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Blog und Diskussion

Resozialisierung im Ausland

Mag. Karin Waidhofer - 7.4.2010 09:31

Ein Auslandsjahr, und dann noch in den USA – das ist der große Traum vieler Jugendlicher und überdies eine mittlerweile wesentliche Voraussetzung, um künftig ganz vorn dabei zu sein beim Wettbewerb um Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Welche Kritik könnte es also daran geben, wenn dieses Auslandsjahr sogar von der öffentlichen Hand finanziert wird?

Vorderhand wohl keine, wenn dabei bedacht wurde

  • ob 14 Jahre das Alter ist, in dem diese Möglichkeit als Chance begriffen werden kann, weil die Selbstständigkeit und das Vertrauen in die eigene Wirkmächtigkeit im Umgang mit neuen Situationen so weit ausgebildet ist, dass auf Basis eines vorhandenen, tragfähigen Verhaltensrepertoires notwendige neue Lernschritte zur Ausbildung neuer Verhaltensweisen, die die sozialen Teilhabemöglichkeiten erweitern, unternommen werden können
  • ob die Tatsache des zweisprachig Aufwachsens schon eine hinreichende Voraussetzung für die Aneignung einer dritten Sprache in entsprechend zeitlicher Nähe zu den Anforderungen eines in dieser Sprache eng strukturierten, disziplinierenden Alltags darstellt
  • ob in der Gestaltung dieses Alltags die Lernmöglichkeiten einschließlich der notwendigen Grenzsetzungen so aufbereitet werden, dass die Persönlichkeit eines so jungen Menschen durch Fördern und Ermächtigung geformt wird, oder dieser junge Mensch gebrochen wird und sich nur über das Brechen anderer als wirkmächtig erleben kann
  • ob die vorhandenen Erfahrungen im derzeitigen Heimatland des betreffenden jungen Menschen mit Migrationshintergrund bisher ausreichend und für ihn nachvollziehbar Wertschätzung für ihn und seine Familie und Entwicklungschancen für seine Zukunft vermittelt haben, oder ob dies misslungen ist und die Ursachen dafür ausschließlich an der Person und dem engeren Umfeld des Jugendlichen festgemacht werden; ob daher mit der gewählten Form der Ermöglichung eines langen Auslandsaufenthalts eine unfreiwillige und erfolglose Migrationsgeschichte reinszeniert wird, die die Spirale der Isolationserfahrungen und des Erlebens des Ausgegrenztwerdens des Jugendlichen nur noch ein Stück weiterdrehen und damit unter Umständen auch seine bisherigen selbst- und fremdgefährdenden Bewältigungsversuche dieser Erfahrungen verfestigt werden
  • ob während des Auslandsjahrs regelmäßig Kontakte zur Familie in Österreich herstell- und lebbar sein werden
  • ob und mit welchem Unterstützungsbedarf es dem Jugendlichen gelingen kann, die unter sehr engen Kontrollbedingungen eventuell übernommenen sozialkonstruktiven Verhaltensweisen nach einer Rückkehr in den österreichischen Alltag zu übertragen und zu erhalten: Es gibt wohl Trockentraining, aber richtig schwimmen lernen wir alle bekanntlich nur im Wasser! Unabdingbar dafür wird unter anderem sowohl eine vorhandene adäquate Wohnmöglichkeit sowie ein Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsplatz sein.

Mitte März 2010 wurde ein 14-jähriger Jugendlicher im Burgenland zu sechs Monaten Gefängnis mit der Weisung verurteilt, unmittelbar nach dem Gefängnisaufenthalt ein Jahr in der „Glen Mills School“ mit dem Ziel der Resozialisierung und des Erwerbs eines Schulabschlusses zu verbringen. Ich gehe davon aus, dass alle oben beschriebenen und viele darüber hinausgehende Reflexionen als Grundlage dieser Entscheidung von den Verantwortlichen angestellt wurden; denn sonst müssten wir uns die Frage stellen, ob wir in Österreich ein funktionsfähiges Teilhabemodell für Kinder und Jugendliche (mit Migrationshintergrund) entwickelt haben, das auf die altersadäquaten Entwicklungsaufgaben und deren darin implizierte mögliche Bruchstellen eine für unsere Gesamtgesellschaft förderliche Antwort geben kann.

