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Blog und Diskussion

Erziehungscamps als Notbremse gegen Jugendkriminalität?

Alfred Kohlberger - 5.2.2008 13:11

Ruhig ist es geworden rund um das Thema Jugendkriminalität. Die tagespolitische Karawane ist weiter gezogen, irgendwo in den Tschad und zum Thema Inflation. Der Staub der Aufregung scheint sich langsam zu legen. Ist das Thema damit abgehakt? Mitnichten! Der nächste Sicherheitsbericht wird kommen, irgendwelche Zahlen werden wieder steigen, der nächste Landtag wird wieder gewählt werden wollen. Und sofort werden wieder einfache Lösungen die nächste Debatte bereichern.

Doch jetzt scheint Zeit zu sein, sich mit dem Thema Jugendkriminalität in Ruhe zu befassen. Auffällig ist, dass in den verschiedenen Wortmeldungen verschiedene Statistiken bemüht wurden. War hüben von gestiegenen Anzeigen die Rede, wurde drüben mit weniger Verurteilungen von Jugendlichen gekontert.

Daraus können wir wieder einmal lernen, dass wir keiner Statistik trauen können, die wir nicht selbst interpretiert haben. Und auch, dass es wesentlich ist, sich mit den Ursachen und vor allem den möglichen Lösungen auseinanderzusetzen.

Als eine dieser möglichen Lösungen ist in den letzen Wochen das Thema „Erziehungscamps“ im Vordergrund der Diskussion gestanden. Vor allem die amerikanischen Jugend-Umerziehungslager oder das Camp eines deutschen Ex-Boxers, in dem Jugendliche mit Drill „erzogen“ werden. Diese Lager werden von Experten in Österreich meiner Meinung nach zu Recht abgelehnt. Vorsichtig müssen wir jedoch in unserer Argumentation sein, um das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten. Erziehung, wie sie in sozial- oder freizeitpädagogischen Projekten praktiziert wird (in deren Rahmen Jugendliche in die Wüste oder auf ein Schiff geschickt werden), erscheint mir als eine durchaus adäquate Art und Weise, auf Jugendliche mit schwerwiegenden Problemen zu reagieren.

Eines steht für mich jedoch fest: Die Reaktion auf delinquentes Verhalten von Jugendlichen wird immer eine Herausforderung sein. Sie muss schnell und überlegt genug sein. Sie muss Perspektiven öffnen und konsequent durchgeführt werden. Sie muss den Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen.

Alfred Kohlberger ist Leiter von NEUSTART Linz-Steyr

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