrecken ab. Wer eingesperrt wird, hat es auch verdient. Würde NEUSTART diese Meinung vertreten, gäbe es unseren Verein nicht. Seit die ersten Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer ihre Arbeit aufgenommen haben, waren sie überzeugt davon, dass Strafe nur Sinn macht, wenn sie auch etwas Positives bewirkt. Diese Überzeugung hat sich gehalten - in 52... |mehr|

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Schlüsselknecht und Laberknabe

Neue Wege in der Bewährungshilfe: Affekt-Kontroll-Training® als Brücke zwischen Innen und Außen Wir (Guido Riepl, Justizwachebeamter und Rainer Schafhuber, Bewährungshelfer) führten im Rahmen von Anti-Gewalt-Trainings beim Verein NEUSTART einen jeweils in sich geschlossenen Tag Affekt-Kontroll-Training® (AKT®) durch. Das heißt: Acht bis zwölf junge gewaltbereite Erwachsene, zwei oder... |mehr|

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Bewährungshilfe: Ein vermeintlich leichter Fall

Klient M., Delikt sexuelle Nötigung (er hat mit einem Messer sein Opfer zu sexuellen Handlungen gezwungen), Urteil: geistig abnorm, nicht zurechnungsfähig. Gesamtstrafausmaß inklusive Vorstrafen (Suchtmittelgesetz, Körperverletzung): 20 Monate unbedingte Haft. Herr M. ist 30 Jahre alt, von Beruf Kellner, in Österreich geboren, hat jedoch eine ausländische Staatsbürgerschaft. Er kommt in... |mehr|

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Kriminalitätserfahrung im internationalen Vergleich

Neben den polizeilichen Kriminalstatistiken sind Befragungen zu Kriminalität eine der Quellen, um Ausmaß und Trends der Kriminalitätsentwicklung einer Gesellschaft zu erfassen. In diesen “Crime Surveys” wird eine repräsentative Bevölkerungsgruppe danach befragt, ob sie in den letzten zwölf Monaten Opfer eines Verbrechens wurde; ob Anzeige erstattet wurde, spielt dabei keine... |mehr|

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Kriminalitätsgefühl

Wie sehr fürchten wir Österreicher uns davor, Opfer von Kriminalität zu werden? Laut EU ICS (European Crime and Safety Survey) eher weniger. Österreich gehört zu den europäischen Ländern mit der niedrigsten Viktimisierungsrate, geringer Verbrechensangst und einer hohen Zufriedenheit mit der Polizei. EU-weit werden von Gallup Europe repräsentative Bevölkerungsgruppen (Sample 2.000... |mehr|

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Mehr Tatausgleich für unsere Jugendlichen!

Um der gesellschaftlichen Sichtweise von uns Erwachsenen gegenüber Kindern und Jugendlichen auf den Grund zu gehen empfehle ich, im Internet nach Zitaten zu googeln. Bei Kindern kommen fast ausschließlich positive Sprüche, die von Glück, Unschuld, Phantasie und so weiter sprechen, während wir Erwachsene beziehungsweise das Bildungssystem als potenzielle Gefahr für das Abtrainieren dieses... |mehr|

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Strafe und ihr Nutzen

Die gesellschaftliche Reaktion auf Straftaten ist die Strafe. Nur, welche nützt wirklich etwas? Was bedeutet "nützen" in diesem Kontext? Welche Zielbilder haben wir, wenn wir eine Straftat mit staatlichen Zwangsmaßnahmen gegen den Täter beantworten? Aus der Frage „Welche Strafe nützt etwas?“ wird also schnell die zweite Frage „Wie definiert sich der Nutzen?“... |mehr|

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Neue Haftentlassenenhilfe im Burgenland

Frau K. wurde im Juni 2008 aus der Haft entlassen. Sie hatte inzwischen ihre Wohnung im südlichen Burgenland auf Grund des Umstandes verloren, dass sie während der Haft die Mietzahlungen nicht leisten konnte. Die zuständige NEUSTART Sozialarbeiterin reagierte nach der Haftentlassung rasch. Nachdem in kurzer Zeit eine neue Wohnung gefunden war, organisierte sie einen Übersiedlungstransport,... |mehr|

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Michael Jackson: They don't care about us

Im Jahr 1996 präsentierte NEUSTART (damals noch Verein für Bewährungshilfe und Soziale Arbeit) das Video „kurz.schluß“ für die Arbeit mit Jugendlichen, das an Schulen verteilt wurde. Neben zwei Musikclips von Twist of Fate und den Rounder Girls enthielt das Präventionsvideo auch „They don’t really care about us“ von Michael Jackson. Warum? Bei aller Befassung... |mehr|

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Jugendkriminalität: Darf man unter 14 stehlen?

Jugendliche sind streng miteinander. Jugendliche glauben, dass auch zehn- bis 14-Jährigen durchaus bewusst ist, wenn sie Grenzen überschreiten. Experten glauben das nicht. Sie meinen: Jugendliche würden zwar biologisch früher reifen, ihre soziale Entwicklung hinkt dieser frühen Adoleszenz aber hinterher. Die Fachleute finden: Die Jugend spiegelt die Erwachsenenwelt wider. Man kann von... |mehr|

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Jugendverschuldung: Einzelfälle oder Massenphänomen?

Quer durch alle sozialarbeiterischen Dienstleistungen bei NEUSTART begegnen wir jungen Menschen, die es, obwohl gering an Lebensjahren, zu einer beachtlichen Verschuldung gebracht haben. Einzelfälle oder Massenphänomen? Antworten darauf versucht eine Studie der Fachhochschule Oberösterreich in Kooperation mit der Schuldnerberatung Oberösterreich und Raiffeisen Oberösterreich zum Thema... |mehr|

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Risikokompetenz für Jugendliche – Kampftrinken und andere Süchte

Das Konzept der Risikokompetenz beinhaltet die Entwicklung eines Risikobewusstseins von Klienten im Umgang mit Suchtmitteln. In der sekundären Suchtprävention mit Jugendlichen hat sich das Konzept in Hinblick auf einen sicheren und verantwortlichen Umgang im Gebrauch von Suchtmitteln als erfolgreich und zielführend erwiesen. Risikokompetenz wird allgemein in unserer Gesellschaft vermehrt zu... |mehr|

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Mir reicht's: Gewalt in der Partnerschaft

