Hohe Zufriedenheit von Opfern

Im Auftrag von NEUSTART führte das Institut für Konfliktforschung Wien (IKF) eine Studie zum Tatausgleich durch. Die Ergebnisse sind erfreulich.

Hohe Zufriedenheit von Opfern

Bereits 2001 erhob die Universität Innsbruck die Zufriedenheit von Opfern mit dem Tatausgleich. Es wurde deutlich, dass Opfer vom Tatausgleich profitieren und mit diesem Angebot sehr zufrieden sind. 20 Jahre später beauftragte NEUSTART das IKF, sich erneut dieser Frage zu widmen. Opfer im Tatausgleich wurden von Herbst 2019 bis Frühjahr 2021 gebeten, an einer anonymen Studie teilzunehmen. 911 Personen stimmten zu und bekamen sechs Monate später einen Link zugesandt, mit dem sie an der Online-Befragung teilnehmen konnten. Die Rücklaufquote betrug knapp 40 Prozent.

„Insgesamt war ich mit dem Tatausgleich zufrieden“ – dieser Aussage stimmten 54 Prozent vollkommen und 23 Prozent eher zu. Diese Zustimmungsrate von 77 Prozent entspricht den Ergebnissen der Studie aus 2001.

79 Prozent stimmten zu, dass der Vorfall durch den Tatausgleich bereinigt wurde und
ebenfalls 79 Prozent stimmten zu, dass sie mit der Vereinbarung im Tatausgleich zufrieden sind.

Mitarbeiter:innen wurden besonders gut beurteilt

94 Prozent der Opfer beurteilten die NEUSTART Mitarbeiter:innen als freundlich, 93 Prozent erlebten sie als respektvoll, 90 Prozent als engagiert, 91 Prozent als verlässlich und 90 Prozent als kompetent.

Bereits gute Ergebnisse von 2001 konnten teilweise übertroffen werden

Mit einer Zustimmung zu allen Fragen zur Zufriedenheit von mindestens 70 Prozent erwies sich der Tatausgleich erneut als gutes Angebot für Opfer. Durchgehend überdurchschnittlich hoch war die Zufriedenheit von Opfern aus dem Bereich Gewalt in Paarbeziehungen. Nur im Bereich Nachbarschaftskonflikte lag die Zufriedenheit von Opfern unter dem Durchschnitt.

Die Ergebnisse der Studie aus dem Jahr 2001 konnten bestätigt, teilweise sogar übertroffen werden. Besonders was die Kompetenz und Zuwendung der Mitarbeiter:innen von NEUSTART betraf, lagen die Werte über denen aus der Vorgängerstudie.

Diese Ergebnisse sind eine Bestätigung unserer Arbeit, wir werden die Studie aber auch zum Anlass nehmen, um in den Bereichen mit weniger hohen Zustimmungswerten Ansatzpunkte für Verbesserungen zu identifizieren.