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Blog und Diskussion

Wird Österreich krimineller?

Kurt Koblizek - 22.4.2015 11:31

Ist Graz Chicago? Wenn man die Interpretation der Kriminalstatistik durch Medien verfolgt ist die Bandbreite interessant. Von sachlich bis polemisch, von ignorant bis fundiert reichen die Gegenpole.


In der Republik Österreich wird „jede Minute ein Verbrechen begangen“. Unter Verbrechen ist dabei, beispielsweise, auch der Diebstahl einer Zeitung am Sonntag gemeint, was – nebenbei bemerkt – die kriminelle Population in Österreich stark anhebt. Weit unten im Artikel, wenn die Schlagzeile bereits im Gedächtnis haftet, wird davon berichtet, dass die Gesamtkriminalität abgenommen hat. „Jede Minute ein Verbrechen“ dürfte also, nach welchen Regeln auch immer gemessen, für das Medium die bessere Botschaft sein als „Kriminalität rückläufig“. Wirklich relevant ist die zweite Aussage. Denn hier zeigt sich, dass Bemühungen zur Kriminalitätsbekämpfung Früchte tragen.


Auch interessant: An Hand der Anzeigenstatistik wird Graz zur „Hauptstadt der Kriminalität“ und Jennersdorf zur „sichersten“ Gemeinde Österreichs. Setzt man die Anzeigenzahlen allerdings in Verhältnis zur Einwohnerzahl der beiden Gemeinden, zeigt sich ein beinahe identischer Wert.


Kriminalität in Österreich ist ein viel zu sensibles, wichtiges Thema, um es oberflächlich zu behandeln. Nun ist er wirklich nicht neu, dieser Umgang mit Fakten. Es ist auch nicht neu, sich darüber aufzuregen oder zur Sachlichkeit aufzurufen. Was wirklich neu wäre: wenn tatsächlich Sachlichkeit in den Medienalltag einziehen würde.


Kurt Koblizek MSc ist Leiter von NEUSTART Niederösterreich und Burgenland



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