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Blog und Diskussion

Sex und andere Fantasien

Mag. Dorit Bruckdorfer - 27.7.2007 14:24

Die Familienbesuchsräume in den österreichischen Justizanstalten Leoben und Stein werden die Bezeichnung „Kuschelzellen“ nicht los. Das wäre ja nicht so wild, wenn’s nicht vom Kuscheln dann nur ein Katzensprung zum ewig aktuellen Thema Sex wäre. Egal, wie in den Medien berichtet wird – geht es um den Familienbesuchsraum, wird damit Sexualität verbunden, geht es um Themen wie „Sexualität im Gefängnis“ kommt unweigerlich die Frage nach den „Sexzellen“.

Mit unglaublicher Hartnäckigkeit wird ignoriert, dass man Häftlingen, die irgendwann wieder in Freiheit sein werden, ungestörte Kontaktmöglichkeit mit Angehörigen ermöglichen möchte und sie so ein Stück Realität von „draußen“ erproben können. Wie es ist, mit Frau, Freundin oder Kindern ohne Beisein eines Justizwachebeamten Zeit zu verbringen – eine Situation, wie sie daheim im Wohnzimmer auch stattfinden wird.

Bietet man ein Posting-Forum zu diesem Thema, quillt es über vor Fantastereien, was sich rund um die Familienbesuchszellen so alles abspielt. Platz eins im Ranking haben die Sexfantasien, dicht darauf folgt die „Urlaub auf Staatskosten“-Fantasie, und dann gibt’s noch die unvermeidliche „züchtigt sie zwecks Abschreckung“-Fantasie. Glaubt man den Forumsdiskutanten, dann ist die österreichische Justiz so lässig, dass sie Strafgefangenen Spielzimmer einrichtet, Prostituierte frei Haus dazu liefert und mittels Zufallsgenerator Insassen erwählt, die sich dann ungestört austoben können.

Angesichts der Qualität der öffentlichen Diskussion bleibt zu hoffen, dass sich die Justizanstalten in ihren Bemühungen um einen sachlichen und konstruktiven Umgang mit den Familienbesuchsräumen nicht beirren lassen. Die Quote von bisher sieben Angehörigen-Treffen in der Justizanstalt Krems-Stein attestiert, dass die Entscheidungen nicht leichtfertig getroffen werden.

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