Cookies akzeptieren
Wir verwenden Cookies für eine optimale Nutzererfahrung, Media Sharing und um Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr darüber erfahren

Tipps für heikle Situationen

Wenn eine Angehörige oder ein Angehöriger beschuldigt oder verurteilt wird, etwas Verbotenes gemacht zu haben, finden Sie hier viele Informationen und Antworten. Auch wenn Sie gerade aus dem Gefängnis kommen, finden Sie hier Informationen. Außerdem finden Sie hier Informationen, wenn Sie Opfer von Kriminalität geworden sind.

Online-Beratung

Die NEUSTART Online-Beratung hilft Ihnen. Sie beantwortet Ihre Fragen mit einem E-Mail. Füllen Sie bitte das Kontakt-Formular aus und schreiben Sie Ihre Frage in die Nachricht. Schreiben Sie auch dazu, in welchem Ort und Bundesland Sie wohnen. Es ist nicht notwendig, dass Sie Ihren Namen dazuschreiben. Wir antworten auch auf anonyme Anfragen.

Blog und Diskussion

Elektronische Fußfessel: Sinnvollerweise begleitet von Sozialarbeit

Alfred Kohlberger - 17.3.2010 13:41

Jetzt soll sie also kommen, die Fußfessel – um Untersuchungshaft zu vermeiden oder Haftstrafen zu verkürzen. Damit kann man Kosten sparen und die Resozialisierung erleichtern beziehungsweise unterstützen. Nutznießer sollen Menschen sein, die eher gut integriert sind und keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen.

NEUSTART konnte in den vergangenen Jahren bei zwei Projekten Erfahrungen mit der Fußfessel sammeln. Die NEUSTART Einrichtung Linz-Steyr war im ersten Projektversuch an der Erprobung der „Elektronischen Aufsicht“ beteiligt. Eine der wesentlichen Erfahrungen, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Modellversuch gemacht haben, war: Die Resozialisierung geht nicht von selbst. Die Kontrolle durch die „Fußfessel“ – also die Technik – ist zwar ein wesentlicher Teil, es braucht aber jedenfalls auch professionelle Begleitung durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.

Die Vorteile der Sozialarbeit: Tages- und Wochenpläne der Menschen mit Fußfessel werden vereinbart und individuell an die persönlichen Bedingungen angepasst. Sonst weiß das elektronische System nicht, wann es eine Abweichung melden muss. Auch das familiäre oder sonstige Umfeld und der Fußfesselträger selbst brauchen Ansprechpersonen. Denn das Delikt, das dieser Situation zu Grunde liegt hinterlässt sowohl beim Umfeld als auch beim Täter selbst Spuren. Diese Spuren, sprich die Ursachen für die Begehung des Deliktes, müssen bearbeitet werden. Diese Bearbeitung ist notwendig, damit Rückfälle und neuerliche Delikte verhindert werden können.

Eingebettet in diese Systematik (Technik und professionelle Begleitung durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter) kann und wird die elektronische Aufsicht die an sie gestellten Erwartungen erfüllen. Damit können die Ziele – Verhinderung von Haftzeiten, Kostenersparnis und bessere Resozialisierung – erreicht werden.

Alfred Kohlberger ist Leiter von NEUSTART Linz-Steyr

Zurück zur Übersicht

Zu diesem Beitrag gibt es |noch keinen Kommentar|

Ihre Meinung zählt

Wir freuen uns über Ihren Kommentar zu diesem Blogeintrag

Kommentare zu diesem Beitrag:

Kein Eintrag vorhanden. Schreiben Sie den ersten.

powered by webEdition CMS