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Blog und Diskussion

Gewalt ist keine Lösung

Nikolaus Tsekas - 31.7.2019 09:33

Mediale Berichte über schreckliche Vorfälle wie in Frankfurt machen sprachlos. Niemand möchte und kann sich vorstellen, wie jemand ein Kind und eine Frau im öffentlichen Raum vor einen Zug stößt. Ohnmächtig macht allein die Vorstellung, was in einer Person vorgeht, um derartig zu agieren. Die Reaktion ist so verständlich, wie nachvollziehbar – der Wunsch nach strengeren Strafen und erhöhten Sicherheitskontrollen. Leider erreichen wir damit nicht die erwünschten Ziele. Unser Leben wird dadurch nicht sicherer.

 

Vergessen wird aufgrund so eines Einzelfalls, dass nicht Bahnhöfe oder andere öffentliche Plätze einen besonders hohen Gefährlichkeits-Faktor haben. Der gefährlichste Ort für Kinder und Frauen ist nach wie vor die eigene Familie. Aber darüber wird nur berichtet, wenn ein besonders dramatischer, meist tödlicher Einzelfall im Blickpunkt des allgemeinen Interesses steht. Die Problematik ist zwar allen bewusst, trotzdem ist Gewalt in der Familie nach wie vor tabuisiert.

 

Die Polarisierung Opferarbeit versus Täterarbeit verschärft leider das Unverständnis und suggeriert, dass wir uns nur für Gut und gegen Böse entscheiden müssen und dass damit Gewalt endet. Die Antwort mag unbefriedigend klingen, denn sie ist nicht einfach und schnell umsetzbar. Wir müssen in Prävention und Aufklärung investieren. Wir müssen Opfern adäquate professionelle Unterstützung anbieten. Wir müssen aber auch ausreichend in die Arbeit mit Tätern investieren. Denn nur diese Maßnahmen helfen gemeinsam im Sinn des Opferschutzes und machen unsere Gesellschaft wieder ein Stück sicherer. Denn der Rechtsstaat hat neben Sanktionen auch Resozialisierung zum Ziel.

 

Nikolaus Tsekas ist Leiter von NEUSTART Wien 1

 

 

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