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Blog und Diskussion

Risikokompetenz für Jugendliche – Kampftrinken und andere Süchte

Alfred Gschwendner - 18.6.2009 08:57

Das Konzept der Risikokompetenz beinhaltet die Entwicklung eines Risikobewusstseins von Klienten im Umgang mit Suchtmitteln. In der sekundären Suchtprävention mit Jugendlichen hat sich das Konzept in Hinblick auf einen sicheren und verantwortlichen Umgang im Gebrauch von Suchtmitteln als erfolgreich und zielführend erwiesen. Risikokompetenz wird allgemein in unserer Gesellschaft vermehrt zu einer neuen Entwicklungsaufgabe, um Jugendliche beim Übergang zum Erwachsenwerden und bei der Übernahme der Erwachsenenrolle zu unterstützen. Themen wie Ablösung, Partnerschaft, Sexualität, Arbeit, Peergroup, Zukunftsperspektiven sind die Herausforderungen in dieser Lebensphase und die anstehenden Entwicklungsaufgaben für die Jugendlichen.

Das Eingehen von Risiken ist Teil dieser Entwicklungsaufgaben und als Mitglieder einer Risikogesellschaft müssen Jugendliche auch Techniken lernen, mit verschiedenen Umwelt und Sozialrisiken (zum Beispiel Arbeitslosigkeit) umgehen zu können. Risikokompetenz zählt daher zu einer wichtigen Ressource für Heranwachsende.

Der Begriff Risiko wird von Jugendlichen deshalb häufig positiv gebraucht, da durch die Vermeidung von Risiken wichtige Erfahrungen für die Entwicklung vermieden werden. Jeder neue Entwicklungsschritt ist mit Unbekanntem und damit mit Risiken verbunden. In der Praxis der Suchtpräventionsarbeit hat sich das Angebot eines erlebnispädagogischen Bausteins als sehr  wirksam herausgestellt, da gerade mit dieser Methode kontrolliert Grenzen wahrgenommen werden können.

Bei erlebnispädagogischen Aktionen steht das eigene Tun im Mittelpunkt und in der Reflexion können zentrale Begriffe bearbeitet und übersetzt werden: Begriffe wie Selbstwahrnehmung, Kompetenz, Selbstverantwortung – diese sprechen hauptsächlich die kognitiven Fähigkeiten des Menschen an und sind gerade für Kurzinterventionen anders schwer vermittelbar. Ziel ist eine offene Kommunikation mit und zwischen den Jugendlichen über ihre Risikoerlebnisse in der Trainingssituation und im Alltag. Partnerübungen stärken die Verantwortung, bewusstes Erleben von Grenzsituationen ermöglicht damit auch, in einer Risikosituation ein klares „Nein“ auszusprechen.

Das Präventionsprojekt GRENZWERT in Kärnten beinhaltet im Gruppenprogramm ein  erlebnispädagogisches Modul. Jugendliche bekommen nach riskantem Alkoholkonsum im Krankenhaus dieses Unterstützungsangebot, in dem an einem halben Tag in einem Hochseilgarten Grenzen und Risiken mit einem Trainer erprobt werden.

Alfred Gschwendner ist Leiter von NEUSTART Kärnten

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