Der Druck steigt, die Krise ist überall – Arbeitsplätze gehen verloren, Beziehungen zerbrechen und Konflikte eskalieren. Mit diesen Folgen sind wir in unserem Arbeitsalltag täglich konfrontiert. So auch Herr P. – er hat zum wiederholten Mal seinen Arbeitsplatz verloren, er ist nicht mehr der Jüngste und durch fehlende Ausbildung hat er auch nicht die besten Chancen, nachhaltig... |mehr|

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Sozialarbeit wirkt

Dank der Forschungsergebnisse des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie (Hofinger, Neumann, 2008) wurde wieder einmal die Wirksamkeit von sozialarbeiterischer Intervention gegenüber bloßer gerichtlicher Verurteilung dokumentiert. Selbst bei vom Richter als rückfallgefährdet eingestuften Verurteilten gelingt es NEUSTART Bewährungshelfern in 60 Prozent der Fälle, den Rückfall zu... |mehr|

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Fünfzehn und keine Perspektive

Daniel ist fünfzehn Jahre alt – kein halbstarker Jugendlicher, sondern ein kindlich wirkender Bub. Seit einigen Monaten lebt er nicht mehr zu Hause, was ihn, wie er sagt, traurig macht. Er ist in der geschlossenen Abteilung der Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht. Die Diagnose: emotional instabile Persönlichkeit, Verdacht auf ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)... |mehr|

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Überwachungsgesellschaft und Kontrolltechnik

Pass auf kleine Hand, was du tust Pass auf kleine Hand, was du tust. Denn der Vater im Himmel schaut herab auf dich, Pass auf kleine Hand, was du tust. (aus einem Kinderlied) Heute ist der Vater im Himmel ein prekär Beschäftigter des Sicherheitsgewerbes, der hinter den Bildschirmen der Videoüberwachung sitzt. Die Einführung von Videoüberwachung (CCTV: closed circuit TV) ist eng verbunden... |mehr|

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Wirtschaftskrise und Scheidungsrate

In den USA, wo die Wirtschaftskrise schon länger als bei uns bei vielen Menschen in Form von Jobverlust, Versteigerung des Hauses, Verlust der Pensionsvorsorge und ähnlichem angekommen ist, beschäftigen sich immer mehr Therapeuten und Soziologen mit der möglichen Auswirkung der Krise auf Ehe und Partnerschaft. Führen wirtschaftliche schlechte Zeiten dazu, dass Beziehungen länger halten oder... |mehr|

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Plötzlich illegal

Das derzeitige österreichische Fremdenrecht führt dazu, dass fast täglich Menschen illegalisiert werden. Illegalisiert zu werden heißt, vom Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Sozialleistungen und versicherungsrechtlichen Ansprüchen abgeschnitten zu sein. Es gibt keinen Rechtsanspruch, alles wird zum Gnadenakt. Wie schnell das geht, zeigen drei Beispiele: Ali ist türkischer Staatsbürger, 24 Jahre... |mehr|

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Arbeitgeberpflicht Dienstzeugnis: Verzicht auf Bewertung

Über Dienstzeugnisse werden manchmal seltsame Vermutungen kolportiert. Ähnlich komplexen Verschwörungstheorien meinen Beobachterinnen und Beobachter ein ausgefeiltes Coderepertoire zu erkennen, mit dem Personalchefinnen und –chefs verdeckt präzise Informationen über ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergeben. Es lässt sich nicht verifizieren, wie weit diese Codes von den... |mehr|

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Tagebuch Bewährungshilfe: Langer Atem gefragt

Ein Tag in meinem Arbeitstagebuch als Bewährungshelferin. Ich helfe – Leben ohne Kriminalität? 6:30 Uhr: Der Wecker klingelt. Also raus aus den Federn, Kaffee kochen, Kachelofen beheizen, duschen. Die Salzburger Nachrichten lesen: Der Anteil der Mädchen, die kriminell werden, steigt. Ein Sudoko richtig lösen muss sich auch noch ausgehen. 8:15 Uhr: Auto startklar machen (kein... |mehr|

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Fremde ohne Ausweis

Bei bestimmten strafrechtlichen Delikten, die einen Auslandsbezug haben könnten (wie zum Beispiel Suchtgiftdelikten oder Zollvergehen), wird vom zuständigen Passamt in der Regel der Reisepass oder der Personalausweis (oder auch beides) entzogen. Das geschieht deshalb, weil die Behörde aufgrund der Verurteilung Grund zur Annahme hat, dass ein Reisedokument dazu benützt wird, weitere solche... |mehr|

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Freiwillige Überstunden statt Ersatzfreiheitsstrafe

Die Vorgeschichte: Karl R., 73 Jahre alt, hatte über viele Jahre Streit mit seinem Nachbarn. Es kam zu mehreren Gerichtsverhandlungen aufgrund gegenseitiger Anzeigen wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung, wobei Karl R. letztlich zur Zahlung einer Geldstrafe in der Höhe von 480,- Euro verurteilt wurde. Da Herr R. aufgrund eines Konkurses in finanzielle Nöte geriet, konnte er nur... |mehr|

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World of Warcraft und die Folgen von Online-Spielsucht

Ich staunte nicht schlecht, als mir ein guter Freund zu Silvester erzählte, dass er – bevorzugt nachts – im Internet stundenlang ein brutales Kriegsspiel namens „World of Warcraft“ spielt und dafür 30,- Euro monatlich hinblättert. „Ich bin so scharf auf dieses Spiel, dass ich auch 100,- Euro dafür bezahlen würde“, war eine Zusatzinformation zu seinem... |mehr|

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Teurer Hauskauf – oder wieder einmal Sex and Crime

Ein Haus wird gefunden und gekauft, dringender Wohnbedarf und passabler Preis sind vorhanden – all das wäre nicht der Rede wert. Interessant wird es, wenn der Preis eines Hauses dessen Wert übersteigt und sich dennoch Käufer finden. Aus welchem Grund sind etliche Menschen gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten bereit, einen extra hohen Preis zu bezahlen? Ist es der selbstreinigende... |mehr|

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Gefährliche Waffen

Gestern wurde in den Morgennachrichten von Radio Niederösterreich berichtet, dass einem Bruder von Arigona Zogaj bei seiner freiwilligen Heimreise in den Kosovo auf dem Flughafen ein Schlagring abgenommen wurde. Ob das Mitnehmen dieses Gegenstands Ausdruck spätpubertären Imponiergehabes, Provokation, Dummheit oder Hinweis auf geplantes straffälliges Verhalten ist, wurde nicht hinterfragt.... |mehr|

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Elektronische Aufsicht als Ausweg aus dem Verwahrvollzug

Wie schafft man den Spagat zwischen dem Bedürfnis der Gesellschaft nach mehr Sicherheit und der Überbelegung von Haftanstalten, die letztlich in einem reinen Verwahrvollzug mündet (was Resozialisierungsinitiativen erschwert oder gar verunmöglicht)? Ein Beitrag zur Auflösung dieses Spannungsfeldes wurde mit dem Haftentlastungspaket geleistet. Durch den Leitgedanken „mehr Sicherheit... |mehr|

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Datenschutz im Regierungsprogramm. Wo sind die Sexualstraftäter?

