Tipps für die Verhandlung – Einfache Sprache

Wenn man zu einer Verhandlung muss, sollte man ein paar Dinge beachten:

  • Gehen Sie zum Termin! Für Beschuldigte ist die Anwesenheit verpflichtend. Wenn man nicht hingeht, holt einen die Polizei vielleicht zu Hause ab.
  • Seien Sie pünktlich! Wenn Sie es nicht rechtzeitig schaffen, rufen Sie beim Gericht an. Wenn Sie krank sind, schreiben Sie rechtzeitig eine Entschuldigung. Dann müssen Sie dem Gericht aber auch eine Bestätigung vom Arzt schicken. Schreiben Sie bei allen Briefen unbedingt das Aktenzeichen dazu. Das Aktenzeichen finden Sie auf den Briefen vom Gericht.
  • Keine Rauschmittel! Verzichten Sie auf Alkohol, Medikamente und Drogen damit Sie klar im Kopf sind. Das ist bei einer Verhandlung sehr wichtig.
Weitere Tipps:
  • Man soll immer die Wahrheit sagen. Man soll ehrlich sagen, dass man Schulden hat, wenn man nach dem Einkommen gefragt wird. Außerdem soll man sagen, wenn man regelmäßig etwas Bestimmtes zahlen muss. Das ist sehr wichtig. Wie hoch eine Geldstrafe ist, hängt nämlich auch vom Einkommen ab.
  • Wenn man etwas nicht versteht, soll man fragen. Außerdem soll man so reden, wie man immer redet. Man muss nicht versuchen, so zu reden wie die Leute vom Gericht.
  • Die Anwältin oder der Anwalt gibt einem Ratschläge für die Erklärung vor Gericht. Diese sollte man befolgen. Es ist nicht gut, irgendwelche Geschichten zu erzählen, die nicht stimmen. Die Richterin oder der Richter merkt es, wenn man lügt. Überlegen Sie deshalb gut, was Sie sagen. Versuchen Sie zu erklären, warum Sie etwas getan haben. Ihre Sicht der Dinge ist für das Gericht sehr wichtig. Sie haben auch das Recht, gar nichts zu sagen. Erfahrungsgemäß ist es vor Gericht aber immer besser, etwas zu sagen als gar nichts.
  • Halten Sie die Schluss-Erklärung kurz. Vielleicht verweisen Sie auch auf das, was Ihre Anwältin oder Ihr Anwalt gesagt hat.