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Blog und Diskussion

Rowdys, Halbstarke, Bandenbildung: deshalb NEUSTART

Mag. Dorit Bruckdorfer - 11.12.2019 12:30

In der Nachkriegszeit, Mitte der 1950er-Jahre, stieg die Jugendkriminalität in der „vaterlosen" Gesellschaft. Auf abweichendes Verhalten wurde damals mit Gefängnis, Arbeitshaus, Irrenhaus und Erziehungsheim reagiert. Dort wurde streng gestraft, Jugendliche wurden in Korrektionszellen gesteckt und misshandelt. Über dreihundert Heimzöglinge der Bundesanstalt für Erziehungsbedürftige Kaiser-Ebersdorf revoltierten im Jahr 1952 und gaben den Anstoß, einen alternativen Umgang mit Kriminalität zu überlegen. Daraus wurde 1957 die Arbeitsgemeinschaft Bewährungshilfe, die mit einem vierköpfigen Team aus ehrenamtlich Arbeitenden begann. In über sechzig Jahren entwickelte sich der gemeinnützige Verein NEUSTART mit heute rund 600 Hauptamtlichen und fast 1.000 Ehrenamtlichen.

 

608.000 Menschen wurden seither betreut. Alle Altersgruppen, von 14-Jährigen bis zu 80-Jährigen, Frauen und Männer. Täterinnen, Täter und Opfer aus allen Bildungsschichten. Mit Bewährungshilfe, beim Tatausgleich, bei gemeinnütziger Arbeit, mit der Fußfessel, bei Arbeitstrainings, in betreuten Wohnungen, nach der Haftentlassung und präventiv. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in der Wiener Zeitung vom 11. Juni 1965 noch als „Schutzengel" bezeichnet, sind längst schon ausgebildete Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die nach von NEUSTART entwickelten Qualitätsansprüchen und -standards betreuen.

 

Die Idee des Vereins wurde in sechs Jahrzehnten mit verschiedenen Claims transportiert. „Helfen statt strafen", „Unsere Hilfe schafft Sicherheit.", „Leben ohne Kriminalität. Wir helfen." Leitgedanke war und ist, dass Menschen sich zum Besseren ändern können, wenn sie die Chance dazu bekommen und dabei unterstützt werden. Univ.-Prof. Dr. Erwin Ringel, viele Jahre Obmann des Vereins, sagte: „Wer einen Menschen bessern will, der muss ihn zuerst als Menschen respektieren." Gründungsteam-Mitglied Dr. Olga Schaendlinger wurde in der österreichischen Tageszeitung Express mit den Worten zitiert: „Man braucht doch jemanden."

 

Für unsere haupt- und ehrenamtlichen Profis heißt das: sich einfühlen können, wissen, wo man ansetzen muss und professionell helfen. Respektvoll der Täterin und dem Täter als Mensch gegenüber, aber aufmerksam und konsequent in der Bearbeitung der Tat und ihrer Ursachen. Damit Straffällige ihr Verhalten ändern und rückfallfrei bleiben können. Damit es keine weiteren Opfer gibt. Die Wende zum Guten nennen wir das heute.

 

Mag. Dorit Bruckdorfer ist NEUSTART Redakteurin

 

 

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