Rund um die von der EU geforderte Veröffentlichung der Fördergelder für Landwirte gab es im Vorfeld heftige Diskussionen. Diese Diskussionen haben auch im neuen Regierungsprogramm Eingang gefunden: „Die Transparenz der öffentlichen Zahlungen in der Land- und Forstwirtschaft ist laufend zu evaluieren und anzupassen. Im Rahmen der nächsten Datenschutzgesetzes-Novelle muss sichergestellt... |mehr|

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Kriminalität von Jugendlichen

Steigt die Jugendkriminalität? Und wenn ja, um wie viel? Die Meinungen gehen auseinander, wenn es um die konkreten Zahlen geht. Bei Schlagzeilen wie „Anstieg der Jugendkriminalität von 2001 auf 2007 um 51 Prozent“ fehlt laut Katharina Beclin vom Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien das Wort „registriert“ – die Umstellung in der Erfassung... |mehr|

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Let’s talk about stalking, baby

Wenn jemand „nein“ sagt, meint er dann auch „nein“? Ratgeber appellieren gerne an den Mut zur Unnachgiebigkeit gegenüber einem „nein“, da es ja auch „vielleicht“, vielleicht „eigentlich ja“, oder eigentlich „eindeutig ja“ bedeuten könnte; besonders, wenn das „nein“ von einer Frau ausgesprochen wird und speziell,... |mehr|

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NEUSTART Weihnachtsgeschichte: Die zweite Chance

Ein hoffnungsloser Fall? Die Geschichte des NEUSTART Klienten O. zeigt, warum jeder Mensch eine zweite Chance verdient. Klient O., Jahrgang 1966: Seine Kindheit war durch Misshandlungen geprägt. Seine Pubertät durch ein unterstützendes Umfeld. Seine Adoleszenz verbrachte er hinter Gittern. Das Delikt: § 75 (Mord), § 142 (Raub) laut Strafgesetzbuch (StGB), Maßnahmenunterbringung nach § 21... |mehr|

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Streit ums Kind

Mutter bleibt Mutter und Vater bleibt Vater – auch wenn die Beziehung vorbei ist. Jüngst konnte den Medien entnommen werden: „Vater will per Plakat Kontakt zu seinen Kindern aufnehmen“, da er sich um sein Besuchsrecht geprellt fühlt. Ebenso ist den Medien eine Debatte über die Qualität von Expertisen bezüglich des Sorgerechtes für Kinder im Zuge einer Scheidung zu... |mehr|

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Anti-Gewalt-Training als Opferschutz

Hartmut H. (seine Geschichte steht hier beispielhaft für viele Klienten) hat sieben einschlägige Vorstrafen wegen Körperverletzung. Einmal war es ein Unbekannter auf der Straße, mal war es eine Freundin, die er verletzte. Immer hat er irgendwann einfach zugeschlagen. Der Grund dafür? Schwer nachvollziehbar für einen Außenstehenden - Alkohol war immer dabei; fehlende Perspektiven kann man... |mehr|

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Opferinteressen und Bewährungshilfe

Bei Betreuung eines Straftäters haben Bewährungshelferin oder Bewährungshelfer immer wieder mit Opfern von Straftaten zu tun. Oft hört man dann: Interessen des Täters und Interessen des Opfers schließen einander aus. Nach meiner Erfahrung kann eine Resozialisierung des Täters ohne Einbeziehung des Opfers nicht gelingen. Die Wiedergutmachung des Schadens ist Teil der Täterarbeit. Sie ist... |mehr|

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Sonderanstalt für Asylwerber

Nach dem Unfalltod von Jörg Haider am 11.10.2008 war von Stefan Petzner und dem jetzigen Landeshauptmann Gerhard Dörfler zu hören „In Kärnten ist die Sonne vom Himmel gefallen.“ Für viele Migranten und Asylwerber in Kärnten war das durch die ausländerfeindliche Politik schon länger der Fall - und das Klima der Kälte und menschlichen Verachtung gegenüber Asylwerbern breitet... |mehr|

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NASIL SIN ? Wie geht es Dir?

Ali ist erleichtert. Endlich kann er mit jemandem über seine Probleme reden - er hat mehr als genug davon. Ali lebt in der Türkei und ist elf Jahre alt, als seine Mutter stirbt. Der Vater, schon seit 25 Jahren in Österreich, holt alle seine Kinder nach Österreich und ist mit den sieben kleinen Kindern überfordert. Die Hauptschule beendet Ali negativ; er versteht den Lehrer nicht, hält sich... |mehr|

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Jugend im Gefängnis

Körperlich haben Jugendliche einen Zustand erreicht, der sie mit den Erwachsenen auf gleiche Augenhöhe bringt. Die Bedingungen, unter denen sich ihre Seele entwickelt hat, machen sich von diesem Alter an auf kraftvolle Weise bemerkbar. Alle Jugendlichen machen noch einmal eine Phase des Normenlernens durch; besonders jene, die traumatische Erfahrungen hinter sich haben, werden häufig in dieser... |mehr|

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Das Haftentlastungspaket wirkt

Der Traum vom schnellen Erfolg führt nicht nur auf den Finanzmärkten in die Krise, auch in der Kriminalitätsbekämpfung treibt er immer wieder sein Unwesen. Teure, aber unwirksame Maßnahmen sind sein Markenzeichen. Leider fühlen sich bei dem Thema Sicherheit viele als Experten und merken nicht, dass Empfehlungen, die weder auf Sachkenntnis noch auf Reflexion der eigenen Emotionen beruhen,... |mehr|

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Plädoyer für einen dritten Arbeitsmarkt

Eine wichtige Säule bei der Resozialisierung von Haftentlassenen ist die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Im Arbeitstraining der NEUSTART Haftentlassenenhilfe werden Klienten auf das Arbeitsleben vorbereitet. Von Jänner bis Oktober 2008 absolvierten 103 Klienten das NEUSTART Arbeitstraining. Neben guten Erfolgen bei der Arbeitsvermittlung (rund ein Drittel der Klienten konnte in den... |mehr|

