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Das Ost-West-Gefälle

Dr. Kristin Henning - 17.9.2014 10:14

Der Sicherheitsbericht offenbart es jedes Jahr aufs Neue: In Ostösterreich werden härtere Strafen ausgesprochen als in Westösterreich. Das zeigt sich vor allem bei den unbedingten und bedingten Haftstrafen. Gleichzeitig zeigt die Kriminalstatistik in Westösterreich keine erhöhte Kriminalität.


Im Grunde ist das der beste Beweis, dass höhere und strengere Strafen keine Straftaten verhindern. Was aber wirkt präventiv? Dazu gehört sicherlich eine hohe polizeiliche Aufklärungsquote, aber in der Folge vor allem die Auseinandersetzung mit den individuellen Ursachen von Straffälligkeit. Zum Beispiel die Unterstützung bei Suchterkrankungen, die Wiedergutmachung beim Opfer, die Unterstützung nach Haftaufenthalten und viele andere sozial konstruktive Maßnahmen.


Um Straftaten zu verhindern und das Leid für Opfer möglichst zu minimieren sollte also die Unterstützung von Täter und Opfer im Vordergrund stehen und nicht die Sanktion des Wegsperrens. Diese ist zwar teuer, zeigt aber wenig Wirkung.


Dr. Kristin Henning ist Leiterin von NEUSTART Tirol



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Zu diesem Beitrag gibt es |4 Kommentare|

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Kommentare zu diesem Beitrag:

chris schrieb am 27.10.2014 11:44

Betr. Kommentar von Hr. Dr. Bernegger,
Wie war das doch mit dem Prinzip der Altkleidercontainer die in jedem salzburger Stadtteil mehrfach stehen. z.B. an der Salzachbrücke-Eisenbahnbrücke? Übrigens, ich war jetzt erst bei den Fremdenbehörden und habe denen mal schriftlich niedergelegt, dass ich als unbescholtener EU Bürger von österreichischen Problemfällen-auch im Saftladen kriminell angegangen werde. Anlaß war wohl die Tatsache dass mir wieder mal einer von eurem österreichischen Gfrast meine fremdenbehördliche Daueraufenthaltskrate(EWR-Lichtblidausweis) vor einigen Tagen geklaut hatte. Auch wurde ich am So. dem 26.10.2014 in der salzburger Wärmestube von zwei Typen angegangen, die auch täglich im Saftladen verkehren. Video als Beweis gefällig? Ich frag mich nur ob der Typ einen Bewährungshelfer oder Sachwalter hat.
Gruß
Chris

Johannes Bernegger schrieb am 01.10.2014 10:52

Als Leiter von NEUSTART Salzburg muss ich auf den Kommentar von "chris" vom 29.09., der leider nichts mit dem Thema Ost-West Gefälle zu tun hat, reagieren.
1) Dank der Spende eines Salzburger Rotary Clubs über € 3.000,00, aus einer wohltätigen Veranstaltung, können wir Unterwäsche anschaffen, um sie an Besucher des Saftladens bei dringendem Bedarf weiter zu geben. Und das tun wir und bedanken uns hier nochmals bei den Spendern!
2) Der alte Billiardtisch des Saftladens war bereits sehr abgenützt, fast nicht mehr bespielbar, als wir von einer privaten Spenderin überraschend einen Neuen bekamen. Auch dafür bedanken wir uns, auch im Namen der Saftladen Besucher, sehr herzlich!
3) Für weitere Fragen, Anregungen oder Beschwerden stehe ich selbstverständlich jederzeit persönlich, per Telefon oder Mail zur Verfügung.

chris schrieb am 29.09.2014 13:26

Ost-West-Gefälle bei der Strafzumessung? Wenn ich lese dass Neustart einen Jahreshaushalt von 47 Mio Euro hat, welcher größtenteils für Personlakosten ausgegeben wird, frag ich mich schon mal warum in Neustart Sbg(saftladen) das beschäftigte Personal nicht fähig ist die Seifenspender in den Toiletten regelmäßig zu füllen. Schade dass ich als dt. Unionsbürger kein Petitionsrecht in Österreich habe, denn ich würde eine Petition einreichen, dass derartige Mißsstände nicht unter 2 Jahren strafrechtlich geahndet würden. Noch ein Misstand bei Neustart Saftladen Sbg gefällig? For einigen Monaten stand in der SN ein Artikel dass 3000 Euro Neustart Sbg gespendet wurde um UNTERWÄSCHE für Bedürftige kaufen zu können. Anstatt Unterwasche zu verteilen wurde wahrscheinlich gut verhabert ein zweiter Biliardtisch eingekauft. Während Kinder von sog. Ost EUbürgern nicht einmal Kleidung bekommen und sich nicht gem.§19a Meldegesetz anmelden können, obwohl allgemeine Schulpflicht besteht und die Krone gut gegen angebliche Bettlerbanden hetzt, fahren aber Österreich mit dem Benz, Motorrad und andereren KFZ in SBG in Obdachlosenverpflegungen zum jahrelangen kostenlosen Vollfressen ohne dass sich hier die Öffentliche Volksseele erzürnt.

chris schrieb am 22.09.2014 13:22

Strafpravention? Ich weiß zwar nicht wie es in Tirol ist, aber ich kenne Salzburg seit ca. 6.5 Jahren. Als dt.EU Bürger frage ich mich zwischenzeitlich schon was für eine Straftat jemand begangen hätte und was für eine Bewährungsstrafe das sein soll, wenn das Stammklientel im Saftladen Sbg seit 6.5 Jahren tagtäglich die selben sind? Nicht dass ich etwas gegen Strafpräventionsprogramme hätte, aber nach 6,5 Jahren Beobachtung der salzburger und oberösterreichischen Szene erwuchsen mir erhebliche Zweifel, ob nicht doch bei einigen Stammbesuchern das Zerro-Tollerance Model das effektivere Strafpräventionsmodell wäre.