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Tipps für heikle Situationen

Wenn eine Angehörige oder ein Angehöriger beschuldigt oder verurteilt wird, etwas Verbotenes gemacht zu haben, finden Sie hier viele Informationen und Antworten. Auch wenn Sie gerade aus dem Gefängnis kommen, finden Sie hier Informationen. Außerdem finden Sie hier Informationen, wenn Sie Opfer von Kriminalität geworden sind.

Online-Beratung

Die NEUSTART Online-Beratung hilft Ihnen. Sie beantwortet Ihre Fragen mit einem E-Mail. Füllen Sie bitte das Kontakt-Formular aus und schreiben Sie Ihre Frage in die Nachricht. Schreiben Sie auch dazu, in welchem Ort und Bundesland Sie wohnen. Es ist nicht notwendig, dass Sie Ihren Namen dazuschreiben. Wir antworten auch auf anonyme Anfragen.

Unsere Ehrenamtlichen sind wichtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Eine wichtige Zielsetzung unserer Arbeit mit Straftäterinnen und Straftätern ist, der Entfremdung zwischen Straftäterinnen, Straftätern und Gesellschaft entgegenzuwirken. Um die Integrationschancen für Straftäterinnen und Straftätern zu erhöhen, brauchen wir die Mitarbeit von engagierten Bürgerinnen und Bürgern. 

 

Ehrenamt Bewährungshilfe

Ehrenamtliche Betreuung ist von jeher integraler Bestandteil unserer professionellen Straffälligenhilfe. Sie trägt mit dazu bei, dass in der Gesellschaft ein realistisches Bild von Kriminalität entstehen kann, Vorurteile abgebaut werden und die Wahrscheinlichkeit neuerlicher Straffälligkeit der zu betreuenden Personen stark verringert wird. Ehrenamtliche Bewährungshelferinnen und -helfer erweitern unser Potenzial an Betreuungs- und Bezugspersonen und erschließen darüber hinaus lokale Ressourcen, die professionellen Helferinnen und Helfern oft nicht im gleichen Ausmaß zugänglich sind.

 

Langfristige Aufgabe mit professioneller Unterstützung

Bewährungshilfe unterstützt Straftäterinnen und Straftäter dabei, zukünftig ein delikt- und straffreies Leben zu führen. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen straffällig gewordene Personen Unterstützung: zur Absicherung ihrer Existenzgrundlagen und zur konstruktiven Auseinandersetzung mit ihrem Deliktverhalten. Darüber hinaus geben Bewährungshelferinnen und -helfer Hilfestellung für die notwendigen Veränderungen im Leben. Das bedeutet: regelmäßige persönliche Kontakte mit den zu betreuenden Personen während eines Zeitraums von etwa drei Jahren.

 

Ehrenamtliche werden in ihrer Betreuungstätigkeit durch eine hauptamtliche Kollegin oder einen Kollegen angeleitet und unterstützt. Ein wesentlicher Teil findet in monatlichen Teambesprechungen statt. Die Ehrenamtlichen sind durch das Gesetz den Hauptamtlichen in ihren Rechten und Pflichten bei der Durchführung ihrer Tätigkeit gleichgestellt. Weil für eine gelungene Wiedereingliederung in die Gesellschaft die solide Vertrauensbasis zwischen Betreuungsperson und Betreutem ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist, findet ein Wechsel nur unter besonderen Umständen statt (zum Beispiel Übersiedlung des Probanden). Als Ersatz für die entstehenden Unkosten erhalten ehrenamtliche Bewährungshelferinnen und -helfer eine pauschalierte Aufwandsentschädigung für ihre Tätigkeit.

So werden Sie Ehrenamtliche oder ehrenamtlicher: Voraussetzungen

Wer als ehrenamtliche Bewährungshelferin oder Bewährungshelfer tätig werden möchte, sollte neben dem persönlichen Interesse an der Mitarbeit und sozialem Engagement folgendes mitbringen:

 

  • Mindestalter 24 Jahre
  • Unbescholtenheit vor dem Gesetz
  • Psychische Stabilität und stabile Lebensumstände
  • Toleranz gegenüber gesellschaftlichen Randgruppen und fremden Kulturen
  • Werthaltungen, die mit unserem Leitbild von NEUSTART im Einklang stehen
  • Fähigkeit zur Reflexion der persönlichen Motive und Handlungen
  • Gute verbale und schriftliche Ausdrucksfähigkeit
  • Verlässlichkeit und Sorgfalt
  • Lernbereitschaft
  • Bereitschaft, für mehr als drei Jahre die Betreuung von mehreren Klientinnen und Klienten zu übernehmen. Laut Gesetz dürfen von einer Ehrenamtlichen oder einem Ehrenamtlichen jeweils maximal fünf Klientinnen und Klienten betreut werden.


