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NEUSTART stellt Informationen auf dieser Website auch in einfacher Sprache zur Verfügung. Diese Informationen sind leicht zu finden und leicht zu verstehen. Nicht alle Texte sind so geschrieben. Aber es gibt solche Texte zu vielen wichtigen Themen. Wenn Sie dieses Zeichen sehen und darauf klicken, kommen Sie zu einem Text in einfacher Sprache.

Tipps für heikle Situationen

Wenn eine Angehörige oder ein Angehöriger beschuldigt oder verurteilt wird, etwas Verbotenes gemacht zu haben, finden Sie hier viele Informationen und Antworten. Auch wenn Sie gerade aus dem Gefängnis kommen, finden Sie hier Informationen. Außerdem finden Sie hier Informationen, wenn Sie Opfer von Kriminalität geworden sind.

Online-Beratung

Die NEUSTART Online-Beratung hilft Ihnen. Sie beantwortet Ihre Fragen mit einem E-Mail. Füllen Sie bitte das Kontakt-Formular aus und schreiben Sie Ihre Frage in die Nachricht. Schreiben Sie auch dazu, in welchem Ort und Bundesland Sie wohnen. Es ist nicht notwendig, dass Sie Ihren Namen dazuschreiben. Wir antworten auch auf anonyme Anfragen.


Interview mit NEUSTART Geschäftsführer Dr. Christoph Koss

Anlässlich des Symposiums „100 Jahre Republik Österreich" sprach NEUSTART Geschäftsführer Dr. Christoph Koss über Meilensteine auf dem Weg zu einer rationalen Strafrechtspolitik. |mehr|

Femizide: "Wir dürfen einfach nicht wegschauen!"

Betreuungsarbeit muss durch Zivilcourage ergänzt werden

 

Seit vielen Jahren setzen wir als Verein NEUSTART auf Gewalt-Prävention, begleiten Opfer zu Prozessen vor Gericht und arbeiten mit Tätern intensiv an Ursachen, Konsequenzen und Verantwortung. Auch Täterarbeit ist Opferschutz.

 

Unsere Geschäftsführung und Kolleginnen und Kollegen aus der Sozialarbeit und Verwaltung zeigen sich tief betroffen anlässlich des bereits elften Mordes an einer Frau in diesem Jahr. Bewährungshilfe für Straffällige und Prävention sind unsere Angebote, die dazu beitragen auch diese Form der Kriminalität in der Gesellschaft zu verringern.

 

1.275 laufende Betreuungen wegen häuslicher Gewalt

 

Bei unserer Arbeit mit Gewalttäterinnen und Gewalttätern orientieren wir uns an den Standards der opferschutzorientierten Täterarbeit. Das Angebot, insbesondere in der Betreuung gewaltbereiter Männer, wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut und professionalisiert. Opferschutzorientierte Täterarbeit, das heißt, die enge Vernetzung mit Gewaltschutzzentren, Einzelbetreuungen und 35 Antigewalttrainingsgruppen sind konkrete Maßnahmen zur Deeskalation bei häuslicher Gewalt. In solchen Fällen ist eine enge, abgestimmte Zusammenarbeit mit Justiz und Polizei sowie Opfer- und Gewaltschutzeinrichtungen von größter Bedeutung. Ganz wesentlich sind hier die sicherheitspolizeilichen Fallkonferenzen.

 

Das Gewaltschutzzentrum regt Bewährungshilfe und Anti-Gewalttraining bei Gericht an. Opferschutzorientierte Täterarbeit zeigt den Männern konstruktive Verhaltensalternativen zu Gewalt auf, begleitet sie engmaschig. Bei Gefahr in Verzug schalten wir als Verein NEUSTART die Behörden ein und informieren die Opferschutzeinrichtungen. Dabei legen wir in jeder Betreuung einen deutlichen Fokus auf die Verhinderung von Gewalt, setzen auf Verantwortungsübernahme und Verhaltensänderung der Täter. Strafe allein wirkt hier nicht. Jeder Fall von häuslicher Gewalt muss in eine verpflichtende Betreuung kommen. Verurteilungen ohne Weisung zur Therapie oder Bewährungshilfe lassen die Betreffenden mit ihrem Problem allein und sie haben daher eine erhöhte Rückfallsgefahr.

 

„Aus unserer über 60-jährigen Erfahrung wissen wir, dass konsequente Arbeit mit diesen Tätern ein wirksamer Opferschutz ist.", so Alfred Kohlberger, Geschäftsführer von NEUSTART.

 

Betreuung und Zivilcourage

 

„Es gibt hier kein Entweder-oder bei Opferhilfe und Täterarbeit: Opfer brauchen größtmögliche Unterstützung und Schutz. Gewalttäter müssen sich mit ihrer Tat, ihren zugrundeliegenden Haltungen und rigiden Verhaltensweisen auseinandersetzen, damit es zu keinen weiteren Opfern kommt", erläutert Dr. Christoph Koss, ebenfalls Geschäftsführer bei NEUSTART.


„Was wir aber auch brauchen, ist ein neues Bewusstsein in unserer Gesellschaft: Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt. Wir dürfen keine Form von Gewalt in unserer Gesellschaft, bei unseren Nachbarn tolerieren. Die Zivilcourage von uns allen ist in hohem Ausmaß gefragt. Lieber einmal zu viel die Behörden informieren, als einmal zu wenig. Nicht wegschauen!"


