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Blog und Diskussion

Bunt wie ein Farbkasten

Jana Faccinelli - 9.4.2008 10:54

Wenn man die Überschrift liest, wird man sich wohl fragen, was ich damit meine. Aber das kann ich schnell erklären. Es ist so, dass ich mein Praktikum (ich studiere Soziale Arbeit an der Fachhochschule MCI - Management Center Innsbruck) beim Verein NEUSTART in der Bewährungshilfe absolviert habe. Ich konnte in den vier Wochen einiges erleben, sehen und auch lernen.

Im besonderen ist mir aber aufgefallen, dass die Bewährungshilfe eigentlich nicht von dem Klienten sprechen kann, der zu ihr kommt. Es gibt nicht eine bestimmte Gruppe, bestimmte Merkmale beziehungsweise bestimmte Lebensumstände. Alle haben nur eines gemeinsam und das ist, dass sie eine Straftat begangen haben, für die sie eine bedingte Strafe erhalten haben oder bedingt (also frühzeitig) von einer Haft entlassen worden sind. Ansonsten findet sich kein einheitliches Merkmal, das die Klientel der Bewährungshilfe beschreiben würde.

Das ist für den Sozialbereich außergewöhnlich, da normalerweise die verschiedenen Einrichtungen auf bestimmte Bereiche spezialisiert sind, wie zum Beispiel Arbeit mit Drogenabhängigen, Arbeit mit Jugendlichen et cetera. Das ist eben bei der Bewährungshilfe nicht so. Man trifft von jung (14 Jahre) bis alt (über 60 Jahre) auf alle Jahrgänge. Da gibt es junge Frauen mit Kindern, Drogenabhängige, psychisch kranke Menschen, Ausländer, Inländer… Dieser Umstand macht die Arbeit in der Bewährungshilfe sehr abwechslungsreich und spannend, aber auch sehr anstrengend und schwierig.

Die Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer müssen sich permanent auf neue Gegebenheiten einstellen, müssen ihre Vorgangsweise ständig variieren und müssen sich den Umständen entsprechend immer wieder neu anpassen. So etwas wie ein Schema F gibt es nicht und dies fordert Flexibilität, Einfühlungsvermögen und eine hohe Kompetenz. Diese Dynamik ist spannend und aufregend zu beobachten und man kann dadurch viel lernen.

Es war für mich eine tolle Erfahrung, mich in kürzester Zeit mit der "gesamten Klientel", die im Sozialbereich zu finden ist, auseinandersetzen zu können. Und um auf meine Überschrift zurückzukommen: Dieses Erlebnis war so, als würde ich ein Bild malen und jegliche Farben, die mein Farbkasten besitzt, benützen. Und am Ende kommt dann ein schönes farbenfrohes Bild heraus, für das es aber schwer ist, einen geeigneten Platz an der Wand zu finden, da es mit dieser Farbenpracht kaum wo ideal dazupasst.

Jana Faccinelli ist Studentin an der Fachhochschule Management Center Innsbruck und absolvierte ein vierwöchiges Praktikum bei NEUSTART Bewährungshilfe Innsbruck

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