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Justiz hautnah - Bundesministerin Dr. Alma Zadić zu Gast bei NEUSTART Wien

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Bundesministerin Dr. Alma Zadić besucht derzeit österreichweit Menschen, die in ihrer Arbeit unmittelbar von den Entscheidungen in der Justizpolitik betroffen sind. So war sie am 17. August 2020 nach ihrem Besuch im Juli bei NEUSTART in St. Pölten auch zu Gast bei NEUSTART Wien, um mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern Gespräche über die Praxis zu führen und dabei mehr über die Auswirkungen ihrer Initiativen zu erfahren. Auf der Tagesordnung standen die Themen Deradikalisierung, Anti-Gewalt-Training und Tatausgleich bei häuslicher Gewalt. Dabei wurden am Beispiel von einzelnen Fällen aus der Praxis die Zweckmäßigkeit der bei NEUSTART üblichen Standards diskutiert.


Johannes Zündel BA, Deradikalisierungsexperte von NEUSTART, sprach über das Ziel, eine nachhaltige Verhaltensänderung bei den Klientinnen und Klienten zu bewirken. Er erklärte, dass die Betreuung nur dann erfolgreich sein kann, wenn auch die Ursachen für die Radikalisierung bearbeitet werden und unterstrich hier die Sehnsucht vieler junger Personen nach Wertschätzung. Bundesministerin Zadić zeigte an diesem Thema großes Interesse und erkundigte sich konkret nach Möglichkeiten, wie die Politik die Deradikalisierung von jungen Menschen unterstützen kann.


Als nächstes präsentierte Alexandra Lidl, Leiterin von Anti-Gewalt-Trainings in Wien, die Auswahlverfahren bei der Zusammensetzung der Teilnehmenden und wie die Gruppensituation in den Anti-Gewalt-Trainings den Klientinnen und Klienten dabei helfen kann, Verantwortung für ihr gewalttätiges Handeln zu übernehmen und gewaltfreie Bewältigungsstrategien für kritische Lebenssituationen zu erlernen.


Zuletzt sprach Elisabeth Peinhaupt MSc, Mitarbeiterin im Tatausgleich, über ihre Erfahrungen bei der Ermächtigung von Frauen im Tatausgleich, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden. Sie erklärte, dass der sofortige Gewaltstopp, die Sicherheit und Stärkung der Opfer und die Verhaltensänderung beim Beschuldigten immer im Fokus des Tatausgleichs bei häuslicher Gewalt stehen.


Bundesministerin Zadić nahm sich die Zeit, um Chancen aber auch Herausforderungen in der täglichen Praxis von NEUSTART kennenzulernen. Über ihren Besuch bei NEUSTART Wien sagte die Justizministerin: „Gewalt erleben wir im Netz, im öffentlichen und vor allem auch im privaten, häuslichen Raum. Als Gesellschaft müssen wir uns dieser annehmen! NEUSTART ist eine wichtige Einrichtung, die Unterstützung und Lösung bietet, wenn es um Bewältigung von Konflikten geht. Mit intensiver Arbeit mit Täterinnen und Tätern tragen sie auch wesentlich zur Senkung der Kriminalitätsrate bei".

 

 

Am Bild zu sehen (v.l.n.r.): Mag. Klaus Priechenfried, Leiter NEUSTART Wien, Alexandra Lidl, Johannes Zündel BA, Dr. Alma Zadić LL.M., Elisabeth Peinhaupt MSc und Nikolaus Tsekas, Leiter NEUSTART Wien

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