Cookies akzeptieren
Wir verwenden Cookies für eine optimale Nutzererfahrung, Media Sharing und um Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr darüber erfahren

Tipps für heikle Situationen

Wenn eine Angehörige oder ein Angehöriger beschuldigt oder verurteilt wird, etwas Verbotenes gemacht zu haben, finden Sie hier viele Informationen und Antworten. Auch wenn Sie gerade aus dem Gefängnis kommen, finden Sie hier Informationen. Außerdem finden Sie hier Informationen, wenn Sie Opfer von Kriminalität geworden sind.

Online-Beratung

Die NEUSTART Online-Beratung hilft Ihnen. Sie beantwortet Ihre Fragen mit einem E-Mail. Füllen Sie bitte das Kontakt-Formular aus und schreiben Sie Ihre Frage in die Nachricht. Schreiben Sie auch dazu, in welchem Ort und Bundesland Sie wohnen. Es ist nicht notwendig, dass Sie Ihren Namen dazuschreiben. Wir antworten auch auf anonyme Anfragen.

NEUSTART Befragungen 2019: Die Ergebnisse im Überblick

Zurück zur Übersicht

NEUSTART hat 2019 wieder drei Befragungen durchgeführt oder in Auftrag gegeben, die aufzeigen, wie unsere Arbeit und unser Beitrag für die Gesellschaft von relevanten Personengruppen und der österreichischen Bevölkerung wahrgenommen werden. Eine Schlüsselkunden- und Opinionleader-Befragung, eine repräsentative Imagebefragung von 2.624 Österreicherinnen und Österreichern durch das Institut INTEGRAL und eine Befragung zur Zufriedenheit der Klientinnen und Klienten.


Schlüsselkunden- und Opinionleader-Befragung 2019


Der befragte Personenkreis setzte sich aus 1.323 Auftraggeberinnen und Auftraggebern, Zuweiserinnen und Zuweisern, Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern, der Fachöffentlichkeit sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Medien und Politik zusammen.


89 Prozent der direkten Stakeholderinnen und Stakeholder bescheinigen der Arbeit von NEUSTART einen Nutzen für die eigene Arbeit. 92 Prozent der am Gericht Tätigen, 93 Prozent der Auftraggeberinnen und Auftraggeber und 82 Prozent der Vertreterinnen und Vertreter der qualifizierten Öffentlichkeit haben laut eigener Aussage einen beruflichen Nutzen durch NEUSTART.


Die wichtigsten Wirkungen, die die Arbeit von NEUSTART erzielen sollte, sind laut den Befragten die „Reintegration der Klientinnen und Klienten" (40 Prozent), der „Beitrag zur öffentlichen Sicherheit" (27 Prozent), die „Schaffung von Alternativangeboten zu herkömmlichen Strafen" (16 Prozent) und der „Beitrag zur Bewusstseinsbildung im Sinn von Restorative Justice" (16 Prozent). Die Erfüllung dieser Erwartungen wird von 98 Prozent der Stakeholderinnen und Stakeholder mit „sehr zufriedenstellend" oder „zufriedenstellend" bewertet.


100 Prozent Zufriedenheit besteht mit den sozialarbeiterischen Dienstleistungen. 68 Prozent beurteilen diese als „sehr zufriedenstellend", 32 Prozent als „zufriedenstellend". Die Teilnahme am öffentlichen kriminalpolitischen Diskurs wird als „ausreichend" bis „zufriedenstellend" beschrieben.


Wesentliche Qualitätsmerkmale wie Verlässlichkeit, die Orientierung am beruflichen Bedarf der Befragten, die Innovationsbereitschaft, das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Image in der Öffentlichkeit werden jeweils von mehr als 96 Prozent der Befragten mit „sehr gut" oder „eher gut" bewertet.


Nur fünf Prozent der Stakeholderinnen und Stakeholder sehen Verbesserungsbedarf bei den Dienstleistungen. Auf die Frage, in welchen Bereichen NEUSTART künftig aktiv werden sollte, antworteten sie: Gewaltprävention bei häuslicher Gewalt (87 Prozent), Schulsozialarbeit (67 Prozent), Vermittlung gemeinnütziger Leistungen bei Verwaltungsstrafen (65 Prozent), Wohnprojekt (62 Prozent), Gerichtshilfe für Erwachsene (60 Prozent), elektronisch überwachter Hausarrest bei Verwaltungsstrafen (60 Prozent), Suchtprävention (60 Prozent), Arbeitsprojekte (48 Prozent) und mehr Medienarbeit (51 Prozent).