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Bearbeitung des Delikts in der Bewährungshilfe

Die Motivation unserer Klienten, sich intensiv mit dem begangenen Delikt auseinanderzusetzen, ist oftmals nur sehr spärlich vorhanden. „Ich hab’ das hinter mir“, „dafür war ich eh in Haft“, „ich tu’s eh nicht mehr“ sind allseits bekannte Stehsätze, mit denen wir konfrontiert werden. Somit nimmt die Frage nach dem Grund der Deliktbearbeitung immer... |mehr|

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Wer Obama nicht wählen darf

In der Wahlfarce des Jahres 2000 verlor Al Gore wegen 537 Stimmen in Florida die Präsidentschaft gegen Bush. Obama elektrisiert die schwarze Bevölkerung Amerikas mit seinem Ruf nach Wandel und Veränderung und der Tatsache, dass er Afro-Amerikaner ist. Die Schwarzen sind seine treuesten Anhänger - Stimmen auf die er zählen kann, nur: 1,4 Millionen davon dürfen gar nicht zur Wahl gehen... |mehr|

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Kriminalitätsentwicklung - aus Sicht eines „Experten“

Gegen Ende des Besuchs eines ehemaligen Klienten (Roman, 50 Jahre alt, hatte nach zwei Vorstrafen vor mehr als zwei Jahrzehnten einen schweren Raub begangen und war in Haft, seitdem aber ohne weitere strafrechtliche Auffälligkeiten) hat mich interessiert, wie ein ehemaliger Vorbestrafter die aktuelle kriminalpolitische Debatte erlebt. Bei der Frage nach Herabsetzung des Alters für... |mehr|

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Benzindiebstahl

Angeblich sind Benzindiebstähle um 30 Prozent (gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres) angestiegen. Warum? Was für eine Frage. Autofahrer und Transporteure aller Art klagen über die ständig steigenden Treibstoffpreise. Somit scheint Motiv A glaubhaft: Manche Autofahrer können sich den Sprit nicht mehr leisten, deshalb klauen sie ihn. Oder, vielleicht Motiv B: Einige Autofahrer sind... |mehr|

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Hansi Lang - „Wieder gut sein"

„Wieder gut sein“ und „Letter from Real Town“ sind Texte, die Hansi Lang während seiner Inhaftierung verfasst hat. „Letter from Real Town“ war das „Geschenk“ von Hansi Lang an die Bewährungshilfe-Charity-CD „kurz.schluß“. So i had quiet days in Real Town - I had tons of time - I was thinking ‘bout my baby - I had some pictures... |mehr|

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Sommerg’schicht’n: Zeilenfüller. Kriminalität, Ausländer, Mörder.

Es gibt ja noch immer kein Sommerloch. Wenngleich, die Zahl der Abwesenheitsnotizen von Mail-Empfängern hat in dieser Woche ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, was darauf schließen lässt, dass wirklich viele Menschen irgendwie weg und medialer Beeinflussung entzogen sind. Dem zum Trotz - oder auch deshalb - drängelt das Böse hartnäckig (mit nahezu schon penetranter Redundanz) in die... |mehr|

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Sommerg’schicht’n: Täter-Opfer-Umkehr

Sommerloch gibt’s keines mehr. Zwar werden die Magazine schlanker, weil ihnen Werbeeinschaltungen fehlen; zur Kompensation gibt’s aber immer Sommerthemen, die alle Jahre wieder dräuen und den Kaufwillen forcieren (sehr beliebt: Jugendkriminalität, Bankräuber, das Sommer-Wetter). Auf der Suche nach originellen Sommergeschichten böte sich ja das Studium ungewollt zweideutiger... |mehr|

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Vorbeugen statt strafen!

Umfragen zum Thema „Gewalt an Schulen“ (darunter auch jene von NEUSTART zu Beginn des Jahres) und genaue Beobachtungen in jenen Schulen, die von NEUSTART Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ganz Österreich besucht wurden, haben ergeben, dass an einigen Schulen Österreichs in jüngster Zeit Gewalthandlungen gesetzt wurden, die Anlass zur Sorge geben. Es passieren aber nicht nur... |mehr|

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Jung, straffällig, verschuldet

„Einem Nackten kannst’ nicht in die Hosentasch’n fahren“ In den Achtzigerjahren gab Joki Kirschner, Talkmaster der Sendung „Tritsch Tratsch“, in einem Werbespot die Losung für den richtigen Umgang mit Geld aus: „Geld macht glücklich, wenn man rechtzeitig d’rauf schaut, dass man’s hat, wenn man’s braucht.“ Diese heute geradezu... |mehr|

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Das Haftüberraschungspaket: Kriminalpolitik ist machbar.

Die Anzahl der bedingten Entlassungen in Österreich ist seit Jahresbeginn 2008 deutlich gestiegen. Das spüren alle NEUSTART Einrichtungen und bei Gesprächen mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in den Justizanstalten werden diese Beobachtungen bestätigt. Was ist passiert? - Eine veränderte Insassenpopulation? Neue Richterinnen? Eine neue Zusammensetzung der Entlassungssenate? Nichts... |mehr|

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Professionelle Ehrenamtlichkeit

1957 hat die Arbeitsgemeinschaft Bewährungshilfe ihre zukunftsweisende Arbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begonnen. Der Erfolg der Bewährungshilfe führte bald zu Überlegungen der Professionalisierung, wobei erst 1964 die ersten hauptamtlichen Bewährungshelferinnen und –helfer bei der Justiz angestellt wurden. Die Professionalisierung sollte jedoch nie die... |mehr|

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Arbeit statt Ersatzfreiheitsstrafe

Personen mit hoher Suchtabhängigkeit, sei es durch Alkohol oder andere Suchtmittel; Personen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Borderline-Symptomatiken, Angststörungen; Personen, die seit einem Jahrzehnt vom Arbeitsmarktservice als nicht vermittelbar eingestuft werden - sie alle wollen es. Personen mit Vorstrafen und Hafterfahrung; Personen mit aufrechtem Aufenthaltsverbot in... |mehr|

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Novelle des Datenschutzgesetzes

Erinnert sich noch jemand an die Bespitzelung von Journalisten und der eigenen Verwaltungsratsmitglieder durch Hewlett-Packard? Nein? An die Videoüberwachung der Angestellten bei Lidl? War ja auch erst vor kurzem in den Medien. An die Bespitzelung von Journalisten und Aufsichträten durch die Deutsche Telekom? Ja, natürlich, ist gerade aktuell! Diese unerträglichen illegalen Praktiken wird... |mehr|

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Führungssysteme im NPO-Bereich

Man ist nicht nur für das, was man macht, verantwortlich, sondern auch für das, was man nicht macht. Es ist daher unser Ziel, in allen Bereichen unserer Tätigkeit (und dazu gehört nicht zuletzt unser Führungssystem) Vorreiter und Vordenker zu sein, wodurch wir nachhaltig erfolgreich sein wollen. Am 27. Mai 2008 war ich eingeladen, beim Management-Cercle der Beraterfirma Contrast... |mehr|

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Rechnungswesen: Der Hygienefaktor bei einem gemeinnützigen Verein?

