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Blog und Diskussion

Nachbesserungen für Opfer von Gewalt in der Familie

Nikolaus Tsekas - 30.9.2020 11:03

Seit Beginn der Corona-Maßnahmen gibt es Unstimmigkeiten in der Deutungshoheit über die Entwicklung von Gewalt im sozialen Nahraum. Die Frage, ob privater Rückzug zu einer erhöhten Gefährdung führt, muss eindeutig bejaht werden. Ob deswegen Gewalt deutlich steigt ist schon aufgrund der Zahlenlage nicht mehr so sicher zu beantworten. Durchaus erfreulich sind die zuletzt veröffentlichten Zahlen, dass kein massiver Anstieg der Fälle nachweisbar ist. Das gilt allerdings nicht für das Dunkelfeld. Darüber können wir nur spekulieren. Diese Diskussion geht aber an der realen Bedürftigkeit von Betroffenen von Gewalt in der Familie vorbei, denn da zählt nur, dass Gewalt beendet wird. Seit vielen Jahren wissen wir, dass jede fünfte Frau im Lauf ihres Lebens von häuslicher Gewalt betroffen ist. Das ist leider keine neue Erkenntnis und dass „zu Hause" ein gefährlicher Ort ist, wissen wir auch.

 

Das Gesundheitsministerium hat verbesserte Maßnahmen im Gesundheitsbereich präsentiert, um Opfern bessere Unterstützung anbieten zu können. Das ist ein wichtiger und notwendiger Schritt, ebenso wie mehr Ressourcen für Frauen- und Opferschutzeinrichtungen. Ohne Bemühungen der intensiven Bearbeitung in der Täterarbeit wird aber ein wichtiger Teil übersehen. Das ist zwar nicht populär, aber eine Verleugnung dieser Tatsache schützt kein Opfer.

 

Nehmen wir Opferschutz ernst, müssen wir auch opferschutzorientierte Täterarbeit, wie sie von NEUSTART österreichweit angeboten wird, forcieren und ausbauen. Die professionelle Kooperation und der regelmäßige Austausch zwischen Opferschutzeinrichtungen und NEUSTART verbessern die Möglichkeiten zur Deeskalation, um neuerliche Gewalt zu vermeiden. Darüber hinaus benötigt erhöhter Opferschutz die gute Vernetzung mit Polizei und Justiz. All das sind wichtige Säulen zu Nachbesserungen für Opfer von Gewalt in der Familie.

 

Nikolaus Tsekas ist Leiter von NEUSTART Wien 1

 

 

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