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Blog und Diskussion

Übergangsmanagement im Strafvollzug

Alfred Gschwendner - 24.4.2013 08:17

Seit Jahren bemüht sich NEUSTART darum, die Schnittstelle zwischen Haft und Freiheit zu verbessern. Personen mit mehreren Haftaufenthalten und vielen Vorstrafen, haben, wenn keine geplante und zielgerichtete sozialarbeiterische Betreuung einsetzt, eine hohes Rückfallsrisiko und gehören zu den 50 Prozent der Personen, die nach einer Haft ohne Betreuung rückfällig werden.


Es gibt genügend Statistiken, die diesen Trend belegen; und es gibt eine Reihe von Vorschlägen und Konzepten, diese Situation zu verbessern und diese „Drehtürfunktion“ zu unterbrechen. Eine grundlegende Änderung der derzeitigen Situation oder sogar ein Paradigmenwechsel zu einem fundierten Management der Entlassungsvorbereitung ist aber nicht in Sicht. Die „Haftentlassenenhilfe neu“ im Jahr 2008 war ein Versuch, das Schnittstellenmanagement zu verbessern und zu optimieren.


Ohne einen gesetzlichen Rahmen bleibt es aber immer eine Frage der aktuellen Kooperation zwischen NEUSTART und dem Strafvollzug vor Ort, ob ein Konzept umsetzbar ist. Der elektronisch überwachte Hausarrest zeigt uns, dass klare rechtliche Rahmenbedingungen eine gute Kooperation und optimale Ergebnisse bringen können. Das Ziel ist eine durchgehende Betreuung durch einen Sozialarbeiter. Maßnahmen, die mit dem Vollzugsplan abgestimmt sind und in der Haft begonnen werden, müssen nach der Entlassung weitergeführt werden.


Modelle wie in der Schweiz, mit einer klar definierten interdisziplinären und durchgängigen Zusammenarbeit der Professionen im Strafvollzug, sind bei uns derzeit unmöglich umzusetzen, da der notwendige gesetzliche Rahmen dazu fehlt. Die derzeitigen Rückfallsraten sind für alle Beteiligten ein Auftrag, weiter nach besseren Lösungen zu suchen und diese Situation nicht zu akzeptieren. So wie bei Betreuung mit Bewährungshilfe müssen auch bei der unbedingten Entlassung ohne Bewährungshilfe die Ziele Rückfallsprävention, soziale Integration und Opferschutz maßgeblich sein. Es sollte unvorstellbar werden, Personen mit hohem Rückfallsrisiko unbetreut aus der Haft zu entlassen.


Alfred Gschwendner ist Leiter von NEUSTART Kärnten

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