Bitte stell dich kurz vor.
Mein Name ist Sebastian Matzan ich bin 24 Jahre alt und wohne in Klagenfurt am Wörthersee.
Du warst bis vor Kurzem Langzeitpraktikant bei NEUSTART Kärnten. Für welches Studium brauchst du dieses Praktikum?
Ich studiere Soziale Arbeit an der FH Kärnten und befinde mich im fünften Semester. Im Zuge dieses Studiums darf ich zwei Praktika machen – ein kurzes mit 100 Stunden und ein großes mit 450 Stunden.
Warum wolltest du genau zu NEUSTART? Kanntest du uns schon vor deinem Studium?
Im Studium der Sozialen Arbeit lernt man viele verschiedene Klient:innengruppen kennen. Die Zielgruppe von NEUSTART hat mich dabei besonders interessiert. Je mehr ich mich mit NEUSTART beschäftigt habe, desto klarer wurde mir, dass ich mein Praktikum gerne hier machen möchte. Vor dem Studium kannte ich NEUSTART tatsächlich noch nicht.
Wie hat dein Praktikum insgesamt gedauert?
Ich habe mein Praktikum im September gestartet und war bis Ende November als Praktikant hier. Insgesamt 450 Stunden.
Welche unserer Dienstleistungen durftest du dabei kennenlernen?
Ich durfte bei der Bewährungshilfe, bei Klient:innen im elektronisch überwachten Hausarrest, in der Suchtprävention und bei der Vermittlung von gemeinnützigen Leistungen mitarbeiten. Außerdem hatte ich Einblicke in den Tatausgleich und den Opfer-Täter-Dialog.
Welche davon gefällt dir persönlich am besten und warum?
Das ist schwierig zu beantworten. Aktuell finde ich die Suchtprävention und das Angebot des Tatausgleichs sehr spannend. Aber auch die Bewährungshilfe ist ein interessanter Bereich. Besonders gefällt mir, dass NEUSTART ein so breites Spektrum an Angeboten hat – dadurch kann man als Praktikant:in viele verschiedene Bereiche kennenlernen.
Hand aufs Herz: Hat dich dein Studium gut auf die Praxis vorbereitet?
Ich glaube, nichts bereitet einen so gut auf die Praxis vor wie die Praxis selbst. Aber das Studium bietet einen guten theoretischen Rahmen, der einem den Einstieg in die praktische Arbeit erleichtert.
Was konntest du aus deinem Praktikum mitnehmen, das man in der Theorie weniger gut vermitteln kann?
Die Arbeit mit den Klient:innen. Jedes Gespräch bringt neue Erkenntnisse. Besonders am Anfang lernt man extrem viel. Man merkt schnell, dass man sich individuell auf jede Person vorbereiten muss und nicht nach einem vorgefertigten Schema arbeiten kann.
Wie können sich unsere Leser:innen ein Praktikum bei NEUSTART vorstellen? Wie sieht ein typischer Praktikumstag für dich aus? Gibt es den überhaupt?
Den typischen Praktikumstag gibt es eigentlich nicht. Man kann sich seine Termine gut selbst einteilen. Das heißt: Wenn man engagiert ist und Eigeninitiative zeigt, kann man viele Termine begleiten und aktiv mitarbeiten. Die Mitarbeiter:innen sind sehr bemüht, einem viel zu zeigen und ihr Wissen weiterzugeben.
Welche Aufgaben hast du bereits eigenständig übernommen und bei welchen warst du eher in einer begleitenden oder angeleiteten Rolle dabei?
Bei den meisten Aufgaben war ich am Anfang meines Praktikums noch begleitend dabei. Trotzdem durfte ich in der Suchtprävention schon erste Gespräche mit Klient:innen eigenständig führen. Auch Klient:innen Erhebungen durfte ich unter Anleitung der Sozialarbeiter:innen selbst durchführen.
Kannst du dir vorstellen, später hauptberuflich im Bereich Straffälligenhilfe Fuß zu fassen? Welche Bereiche innerhalb der Sozialen Arbeit interessieren dich noch?
Definitiv. Die Straffälligenhilfe – insbesondere die Bewährungshilfe – ist ein Bereich, der mich sehr interessiert und in dem ich mir gut vorstellen kann, später zu arbeiten. Darüber hinaus interessiert mich auch die Suchtarbeit.
Wie findest du persönlich Ausgleich zu deinem Studium?
Ausgleich finde ich im Sport und durch Zeit mit meiner Familie und Freunden. Das hilft mir, den Kopf frei zu bekommen und Energie zu tanken.
Gibt es sonst noch etwas, das du mit unseren Leser:innen teilen möchtest?
Ich kann jeder:m, die:der sich für Soziale Arbeit interessiert, ein Praktikum bei NEUSTART sehr empfehlen. Man bekommt hier nicht nur einen umfassenden Einblick in viele spannende Tätigkeitsbereiche, sondern wird auch als Praktikant:in ernst genommen und gut begleitet. Es ist eine wertvolle Erfahrung, die einen sowohl fachlich als auch persönlich weiterbringt.