Eine überwiegende Mehrheit der befragten Auftraggeberinnen, Auftraggeber, Zuweiserinnen und Zuweisern betrachtet NEUSTART als „unverzichtbaren Partner" (63 Prozent) beziehungsweise „nahezu unverzichtbaren Partner" (32 Prozent).


Imagebefragung 2019/2020


Das Institut INTEGRAL hat von November 2019 bis Jänner 2020 ein repräsentatives Sample aus 2.624 Österreicherinnen und Österreichern online zu NEUSTART befragt. Ein Viertel davon kennt den Verein NEUSTART. Befragten im Alter von 30-49 Jahren und jenen mit höherem Bildungsabschluss (Matura/Studium) ist NEUSTART tendenziell häufiger ein Begriff. Am bekanntesten ist NEUSTART in Salzburg (41 Prozent) und Vorarlberg (40 Prozent).


Sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern attestieren der Arbeit des Vereins NEUSTART einen Nutzen für die Gesellschaft. In der Gruppe der Befragten mit höherem Bildungsabschluss gilt das sogar für 71 Prozent.


Die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass die Arbeit von NEUSTART eine präventive Wirkung hinsichtlich Kriminalität hat. 21 Prozent bewerten diese Wirkung als hoch. Auch hier sind höher Gebildete etwas überzeugter (25 Prozent). Die größte Wirkung sehen Kärntnerinnen und Kärntner (56 Prozent) und Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher (53 Prozent).


Sechs von zehn Befragten würden anderen raten, sich bei einem Konflikt mit dem Gesetz an NEUSTART zu wenden.


Klientinnen- und Klientenbefragung 2019


Mit dieser Befragung wird regelmäßig die Zufriedenheit der Klientinnen und Klienten insgesamt und auf Dienstleistungsebene erhoben. Dabei zeigte sich auch dieses Mal eine hohe Zufriedenheit über alle Dienstleistungen hinweg. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter wurden von 99 Prozent als engagiert wahrgenommen. Auch die Verlässlichkeit wird nach wie vor sehr gut bewertet, nämlich von 98 Prozent der Befragten. Ebenfalls konstant hoch ist das Ergebnis bei der Erreichbarkeit, die von 97 Prozent positiv bewertet wurde. Fast alle Klientinnen und Klienten fühlen sich respektvoll behandelt. Sieben von zehn wissen, wohin sie sich mit Beschwerden wenden könnten.


Insgesamt sind neun von zehn Klientinnen und Klienten mit der Unterstützung durch die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sehr zufrieden. Die Aussage „Sie/Er nahm sich ausreichend Zeit für mich" erhielt etwa einen Zustimmungswert von 98 Prozent. 88 Prozent der Opfer waren mit der Unterstützung durch die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter während des Tatausgleichs zufrieden, bei den Beschuldigten liegt dieser Wert bei 86 Prozent. In der Bewährungshilfe waren 94 Prozent der Betreuten zufrieden, beim elektronisch überwachten Hausarrest 98 Prozent und bei der Haftentlassenenhilfe 89 Prozent.


Zwei von drei Personen sehen durch die Hilfe von NEUSTART eine positive Veränderung in ihrem Leben. Die höchste Zustimmung gibt es hier beim elektronisch überwachten Hausarrest, wo 99 Prozent der Befragten diese Ansicht teilen.


Spezielle Aspekte einzelner Dienstleistungen wurden wir folgt bewertet: Bei der Bewährungshilfe sahen 90 Prozent ihr Leben in den Bereichen Lebensunterhalt, Unterkunft und Familie abgesichert. Im Bereich Arbeit gilt das für 77 Prozent. 94 Prozent erlebten in der Betreuung eine Bearbeitung der Straftat. 90 Prozent schätzen sich selbst als nicht rückfallgefährdet ein. Beim elektronisch überwachten Hausarrest wird die Rückfallwahrscheinlichkeit noch niedriger eingeschätzt. Auch die Deliktverarbeitung wurde bei dieser Dienstleistung geringfügig häufiger wahrgenommen. Bei der Haftentlassenenhilfe gestaltet sich die psychosoziale Lage nach der Betreuung schlechter als bei der Bewährungshilfe. Nur 42 Prozent fühlten sich beispielsweise im Bereich Arbeit abgesichert. Mit den im Tatausgleich getroffenen Vereinbarungen waren 91 Prozent der Beschuldigten und 92 Prozent der Opfer zufrieden. Beide Gruppen erlebten zu rund 90 Prozent den Konflikt am Ende als bereinigt. 89 Prozent der Klientinnen und Klienten, die gemeinnützige Leistungen erbracht haben, sind der Meinung, von dieser Verpflichtung persönlich profitiert zu haben. Im Finanzstrafverfahren gilt das sogar für 98 Prozent der Befragten.

powered by webEdition CMS