Wann und wie hat Sie Ihr beruflicher und/oder privater Weg in den NEUSTART Aufsichtsrat geführt?
Ich weiß den Anfang nicht mehr genau. Ich war zuerst Mitglied im Kuratorium und wurde dann in den Aufsichtsrat gewählt. Arno Pilgram hat mich dazu angeworben. Arno ist jemand, den ich seit meiner Zeit als Student kenne – und als Wissenschaftler respektiere. Und das Thema interessierte mich. Kriminalität hat sich ja in der Wahlforschung als ein Hauptthema des Rechtspopulismus erwiesen. Da wollte ich mehr Sachkenntnis.
Was bedeutet Ihr Engagement bei NEUSTART für Sie persönlich?
In erster Linie menschlich respektvoller Umgang, ein zusätzliches Kompetenzfeld das mich intellektuell bereichert und ich kann meine Management-Erfahrung aus 45 Jahren Selbständigkeit, als Geschäftsführer in Wissenschaft und NGO’s, hier einbringen. Und die Kompetenz die ich erworben habe, weil ich in meinem Leben bereits mehrfach an Firmensanierungen mitgearbeitet habe, werde ich hoffentlich nicht brauchen. Durch meine Tätigkeit bei NEUSTART lerne ich sehr viel, und ich habe das Gefühl, Sinnvolles zu tun.
Welche Anekdote, welches prägende Ereignis verbinden Sie mit NEUSTART? Gibt es einen Anlass, der Sie besonders berührt, bewegt oder beschäftigt hat?
Nein, so eine Anekdote gibt es nicht. Es ist einfach Teil meines Seins als Zoon politikon. Was mich beeindruckt ist die Kompetenz, die in den Konzepten steckt, das Hintergrundwissen und das Engagement für die Klient:innen. Die Kriminalstatistik ist etwas, das beschäftigt mich schon lange. Da gibt es viel, das in Österreich falsch rennt und das man besser machen könnte. Das ist für einen sozialwissenschaftlichen Methodiker ein gefundenes Fressen. Da kommt es vor, dass die Politik sich selbst und die Öffentlichkeit in die Irre führt.
Foto: IBA Wien/L. Schedl