"Wir brauchen eine gesellschaftlichen Grundhaltung, dass Gewalt gegen Frauen, ob als Hass im Internet, Stalking oder physische und psychische Misshandlung, nicht verharmlost oder toleriert wird. Das beginnt in der Prävention, etwa in Schulen, setzt sich in der Bewusstseinsbildung zur Mobilisierung von Zivilcourage fort und geht über psychosoziale Prozessbegleitung und Opferschutz bis hin zu opferschutzorientierter Täterarbeit.", meint Dr. Koss.

 

Der Originaltext wurde am 06.05.2021 als Presseaussendung veröffentlicht. Die OTS-Meldung kann hier nachgelesen werden.

 

 

 

 

Betreuen während Corona 

 

In diesen herausfordernden Zeiten brauchen unsere Klientinnen und Klienten Orientierung und Unterstützung. Wir haben uns deshalb entschieden, unter Beachtung der aktuellen Schutz- und Sicherheitsbestimmungen, weiterhin auf persönliche Kontakte in der Betreuung zu setzen.

 

 

So wird zum Beispiel in der Bewährungshilfe der Kontakt aufrechterhalten um etwaige Krisensituation durch den Lockdown zu entschärfen. Gerade in der Schule oder auch bei Konflikten im häuslichen Bereich, die zur Gewalt eskalieren, werden wir mit Schulsozialarbeit und Tatausgleich wie gewohnt agieren.

 


Im Zweifelsfall kann die örtlich zuständige Einrichtung kontaktiert werden, die gerne weiterhilft: NEUSTART Kontakte. Informationen zu den Schutzvorkehrungen in unseren Einrichtungen finden Sie hier.

 

 

 

VERNÜNFTIGE KRIMINALPOLITIK STATT EMOTIONALE SCHNELLSCHÜSSE - STATEMENT DES NETZWERKS KRIMINALPOLITIK 


Das Netzwerk Kriminalpolitik, das sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Justiz, Rechtsanwaltschaft, Sozialarbeit, Opfervertretung und Wissenschaft zusammensetzt, hat im Jahre 2017 einen „unstrittigen Grundkonsens" festgeschrieben, der über die Parteigrenzen hinweg gelten soll. Damit dieser nicht in Vergessenheit gerät, will das Netzwerk Kriminalpolitik angesichts der Ereignisse vom 2. November 2020 in Wien und den darauffolgenden politischen Reaktionen wesentliche Eckpunkte der Gebote in Erinnerung rufen (Erklärung Netzwerk Kriminalpolitik).

 

 

 

STELLUNGNAHME ZU GESETZESENTWURF TERROR-BEKÄMPFUNGS-GESETZ

 

Nach dem Terroranschlag am 2. November vorigen Jahres in der Wiener Innenstadt hatte die Bundesregierung bereits am 11. November 2020 ein Anti-Terror-Paket in Form einer umfangreichen Punktation vorgelegt. Zu wesentlichen Teilen dieses Pakets wurden kurz vor Weihnachten vier Gesetzesentwürfe in Begutachtung gegeben.

 

Zu drei dieser Gesetzesentwürfe hat NEUSTART Stellungnahmen abgegeben, die auf unserer Website hier nachgelesen werden können.

 

 

NeUSTART Deradikalisierungsarbeit

 

Aufgrund der jüngsten Ereignisse möchten wir auf unsere Deradikalisierungsarbeit hinweisen.

 

Hier finden Sie eine Übersicht über die Prinzipien und den Ablauf unserer Arbeit sowie eine Zusammenfassung der bisherigen Erfahrungswerte. 

 

 

 

Blog

Gewaltschutz gelingt nur gemeinsam

Mord an Frauen, sogenannte Femizide, könnten durch bessere Vernetzung verhindert werden. Wenn Justiz, Polizei, Organisationen für Opferschutz und Täterarbeit, zusammenarbeiten. |mehr|

Bewährungsstrafen und überfüllte Gefängnisse

Sobald es Überlegungen gibt, den Strafvollzug zu verändern oder weiterzuentwickeln, kommt reflexartig der Ruf nach härteren Strafen. Fakt ist, dass trotz jahrelang sinkender Kriminalität die Zahl … |mehr|

Wertschätzung bei Hass im Netz?

„Sie gehören ja auch zu denen und als nächstes wollen Sie mir klarmachen, warum ich ein Trottel bin!" Nicht gerade der beste Einstieg in eine Betreuungsbeziehung beim Programm Dialog statt Hass, … |mehr|

Aktuelles aus den Bundesländern

24.03.2021

Opferschutzorientierte Täterarbeit wird in der Steiermark durch aktive, professionelle Vernetzung und durch Kooperation zwischen Opferschutzeinrichtungen, Polizei, Justiz, Verein für Männer und …


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25.02.2021

NEUSTART Niederösterreichbetreut jährlich in zehn Justizanstalten verteilt über das ganze Bundesland betreut über 600 Klientinnen und Klienten im Rahmen der Haftentlassenenhilfe.

 

Gerade in …


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24.09.2020

Programm 2020/2021

 
Steuernde Sozialarbeit

17.10.2020, Steyr

 

Gericht und Bewährungshilfe

21.10.2020, Linz

 

Informationstag

14.11.2020, Wels

 

Trauma und die Folgen - Teil 1

21.11.2020, Wels

 

Del …

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