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Blog und Diskussion

Gewalt in Beziehungen

Michael Königshofer - 2.10.2007 13:29

Was mit Liebe beginnt, endet nicht selten mit Trennung und Scheidung. Damit sind immer Enttäuschungen, Demütigungen und Kränkungen verbunden. In ihrer Eskalation bringen sie oft Tätlichkeiten mit sich. Zur angestrebten Trennung, Scheidung und Krise kommt nun noch eine strafrechtlich relevante Anzeige wegen Drohungen oder leichter Körperverletzung dazu.

In der Mehrzahl sind es Männer, die ihre aufgetretene Handlungsunfähigkeit mit Tätlichkeiten oder Drohungen zu kompensieren versuchen und somit den Konflikt beenden wollen. Nur - anstelle von Problemlösung schaffen sie neue Probleme und haben auch noch ein Strafverfahren zu erwarten.

Als staatliche Reaktionsform können Staatsanwälte und Richter (unter bestimmten Voraussetzungen) dem Opfer wie dem Täter statt eines förmlichen Strafverfahrens eine Mediation in Strafsachen (Außergerichtlicher Tatausgleich) anbieten. Dieses Angebot wird gerade von Opfern mehrheitlich gut angenommen, da auf Basis von „Ermächtigung und Erkenntnis" selbstverantwortliche und nachhaltige Lösungen für die Zukunft gefunden werden können, anstelle eines "Machteingriffs" durch Dritte.

Vorige Woche trafen sich nun Experten von NEUSTART aus ganz Österreich zu diesem Thema, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Ein Ziel dieses Workshops war es, sich intensiv mit dem „Gewaltaspekt" als Spitze des Eisberges eines Konfliktes auseinanderzusetzen. Mediation im Strafrecht ist als Reaktionsform ein geeignetes Instrument, um auf Gewalt als Konfliktaustragungsmodus - ausgehend von beiden Parteien (wechselweise Anzeigen) - zu reagieren, oder - ausgehend von einer Partei - als einmaliger Versuch, den Konflikt zu beenden.

Einig war sich die Expertenrunde, dass bei andauernder struktureller Gewaltausübung Mediation im Strafrecht ihre Wirkung verfehlen kann und ein Machteingriff über Dritte zielführender scheint, um den Gewaltzyklus zu brechen.

Michael Königshofer ist Konfliktregler bei NEUSTART Wien 2

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