Welcher Arbeitnehmer hat sich noch nicht über Anforderungen der Buchhaltungsabteilung in seinem Unternehmen geärgert? Wer hat sich noch nicht gefragt, wofür alle diese Angaben auf Rechnungen, Reisekostenabrechnungen, Kassenbelegen et cetera verwendet werden? Wer hat sich, in Zeiten der Mittelknappheit, noch nicht gewundert, wieviel Aufwand - bei einem selbst - das Rechnungswesen als Teil des... |mehr|

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Der Sinn gemeinnütziger Leistung statt Ersatzfreiheitsstrafe

Seit 1.1.2008 ist es nun Gesetz. Menschen, die ihre offene Geldstrafe nicht bezahlen können, bekommen vom Gericht die Möglichkeit, statt der Ersatzfreiheitsstrafe gemeinnützige Leistungen erbringen zu können. Wie war es früher? Der Betroffene wurde in der Verhandlung für sein Fehlverhalten verurteilt. Es wurde eine Geldstrafe ausgesprochen. Er konnte sie aber nicht bezahlen, weil er... |mehr|

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Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit - kontinuierliches Beratungsangebot als Problemabschiebung oder verantwortungsvolle, interdisziplinäre Gestaltung eines zentralen Lebensraumes? „Dinge wie Angst, Schmerz, Kummer, Schuld und überhaupt der allgemeine Jammer, das heisst, der Alltag im alten Russland, haben in diesen windschnittigen modernen Zeiten nicht allzuviel Stehvermögen.“ Marisha Pessl, Die... |mehr|

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Straffällige Asylwerber

Immer wieder wird in den Medien berichtet über kriminelle Ausländer, vorwiegend Asylanten. Es ist die Rede von Schwarzafrikanern, die unseren Kindern Drogen verkaufen, von Nordafrikanern, die gewaltbereit sind und von Menschen aus dem Osten, die es vorwiegend auf unser Eigentum abgesehen haben. Seit circa zwei Jahren kommen vermehrt Klienten mit prekärem Aufenthaltsstatus in die NEUSTART... |mehr|

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Grundrecht Wohnen – im Notquartier?

In der Arbeit mit unseren Klienten stellen wir - wie die meisten sozialen Einrichtungen - fest, dass ein Gutteil dieser Arbeit immer öfter das Verwalten eines Mangels bedeutet. Nicht, dass es keine Ressourcen mehr gäbe. Wenn ich auf der Suche nach Rat und Hilfe durchs Netz google, werde ich mit Information nur so überschüttet. Aber wenn es dann um die Lösung konkreter Probleme meiner... |mehr|

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Arbeitsmarktservice hemmt Unterstützung für langes Berufsleben

NEUSTART hat den steigenden Altersdurchschnitt seiner Mitarbeiterinnen als Herausforderung für die Personalentwicklung erkannt. Die Ursache für den längeren Verbleib im Arbeitsprozess liegt seltener im Wunsch der Mitarbeiterinnen, länger im Erwerbsleben bleiben zu wollen, sondern unter anderem auch in geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen. Meist geht es darum, die Zeit bis zu der nach... |mehr|

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Erziehungscamps - die Lösung?

In den letzten Wochen und Monaten war immer wieder von Jugendlichen, die Gewalttaten setzen, die Rede. Gepaart mit mehr oder weniger hilfreichen und „Erfolg versprechenden“ Ratschlägen. Eine auch von politisch prominenter Seite lancierte geeignete Maßnahme wären sogenannte Erziehungscamps. Gemeint war damit, dass Jugendliche für mehrere Wochen oder Monate irgendwo im Ausland... |mehr|

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Ökonomie versus Qualität in der Sozialarbeit

Nach zirka vier Wochen Praktikum bei NEUSTART (im Bereich der Bewährungshilfe) sind mir in Diskussionen mit Mitarbeitern einige spannende Themenbereiche aufgefallen. Diese erscheinen sonst in der Ausbildung eher trocken und theoretisch, hier in der Praxis werden sie aber sehr lebhaft diskutiert; und sie haben auf die tägliche Sozialarbeit große Auswirkungen. Besonders das Spannungsfeld... |mehr|

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Bunt wie ein Farbkasten

Wenn man die Überschrift liest, wird man sich wohl fragen, was ich damit meine. Aber das kann ich schnell erklären. Es ist so, dass ich mein Praktikum (ich studiere Soziale Arbeit an der Fachhochschule MCI - Management Center Innsbruck) beim Verein NEUSTART in der Bewährungshilfe absolviert habe. Ich konnte in den vier Wochen einiges erleben, sehen und auch lernen. Im besonderen ist mir aber... |mehr|

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Das Recht auf ein eigenes Konto

Eine Forderung, die unlängst im Rahmen der Armutskonferenz erhoben wurde: das Recht auf ein eigenes Konto. Der Bezug von Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Lohn, Krankengeld, Pension et cetera – all das ist an das Vorhandensein eines Bankkontos geknüpft. Aus Gründen der Existenzsicherung ist Arbeiten mit Geld in der Betreuung von NEUSTART und hier speziell in den Bereichen... |mehr|

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Das "Bild des Kriminellen"?

