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Blog und Diskussion

Härtefallfonds gegen Armutsentwicklung

Alfred Gschwendner - 27.5.2020 09:51

Österreichweit sind derzeit 14,3 Prozent der Bevölkerung armuts- und damit verbunden ausgrenzungsgefährdet. Die Corona-Krise hat die schwierige soziale und wirtschaftliche Situation dieser Menschen noch akut verschärft. Denn besonders hart trifft sie Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. In vielen Bereichen der Wirtschaft wurden rasche Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen gestartet und Gelder relativ unbürokratisch freigegeben.

 

Die Armutskonferenz fordert daher auch als Präventionsmaßnahme im Bereich der Armutsentwicklung rasche Hilfe: einen sozialen und ökonomischen Schutzschirm für Armutsbetroffene, damit sich Armut nicht verfestigt und zu einer sozialen Krise ausweitet. Viele unserer Klientinnen und Klienten im Bereich der Bewährungshilfe und Haftentlassenenhilfe fallen in diese Zielgruppe und sind in den letzten Monaten mit massiven Einschränkungen und Schwierigkeiten in wichtigen Lebensbereichen konfrontiert.

 

Einige Beispiele, mit welchen Problemen unsere Klientinnen und Klienten durch die Corona-Krise konfrontiert sind: Viele arbeitende Klientinnen und Klienten haben ihre Arbeitsstelle verloren, aber keinen AMS-Anspruch, da sie nur auf Werkvertragsbasis oder in geringfügiger Beschäftigung gearbeitet haben. Einige Klientinnen und Klienten konnten zwar ihre Arbeitsstellen beibehalten, jedoch ihre Partnerinnen oder Partner nicht. Das Haushaltseinkommen hat sich bei gleichbleibend hohen Zahlungsverpflichtungen dadurch teilweise massiv verringert. Wohnungssuchende- und obdachlose Klientinnen und Klienten halten sich häufig für bestimmte Zeiträume bei Bekannten und Freundinnen oder Freunden auf. Während der Krise war das nicht möglich, da die Unterkunft-Gebenden Anzeigen wegen Verstößen gegen das Meldegesetz riskierten oder bereits erhalten haben. Wegen finanzieller Engpässe haben Klientinnen und Klienten zumeist wenig Telefonguthaben und konnten daher nicht einmal, wie erforderlich, bei Ämtern, Behörden, Organisationen, Bekannten oder Verwandten anrufen. Die Beispiele zeigen, dass effektive Soforthilfe in Form eines sozialen Härtefallfonds dringend notwendig ist. Es braucht zudem wieder eine Form der Mindestsicherung, die von Armut Betroffene nicht zu Bittstellerinnen und Bittstellern macht.

 

Alfred Gschwendner ist Leiter von NEUSTART Kärnten

 

 

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