Über die Aufnahme ehrenamtlicher Bewährungshelferinnen und -helfer entscheidet die Einrichtungsleitung der Region, in der die Tätigkeit durchgeführt wird. Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme sehr freuen. Die Einrichtungsleiterinnen und -leiter in Ihrer Region stehen Ihnen für nähere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Man kann ehrenamtlich bei NEUSTART arbeiten

 

Ein wichtiges Angebot von NEUSTART ist die Arbeit mit Straftäterinnen und Straftätern. Wir arbeiten daran, dass sie sich nicht von der Gesellschaft entfremden. Entfremden heißt, sich auseinanderleben. Sie sollen also in der Lage sein, ein Teil der Gesellschaft zu bleiben, obwohl sie eine Straftat begangen haben. Ein Beispiel für die Arbeit mit straffälligen Menschen ist die Bewährungshilfe. Dabei helfen uns Bürgerinnen und Bürger aus der Gesellschaft. Sie arbeiten ehrenamtlich bei uns. Das heißt, dass sie nicht hauptberuflich bei NEUSTART arbeiten. Das ist aber nur beim Angebot Bewährungshilfe so. Bei allen anderen Angeboten arbeiten nur hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit.

Ehrenamtliche Bewährungshilfe

 

Das Ehrenamt war schon immer ein wichtiger Teil unserer Arbeit mit Straffälligen. Dabei arbeiten Menschen aus der Gesellschaft bei uns mit. Diese Menschen nennen wir Ehrenamtliche. Sie sind nicht hauptamtlich bei uns angestellt. Menschen, die hauptamtlich bei uns arbeiten, nennen wir Hauptamtliche.

 

Ehrenamtliche verstehen Kriminalität besser, weil sie bei uns arbeiten. Das führt dazu, dass die Ehrenamtlichen weniger Vorurteile haben. Die Ehrenamtlichen reden mit anderen Menschen darüber. Dadurch werden auch die Vorurteile von diesen Menschen weniger. Das heißt, die Vorurteile werden in der ganzen Gesellschaft weniger. Außerdem helfen die Ehrenamtlichen vielen straffälligen Menschen. Diese straffälligen Menschen machen dadurch seltener noch einmal etwas Verbotenes. Das Ehrenamt hilft also der ganzen Gesellschaft.

 

Die Ehrenamtlichen wohnen und arbeiten oft in Gegenden, wo es keine Hauptamtlichen gibt. So können wir Menschen im ganzen Land helfen.

Ehrenamtlichen helfen mehrere Jahre lang

 

Die Bewährungshilfe hilft straffälligen Menschen dabei, nichts Verbotenes mehr zu tun. Diese Hilfe bekommen sie von einer Bewährungshelferin oder einem Bewährungshelfer. Diese arbeiten hauptamtlich oder ehrenamtlich bei NEUSTART. Sie helfen den Straffälligen zum Beispiel dabei, dass sie alles haben, was sie zum Leben brauchen. Nämlich Arbeit, eine Wohnung und so weiter. Außerdem müssen die Straffälligen ihr Leben ändern, damit sie straffrei bleiben. Deshalb muss sich die Bewährungshelferin oder der Bewährungshelfer regelmäßig mit ihnen treffen. Die Betreuung dauert ungefähr drei Jahre. Es ist wichtig, dass es Vertrauen zwischen der Bewährungshelferin oder dem Bewährungshelfer und den Straffälligen gibt. Deshalb wird die oder der Straffällige die ganze Zeit von derselben Person betreut. Die Bewährungshelferin oder der Bewährungshelfer wird nur gewechselt, wenn zum Beispiel jemand umzieht. Wenn man ehrenamtlich bei NEUSTART arbeiten will, muss man bereit sein, einen Menschen längere Zeit zu betreuen.

Hauptamtliche helfen den Ehrenamtlichen dabei

 

Alle Ehrenamtlichen werden von einer oder einem Hauptamtlichen unterstützt. Dafür gibt es jeden Monat eine Team-Besprechung. Die Ehrenamtlichen haben dieselben Rechte und Pflichten wie Hauptamtliche. Das steht im Gesetz.

 

Als Aufwandsentschädigung bekommen Ehrenamtliche einen fixen Geld-Betrag.

So kann man ehrenamtlich bei NEUSTART arbeiten

 

Wen man ehrenamtlich bei NEUSTART arbeiten will, muss man sich für unsere Arbeit interessieren. Außerdem muss man sich gerne für soziale Themen einsetzen. Wir setzen die folgenden Dinge voraus:

 

  • Mindest-Alter 24 Jahre
  • Unbescholtenheit vor dem Gesetz
  • psychische Stabilität und stabile Lebens-Umstände
  • Toleranz gegenüber gesellschaftlichen Rand-Gruppen und fremden Kulturen
  • Werthaltungen, die mit dem Leitbild von NEUSTART im Einklang stehen
  • Fähigkeit zur Reflexion der persönlichen Motive und Handlungen
  • gute verbale und schriftliche Ausdrucks-Fähigkeit
  • Verlässlichkeit und Sorgfalt
  • Lern-Bereitschaft
  • Bereitschaft, für mehr als drei Jahre die Betreuung von bis zu fünf Menschen zu übernehmen

 

Ob man genommen wird, entscheiden die Leiterinnen und Leiter unserer Einrichtungen. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich in der Region, wo sie helfen wollen. Hier finden Sie die Kontakte.

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