Beim Gespräch mit einer Praktikantin über ihre Eindrücke und Erfahrungen beim Tatausgleich ging es um das „Bild des Delinquenten“. Sie berichtete, dass bei ihr anfangs aufgrund der spärlichen Informationen, die sie über die Akten hatte (in der Regel lediglich eine kurze Schilderung des Sachverhaltes), bestimmte Bilder und Vorstellungen der beteiligten Menschen entstanden waren.... |mehr|

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Nulltoleranz

Statt Armut zu bekämpfen, werden die Armen bekämpft. Mit diesem repressiven Rezept reagieren die neokonservativen Denkfabriken in den USA auf die sozialen Folgen der neoliberalen Wirtschaftspolitik. Unter dem Schlagwort „Nulltoleranz" wird die soziale Unordnung, die auf Arbeitslosigkeit, prekäre Löhne und Sozialabbau zurückgeht, mit Polizei und Justiz bekämpft. Die Opfer des... |mehr|

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Stalking: Wir sind die Trenner

Normalerweise nicht. Sinnvollerweise und in manchen Fällen aber schon. Etwa bei Stalking, wenn es nämlich darum geht, den größten Wunsch eines Stalkers zu vereiteln: dass er mit seinem Opfer Kontakt hat. Da machen unsere Sozialarbeiterinnen anders als üblich genau das Gegenteil von dem, was sie sonst tun: Sie trennen, statt zu vermitteln. Laut Gesetz geht es um Stalking, wenn eine Be... |mehr|

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Rache ist süß

Rache ist süß, sagt der Volksmund. Und der Neurowissenschaftler gibt ihm recht. In einem Experiment zeigen de Quervain und seine Mitarbeiter: Bei einer Person, die das unfaire Verhalten einer anderen Person bestraft, wird im Gehirn (genau im dorsalen Teil des Striatums) ein Zellverband aktiviert, der sonst beim Verzehr von Süßspeisen reagiert! Es handelt sich um ein sogenanntes... |mehr|

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Soziale Härte ist kein Einzelfall!

Isabella K. (20) war auf einer Geburtstagsfeier und geriet mit einem befreundeten jungen Mann in Streit. Nach einer kurzen, aber heftigen verbalen Auseinandersetzung wurde sie gestoßen und verletzte sich am Arm. Am nächsten Tag ging Isabella zum Arzt, bekam einen Gips verpasst und meldete sich beim Arbeitsmarktservice krank, da sie Bezieherin von Notstandshilfe war. In den darauffolgenden... |mehr|

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Währt ehrlich am längsten?

Abends. Auf meinem Weg in die Bankfiliale stürmt ein Mann aus dem Foyer. Trotz offensichtlicher Eile macht er mir höflich Platz und deutet ein freundliches Lächeln an. Soviel Zeit muss sein. Beim Geldausgabeautomaten stecken 10,- Euro. Die kann nur er vergessen haben, sonst ist weit und breit niemand zu sehen. Was tun? Stecken lassen oder mitnehmen? Ich entscheide mich für mitnehmen und... |mehr|

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Härtere Strafen oder Sozialarbeit?

Ich selbst hatte bislang noch keine direkten Erfahrungen mit Jugendkriminalität. Allerdings war es lange Zeit Thema an meiner Schule (Gymnasium Franklinstraße 26 in Wien): Meine Klasse hat sich durch das Lesen von Büchern, das Gestalten von Plakaten und in einigen Workshops mit dem stets aktuellen Thema Jugendkriminalität befasst. In diesen Workshops wurde erklärt, wie es zu... |mehr|

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Erziehungscamps als Notbremse gegen Jugendkriminalität?

Ruhig ist es geworden rund um das Thema Jugendkriminalität. Die tagespolitische Karawane ist weiter gezogen, irgendwo in den Tschad und zum Thema Inflation. Der Staub der Aufregung scheint sich langsam zu legen. Ist das Thema damit abgehakt? Mitnichten! Der nächste Sicherheitsbericht wird kommen, irgendwelche Zahlen werden wieder steigen, der nächste Landtag wird wieder gewählt werden wollen.... |mehr|

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Wenn misshandelte Kinder erwachsen werden

Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht in den Zeitungen über neue Gräueltaten an Kindern lesen. Misshandelnde Väter und Mütter, Bilder von verletzten Kindern, Berichte über zu Tod gequälte Babys lösen Entsetzen über die Täter und heftiges Mitgefühl für die Opfer aus. Ich kenne viele solche Geschichten, nicht nur aus der Zeitung. Jahre später sitzen mir diese Kinder im Büro gegenüber... |mehr|

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Jugendkriminalität: „Es wird immer alles schlimmer!“

…diese Stoßseufzer sind immer wieder bei Debatten zur Entwicklung der Jugendkriminalität öffentlich zu vernehmen. Fast automatisch werden schnelle Lösungen gesucht und Schuldige identifiziert. Allein diese wiederkehrenden Reflexe zeigen, dass schnelle Lösungen letztlich keine wirklichen Lösungen sind. Gefragt ist eine differenzierte Betrachtungsweise, demagogische Appelle ans... |mehr|

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Jugendlich, straffällig, ausländisch – ist abschieben die Lösung?

„Ausländische Jugendliche schlagen Rentner nieder“, „Ausländerbande attackiert Jugendlichen in Einkaufszentrum“ - die jüngsten Schlagzeilen in den Medien lassen vor allem in Deutschland wieder die Diskussion über Strafverschärfungen bei Jugendlichen, über Erziehungscamps und sofortige Abschiebung aufflammen. Als Bewährungshelfer, der seit vielen Jahren mit der... |mehr|

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Optimismus für elektronische Aufsicht

Am 15. Jänner 2008 startet das Projekt elektronische Aufsicht beziehungsweise Electronic Monitoring - besser bekannt unter dem Begriff „Fußfessel“ - in Wien und Graz neu. Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz von den Justizanstalten  Wien-Simmering und Graz-Jakomini in Kooperation mit dem Verein NEUSTART durchgeführt. Zielgruppe sind bereits... |mehr|

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Mehr Sicherheit durch weniger Haft?

Für die einen „darf das nicht der Ernst der Justizministerin sein…“ (Weblog der Kronen Zeitung), für die anderen gehen ihre Vorschläge nicht weit genug; sie fordern gemeinnützige Arbeit auch an Stelle kurzer Haftstrafen (Albert Steinhauser, Sicherheitssprecher der Grünen). Am 5. Dezember 2007 wurde im Nationalrat das Haftentlastungspaket beschlossen, das auch die... |mehr|

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Wohin mit kranken Straftätern?

Ausländer, Mörder und schwer krank – wer soll sich da noch zuständig fühlen? Herr K. wurde zu 15 Jahren unbedingter Haft verurteilt. Sein Delikt war ein brutaler Mord im familiären Bereich. Nach 14 Jahren Haft erkrankte Herr K. schwer und musste für längere Zeit in stationäre Spitalsbehandlung. Schnell war klar, dass auch ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer... |mehr|

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Sitzen bis zum Haftende versus Haftentlastungspaket 1

Die neueste Studie von Dr. Alois Birklbauer und Dr. Helmut Hirtenlehner (Uni Linz) zu „Praxis und Rückfall nach bedingten Entlassung aus einer Freiheitsstrafe“ in Österreich hat eindeutig gezeigt, dass eine vorzeitige Entlassung von Straftätern keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit der Bevölkerung in Österreich hat. (In dieser Studie wurden alle Haftentlassenen der... |mehr|

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Der "Leumund" - demokratiepolitisch überholt?

