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Blog und Diskussion

Sommerloch. Heute: Der Banküberfall

Mag. Dorit Bruckdorfer - 1.8.2007 14:30

Üblicherweise ist zu dieser Jahreszeit „die steigende Jugendkriminalität“ das Thema Nummer Eins in der Medienberichterstattung. Eine Anhäufung von Zeitungsberichten über Jugendliche, die andere Jugendliche, ältere Personen oder Tiere gemein quälen ließe vermuten, dass das auch diesen Sommer wieder Topthema sein könnte.

Doch wie es aussieht buhlt ein „neues“ altes Thema um die Vorherrschaft als Dauerbrenner. Christopher Wurmdobler versuchte bereits im Jahr 2005 im „Falter“ das Phänomen Banküberfall zu verstehen. Im Jahr davor hatte es nämlich 67 Banküberfälle in Wien gegeben - „so oft wie noch nie und wie sonst nirgends in Europa“. 2006 konnte Wien die „Überfall-Rekordmarke von 2004“ (vabanque.twoday.net) sogar toppen.

Die bisherige Jahresbilanz 2007 listet 43 Banküberfälle auf, was die Vermutung nährt, dass es bis zum Ende des Jahres einen neuen Rekord geben könnte. Das wiederum aktiviert Journalisten, sich neuerlich mit dem Denken und der Motivlage von Bankräubern zu beschäftigen. In Ermangelung repräsentativer Studien können die Schlussfolgerungen auf Fragen nach dem Warum immer nur subjektiv und spekulativ sein. „Warum gerade Wien?“ wird wahrscheinlich ohne wissenschaftliche Begleitforschung auch nicht wirklich beantwortet werden können.

Florian Klenk ließ 2005 einen Bankräuber die Frage nach seinen Motiven beantworten. Hier eine Auswahl der Erklärungsversuche, die mutmaßlich auf viele Bankräuber übertragbar sind: „Raub ist eines der dümmsten Verbrechen“, „Ich hatte Schulden, wollte Selbstmord begehen“, „Es lief bei mir ein eigener Film“, „Viele dachten, ich sei ein Monster. Aber ich bin kein Monster“ und „Ich glaube, die Idee, eine Bank zu überfallen, schlummert in jedem“.

Müßig sich zu fragen, ob jemand vorher über die Konsequenzen nachdenkt. Wenn’s so wäre, ließe er wohl die Finger davon (außer, man legt es, so wie jüngst ein Bankräuber, darauf an, eingesperrt zu werden). „Ich habe sieben Jahre bekommen. Ich saß in Stein.“ Ein schwacher Ersatz für verlorene Lebenszeit ist der Statusvorteil im Häfn: „Als Kinderschänder fliegst du dort die Stiegen runter, aber als Bankräuber wirst du respektiert.“

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