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Tipps für heikle Situationen

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Blog und Diskussion

Im Interesse der Opfer an einem Strang ziehen

Jürgen Kaiser MBA - 29.4.2015 09:27

Der beste Opferschutz ist die verhinderte Straftat. Bei Delikten, die massive negative Auswirkungen auf Opfer haben (wie zum Beispiel Sexual- oder Gewaltdelikte sowie Stalking und Delikte im Bereich der häuslichen Gewalt) gelten in der Bewährungshilfe seit langem besondere Standards in der Betreuung. Dazu gehören intensive Auseinandersetzung des Täters mit der Tat und engmaschiger regelmäßiger Kontakt mit der Bewährungshelferin beziehungsweise dem Bewährungshelfer. Wird der Kontakt nicht eingehalten, erfolgt die rasche Information des zuständigen Gerichts mit dem Ersuchen um gerichtliche Mahnung.

Für Delikte bei häuslicher Gewalt wurde österreichweit eine Kooperationsvereinbarung zwischen NEUSTART und den Opferschutzeinrichtungen, die im Bereich von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt tätig sind (Gewaltschutzzentren, Interventionsstellen, Frauenhäuser), abgeschlossen. Ziel dieser Kooperation ist, dass eine gemeinsame Gefährlichkeitseinschätzung und Sicherheitsplanung erfolgt und wirksame Maßnahmen der Rückfallsprävention gesetzt werden. Dazu gehört auch eine laufende Abstimmung der Betreuungsmaßnahmen. Intensive Fallzusammenarbeit und gemeinsame Erörterung von Themenstellungen und Methoden sollen das gemeinsame Problembewusstsein stärken. Gemeinsames Anliegen ist es auch, Gericht und Staatsanwaltschaft zu sensibilisieren, in diesem Bereich verstärkt und frühzeitig Betreuungs- und Therapiemaßnahmen für Täter anzuordnen, anstatt den Täter zu einer bloßen Geldstrafe oder einer bedingten Freiheitsstrafe zu verurteilen. NEUSTART sieht diese Kooperationsvereinbarung als sehr wichtigen weiteren Schritt um die Sicherheit der Opfer zu erhöhen.

Jürgen Kaiser MBA ist Leiter des Zentralbereichs Sozialarbeit bei NEUSTART


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