Wenn ein Unternehmen neue Mitarbeiter sucht ist es bemüht, durch Anwendung bestimmter Verfahren die richtigen Bewerber für die offene Stelle auszuwählen. Zu den „harten“ Kriterien, mit denen die Bewerber „gesiebt“ werden, gehört die „Strafregisterbescheinigung“, häufig immer noch Leumundszeugnis genannt. Diese Vorgangsweise ist gesetzlich gedeckt und... |mehr|

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Ehrenamtliche - unverzichtbar für Bewährungshilfe

Ehrenamtliche Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer leisten einen bedeutenden Beitrag für NEUSTART. Beinahe ein Drittel der Bewährungshilfeklienten wird in Wien von 198 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Ohne sie könnten wir mit Sicherheit nicht so erfolgreich arbeiten. Ich habe im Zuge einer Abschlussarbeit untersucht, welche Motive ehrenamtliche... |mehr|

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Spenden ohne Steuern - Sponsoring statt Spenden?

Es war einmal ... die Geschichte von der Steuerabsetzbarkeit für humanitäre Spenden. Oder: Gibt es andere Wege, um die nicht-staatliche Finanzierung von NEUSTART zu steigern? Die Flutkatastrophen vergangener Jahre (Tsunami im indischen Ozean, Donau-, Kamp- und March-Hochwasser) sowie die damals bevorstehenden Wahlen veranlassten die (potenziellen) Regierungsparteien (im Zuge der regelmäßig... |mehr|

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Gewalt auf Schritt und Tritt

Der Schauspieler Brad Pitt hat eine riesige Pistole in der Hand. Angelina Jolie ist (zu gängigen Rollenklischees passend) mit einem kleinen Colt im Strumpfband ausgestattet. Wenn Zeitungsleser oder Fernsehkonsumenten dieses Foto zu einer Werbung für den Action-Film „Mr. & Mrs. Smith“ sehen, haben Werbeexperten alle Register gezogen, um das Zielpublikum in mehrfacher Hinsicht so... |mehr|

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Strafe pur sollte out sein

Der Strafvollzug und NEUSTART haben vordergründig nicht dieselbe Mentalität. Das Einsperren ist ein Gegensatz zu dem Umgang mit Kriminalität, der im Leitbild von NEUSTART beschrieben ist: der Bearbeitung von Ursachen statt Abschreckung. In der „Nahaufnahme“ vom 14. Oktober 2007 beschrieb der Leiter der Justizanstalt Wien-Simmering und designierte Leiter der Justizanstalt... |mehr|

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Was tun, wenn man von Bekannten bestohlen wird?

Sehr oft sind Bekannte im unmittelbaren Umfeld von Tätern auch deren Opfer – eine schwierige Situation, oder? Eine ehemalige Klientin, die ich als Bewährungshelferin betreut habe und mit der ich mich seit mehr als fünfzehn Jahren einmal im Jahr treffe, rief mich an und fragte mich um Rat, da sie von einem jungen Mann bestohlen wurde. Hundert Euro wären aus ihrer Geldtasche verschwunden,... |mehr|

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Gewalt in Beziehungen

Was mit Liebe beginnt, endet nicht selten mit Trennung und Scheidung. Damit sind immer Enttäuschungen, Demütigungen und Kränkungen verbunden. In ihrer Eskalation bringen sie oft Tätlichkeiten mit sich. Zur angestrebten Trennung, Scheidung und Krise kommt nun noch eine strafrechtlich relevante Anzeige wegen Drohungen oder leichter Körperverletzung dazu. In der Mehrzahl sind es Männer, die... |mehr|

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Sucht und Kriminalität

Vor kurzem tagte in Wien die europäische Vereinigung für Suchttherapie und diskutierte über Ursachen von Abhängigkeit und neuen Behandlungsstrategien. Rund 30.000 Menschen zeigen in Österreich einen problematischen Umgang mit illegalen Substanzen. Die Zahl der Abhängigen, die Opiate meist gemeinsam mit anderen Rauschmitteln verwenden ist seit 2001 um rund 10.000 Personen angestiegen. |mehr|

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Sexualstraftäter: Kontrolle durch Hilfe. Lernen von Best practice

Jedes Sexualdelikt löst heftige Emotionen aus: Angst vor der Bedrohung, Angst um die eigenen Kinder, Wut über das Leid unschuldiger Opfer. All das fördert (Wunsch)Phantasien über rasche Wege zur absoluten Sicherheit. Einer davon ist der Wunsch nach einer Sexualstraftäterdatei. Sie bringt den Täter ins Blickfeld von Polizei und Jugendwohlfahrt, auf Verdachtsmomente kann rasch reagiert werden... |mehr|

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Armut - Herausforderung auch für NEUSTART

Die Faktenlage: 420.000 Menschen (fünf Prozent der Wohnbevölkerung) sind in Österreich arm. Eine Million Menschen (zwölf Prozent) gelten offiziell als armutsgefährdet. 35.048 Kinder und Jugendliche sind Österreich weit von Sozialhilfe betroffen. Das ist ein Anstieg um elf Prozent zum Vergleichsvorjahr. Nach einer Untersuchung des Europäischen Zentrums nehmen bundesweit 60 Prozent der... |mehr|

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Jugendgewalt - ein unverständliches Phänomen?

"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." So sprach Sokrates vor fast zweieinhalbtausend Jahren schon - angeblich. Ist es also Privileg jeder Generation, die nachfolgende für die schlimmste zu halten? Oder ist es doch so, dass wir nun mit... |mehr|

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Burn-out. Macht (Sozial)Arbeit krank?

