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Tipps für heikle Situationen

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EineR von fünf – Opferschutzorientierte Täterarbeit

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Seit vielen Jahren findet im Wien einmal jährlich eine interdisziplinäre Ringvorlesung an der Medizinischen Universität Wien währen der Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen" mit dem Titel „Eine von fünf" statt.

 

Pandemiebedingt musste die Ringvorlesung von Herbst 2020 auf Frühjahr 2021 verschoben werden. Im diesjährigen Fokus standen die „Täter" – Männer, die Gewalt gegen Frauen und Kinder ausüben und da insbesondere die opferschutzorientierte Täterarbeit. Nikolaus Tsekas, Leiter von NEUSTART Wien, erhielt am 19. Mai 2021 die Möglichkeit, unsere Angebote im Bereich Gewalt in Partnerschaften einem größeren Publikum im Rahmen der Ringvorlesung näher zu bringen.

 

Neben Prävention und Opferhilfe ist Täterarbeit ein wichtiger Baustein für einen verbesserten Opferschutz. Der Tatausgleich ist im Rahmen der Diversion seit Jahrzehnten eine sozialkonstruktive Maßnahme, Gewalt zu stoppen, denn „...der Tatausgleich entfaltet jedoch aufgrund der Auseinandersetzung des Täters mit dem Opfer eine kaum vergleichbare spezialpräventive Wirkung. Darüber hinaus ist der Tatausgleich jene diversionelle Maßnahme, die die Interessen des Opfers am besten berücksichtigt" (Erläuterungen zum Strafprozessrechtsänderungsgesetz 2014). Forschungsergebnisse belegen die Wirkung des Tatausgleichs: Beschuldigte werden weniger rückfällig und Opfer werden gestärkt.

 

In Wien arbeiten 13 hochspezialisierte Kolleginnen und Kollegen im Tatausgleich und achten auf die methodischen Besonderheiten in diesen Fällen, vor allem auf die notwendige Kooperation mit Opferschutzeinrichtungen. Mit der Bewährungshilfe bieten wir eine umfassende und langfristige Betreuung aufgrund einer Anordnung des Gerichts an. Ziel ist durch Normverdeutlichung, Verantwortungsübernahme und Deliktverarbeitung eine Verhaltens- und Einstellungsänderung zu erreichen.

 

Opferschutzorientierte Täterarbeit muss die Opferperspektive miteinbeziehen, die Zusammenarbeit mit Opferschutzeinrichtung ermöglicht einen Austausch zu einer verbesserten Risikowahrnehmung und damit zu einem mit den Behörden gut abgestimmten Vorgehen. Gewalt an Frauen und Kindern ist nicht zu tolerieren, die unterschiedlichen Fachrichtungen und Perspektiven ermöglichen eine umfassende Auseinandersetzung mit der Gewaltthematik. Es gibt kein „Entweder/oder", sondern nur ein „Sowohl als auch" bei Opferhilfe und Täterarbeit!

 

Weitere Infomationen zur Ringvorlesung EineR von fünf finden sich hier.

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