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Blog und Diskussion

Asylwerber: Illegalität verhindern

Jürgen Kaiser MBA - 26.8.2015 09:40

Seit Monaten beschäftigt uns eine Tragödie, die sich direkt vor unserer Haustür abspielt. Tag für Tag ähnliche Berichte voller Trostlosigkeit. Menschen auf der Flucht suchen Schutz in Europa, unter anderem auch bei uns. Und sie treffen auf absolute Überforderung angesichts der Masse an Menschen und auf Ablehnung; aber auch auf eine große Anzahl von Menschen, die bereit sind, etwas zu tun.


NEUSTART fordert seit Langem, Perspektiven für Asylwerber durch einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu schaffen. Derzeit ist der Weg zu legaler Arbeit für Asylwerber während ihres Asylverfahrens stark eingeschränkt. Nach dem geltenden Ausländerbeschäftigungsgesetz können sie zwar grundsätzlich drei Monate ab Antragstellung eine Beschäftigungsbewilligung erhalten, jedoch ist diese Möglichkeit nur auf Saisonbeschäftigungen in den Bereichen Tourismus und Landwirtschaft beschränkt.


Sich in dieser Situation auf den Staat allein zu verlassen ist aber zu wenig. Ich halte es für wichtig, dass jede und jeder von uns auch etwas beiträgt, macht, gibt, tut. Seien es Geld, Sachspenden oder konkrete Face-to-Face-Unterstützung, um ein Abgleiten in die Illegalität zu verhindern.


Jürgen Kaiser MBA ist Leiter des Zentralbereichs Sozialarbeit von NEUSTART



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Zu diesem Beitrag gibt es |2 Kommentare|

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Kommentare zu diesem Beitrag:

O schrieb am 31.08.2015 14:27

Bei all den Betrachtungen und Diskussionen zur Asylbewerber darf der eigene Bürger nicht vergessen werden. mfg o

O schrieb am 31.08.2015 13:55

Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Gründe zur Flucht gibt es genug: Verfolgung, Folter, Vergewaltigung, Krieg und Bürgerkrieg, drohende Todesstrafe – um nur die wichtigsten zu nennen. Viele Flüchtlinge versuchen in die Europäische Union zu fliehen, denn dort haben sie Anspruch auf Asyl – zumindest viele von ihnen. Unter Asyl versteht man einen Zufluchtsort oder einen Unterschlupf, in dem man sicher ist vor Gefahr und Verfolgung. Ein Recht auf Asyl haben Menschen, die in ihrem eigenen Land um ihr Leben oder ihre Freiheit fürchten müssen. Und das nicht, weil sie Verbrecher sind, oder etwas Unrechtes getan haben. In manchen Ländern genügt es schon der falschen Rasse, Religion oder politischen Gruppierung anzugehören, um um sein Leben fürchten zu müssen. In Österreich gehört das Asylrecht zu den Grundrechten eines jeden Menschen. Das heißt, in unserer Verfassung steht "jeder Mensch hat einen Anspruch auf Asyl in Österreich Aber nur, wenn der Heimatstaat die Menschen nicht ausreichend schützen kann, oder selber der Auslöser für die Flucht ist.
Um Asyl beantragen zu können, müssen Flüchtlinge aber erst einmal nach Europa kommen. Gar nicht so einfach - denn um dort einzureisen, braucht man eigentlich ein Visum. Woher aber soll ein Flüchtling ein Visum bekommen? Genau, gar nicht, deswegen versuchen viele auf illegalen Wegen nach Europa einzureisen. Denn die europäischen Länder versuchen möglichst wenige illegale Einwanderer ins Land zu lassen. Darum wenden sich die Flüchtlinge an sogenannte Schlepper, die ihnen helfen sollen ins Land zu kommen. Das geschieht oft unter Lebensgefahr. Zusätzlich sind die Fliehenden dabei der Willkür der Menschenschmuggler ausgeliefert. Wenn die Fliehenden, trotz aller Widrigkeiten, ein europäisches Land erreicht haben, haben sie ein Anrecht auf ein Asylverfahren. Um den Antrag dafür zu stellen, gehen die Menschen in eine Behörde oder zur Polizei. Von da an wohnen die Antragsteller dann erst einmal in einer bewachten Auffangstation. Dort werden sie registriert und gefragt, warum sie Asyl brauchen. Außerdem erhalten sie eine Aufenthaltsgenehmigung, bis ihr Antrag auf Asyl entschieden ist. Die Behörde lädt den Antragsteller zu einem Gespräch ein. Dort muss er die Beamten davon überzeugen, dass er wirklich auf der Flucht ist und nicht nur versucht, sich Asyl zu erschleichen.
Wir sind verpflichtet, Asylbewerber, die uns zugewiesen werden, aufzunehmen und es ist eine gesamtbürgerliche Aufgabe, für die Unterbringung und Integration dieser Menschen, die in ihrer Heimat unvorstellbares erlebt haben, zu sorgen. mfg o