Wie kommt es, dass laut Medienberichten immer mehr Werktätige unter einem „Burn-out-Syndrom“ leiden? Überhöhte Leistungsanforderungen, enormer Zeitdruck oder Angst vor Arbeitsplatzverlust werden unter anderem als Gründe genannt. Stressfreie Lebensräume scheinen zu schwinden, auch Freizeitverhalten wird zu einer Messgröße für Erfolg. Gleichzeitig boomen Gesundheitsmagazine,... |mehr|

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Sommerloch. Heute: überfüllte Gefängnisse

Warum überraschen uns die Nachrichten in Radio Niederösterreich gerade heute mit der Botschaft, dass Niederösterreichs Gefängnisse mit zehn Prozent überbelegt sind? Dieser Umstand ist nicht neu - und trifft nicht nur auf niederösterreichische Justizanstalten zu. Also spekulieren wir, was außer dem Sommerloch Gründe für die Nachricht sein könnten. Möglichkeit 1 (vorauseilende... |mehr|

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Sommerloch. Heute: Der Banküberfall

Üblicherweise ist zu dieser Jahreszeit „die steigende Jugendkriminalität“ das Thema Nummer Eins in der Medienberichterstattung. Eine Anhäufung von Zeitungsberichten über Jugendliche, die andere Jugendliche, ältere Personen oder Tiere gemein quälen ließe vermuten, dass das auch diesen Sommer wieder Topthema sein könnte. Doch wie es aussieht buhlt ein „neues“ altes... |mehr|

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Sex und andere Fantasien

Die Familienbesuchsräume in den österreichischen Justizanstalten Leoben und Stein werden die Bezeichnung „Kuschelzellen“ nicht los. Das wäre ja nicht so wild, wenn’s nicht vom Kuscheln dann nur ein Katzensprung zum ewig aktuellen Thema Sex wäre. Egal, wie in den Medien berichtet wird – geht es um den Familienbesuchsraum, wird damit Sexualität verbunden, geht es um... |mehr|

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NEUSTART - Das Plagiat?

Autsch. In verschiedenen Medien taucht der Hinweis auf eine Messe auf, die unter dem Titel „NEUSTART – Die Scheidungsmesse“ antritt. Um gleich klarzustellen: Wir sind das nicht, wir machen keine Scheidungsberatung. Wir sind die mit den schwarzen und weißen Schafen, die mit den Opfern und Tätern, die mit dem 50-jährigen Jubiläum heuer, die mit den Bewährungshelfern,... |mehr|

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Der Dialog geht weiter!

Trotz erzwungener Einstellung der Opferhilfe bei NEUSTART werden wir im Burgenland und in Niederösterreich den fachlichen Dialog und die Kooperation mit anderen Anbietern von Opferhilfe und Zuweisern wie Gericht und Polizei intensiv weiterführen! Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Burgenlands und der Bezirke des südlichen Niederösterreich sind regelmäßige Teilnehmer vieler... |mehr|

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Casa blanca

Ort der Handlung: Ein Wiener Kaffeehaus nächst einem großen Theater, spät abends. Zwei müde Kellner räumen im Foyer die alten Zeitungen weg. Blacky (liest): „Jetzt haben’s Neustart die Prozessbegleitung weggenommen. Und die Opferhilfe. Warum eigentlich?“ Whity: „Mich fragst? Ich putz nur, ich weiß nix. Obwohl, die Optik… Uh, wie schaut das aus, wenn Opfer und... |mehr|

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Veranstaltungsrückblick: Runder Tisch der Prozessbegleitung in Salzburg

Am 19. Juni trafen einander am Landesgericht Salzburg alle Einrichtungen, die im Land Salzburg Prozessbegleitung für Opfer von Gewalttaten anbieten. Richtern, Staatsanwälten und Polizei wurde die Prozessbegleitung vorgestellt, um eine Sensibilisierung für die Situation von Opfern zu erzeugen. Die Leiterin der Interventionsstelle Salzburg, Renee Mader, betonte, wie belastend ein Strafverfahren... |mehr|

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Integrieren statt polarisieren - zum Selbstverständnis zur Arbeit mit Opfern und Tätern

NEUSTART orientiert sich seit 50 Jahren im Umgang mit dem Thema Kriminalität an den Grundrechten als Fundament einer demokratischen Gesellschaft. NEUSTART schlägt in der politischen Debatte kontinuierlich differenzierte statt populistische Lösungen vor. Wir sind eine gemeinnützige Organisation, die professionelle Sozialarbeit für alle Menschen - ob Täter oder Opfer -, die von Kriminalität... |mehr|

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Ocean's 6 - das Prequel zu Ocean's Eleven?

Schade. Die zu Pfingsten gestohlene Stradivari ist wieder aufgetaucht  – das ist natürlich nicht schade, sondern erfreulich. Aber die Entdeckung der 6-köpfigen georgischen Diebsbande zerstört eine Illusion. Weit entfernt von George aus Ocean’s 13, 12 und 11 waren die Jungs aber so was von unprofessionell unterwegs, dass es schmerzt. Welcher clevere Millionendieb verschickt... |mehr|

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Paris Hilton

...unerträglich ist es, wenn Gefängnisstrafen bei den "Reichen" anders vollzogen werden als bei den "Armen". ... unerträglich ist es aber auch, wenn menschenverachtender Zynismus und unverhohlene Schadenfreude tagelang von Journalisten selbstgerecht via Medien betrieben werden. Die Angst der Leser vor Kriminalität braucht rationalen Journalismus un... |mehr|

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Leichen im Keller

Und wieder erschreckt die Meldung über den Fund dreier Babyleichen im Keller eines österreichischen Wohnhauses, nachdem im vergangenen Jahr mehrere tote Babys, teilweise in Kübeln einbetoniert, in einem Einfamilienhaus entdeckt worden sind. Im letztgenannten Fall ist bereits eine gerichtliche Verurteilung der Eltern erfolgt. Der betreffende Vater beteuert nach wie vor, nichts von den... |mehr|

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Geiselnahme

Einem Wiener Musiker wurde am Pfingstwochenende seine Stradivari gestohlen. Aus dem Tresor. Nun taucht die Frage auf: „Wie wird man als Dieb eine Stradivari los?“ Zweieinhalb Millionen Euro soll sie wert sein und auf dem freien Kunstmarkt schwer verkäuflich. Diese Variante scheidet also aus, kein seriöser Händler würde sich da die Finger verbrennen. Alternativen: Es war ein... |mehr|

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Wortklauberei, ja bitte!

Justizministerin Berger trat im Februar 2007 mit der Absichtserklärung für ein „Zehn Punkte-Haftentlastungspaket“ an die Öffentlichkeit. Anlässlich eines Höchststandes von etwa 9.000 Inhaftierten in Österreichs Gefängnissen beginnt die Idee, die Häfen zu entlasten, langsam zu greifen. Alternativangebote gibt es (siehe Zehn Punkte), sie müssten nur auch genutzt werden –... |mehr|

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|weitersagen|
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