Mag. Karin Waidhofer ist Geschäftsführerin von NEUSTART für den Bereich Sozialarbeit

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Zu diesem Beitrag gibt es |3 Kommentare|

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Kommentare zu diesem Beitrag:

Chris schrieb am 21.10.2013 16:44

Sehr geehrter Herr Bernegger!
Zunächst Vielen Dank für Ihre Darstellung. Bezüglich des Themas Alkoholverbot sei aber explizit erwähnt dass ich weder ein Alko-Problem habe oder irgendwelche Österreicher zum saufen annimieren will. Mal Klartext: Ich hab ja noch einen Führerschein und wenn ich mir eine Dose alkohlfreies Bier im Saftladen zum Essen aufmachen gehe ich dann schon in der Annhahme dass dies auch vollkommen legitim ist, da ja die gem. österreichischem Recht die Teilnahme am Verkehr auch mit dem Fahrrad bis 0.3 Promille noch OK ist. Ich weise jeglichen Vorwurf entschieden zurück, dass ich MULTITOXOMANE ÖSTERREICHER; WELCHE PERMANANT ANGESOFFEN UND ANDERWEITIG ZUGEDRÖHNT SIND-irgendwie zum Saufen annimieren möchte. Ich habe kein Problem mit dem Alkohol. Typisch Österreichisch: Ausländer sind die ewig die kriminellen und die tatsächlich kriminellen Österreiche(für was wär denn Neustart sonst da) wären die ganz die Braven? ICH bin als EU Bürger in Ösi Land der UNBESCHOLTENE und nicht das - wie heißts im Ösi Dialekt - I bin net des Gfast!!!? Ich bin der jenige der ein das EU Recht auf ungehinderte Bewegung und Aufenthalt in der EU wahrnimmt. Das ich im Saftladen rumhäng, hat was mit den Sozialabkommen zwischen der BRD und Österreich seit 1966 zu tun da ich in der BRD nix mehr krieg, weil ich nach dem EU Recht hier (fremdenrechtlich zum Daueraufenthalt registriert bin und nicht mehr in der BRD lebe. Ich hab meinen Reisepass noch und nebenbei: Ich hab vor einigen Jahren als Entwicklunghilfeprogramme mal einige schulungen bei AMi Universitäten absolviert und könnte schon in die USA aber i bleib liaber in der EU. Zum schluß: Reichen Euch Österreicher Eure Sozialspannungen nicht aus? Ihr wollt doch sicherlich keine Ami-Verhältnisse. wo jeder mit der Knarre rumläuft und die Todesstrafe im Rücken hat? Was das Saftladenteam betrifft: Na ja-bin gespannt wie lange man noch einige Mißstände ignorrieren und schönreden kann? Ansonsten hat mich gefreut, mal an einer Online Diskussion teilzunehmen.
Gruss
Chris

Johannes Bernegger schrieb am 18.10.2013 10:55

Als Leiter von NEUSTART Salzburg melde ich mich gerne zu einzelnen Punkten des Blogs von Chris zu Wort: Sie haben offenbar viele negative Erfahrungen in Österreich gemacht, was sehr bedauerlich ist. Was das Trinken von alkoholfreiem Bier angeht, so ist es zum einen nicht alkoholfrei, sondern hat Restalkohol, zum anderen ist es zuerst nicht erkennbar, ob es alkoholfrei ist und stellt damit im SAFTLADEN eine Provokation für andere dar und ist daher nicht erlaubt. Das wurde Ihnen erklärt und Sie bekamen dafür kein Hausverbot. Die Sache ist auch schon einige Jahre her ...
Dass Sozialarbeiter in einer niedrigschwelligen Einrichtung wie unserem SAFTLADEN mit den Besuchern Spiele spielen gehört zu ihren Aufgaben und wird von den Besuchern nicht zuletzt deswegen geschätzt, weil dabei viele Gespräche über deren Sorgen und Nöte zustandekommen, wo unsere SozialarbeiterInnen helfen können.
Dass sie einmal angegriffen wurden, ist sehr bedauerlich. Leider konnte ich nichts Näheres darüber in Erfahrung bringen, aber klar ist, dass Konflikte zuerst einmal zwischen den Menschen gelöst werden und nur dann, wenn eine Straftat damit verbunden ist, die Polizei eingeschaltet wird, was Sie und jeder andere auch tun können.
Sie sind nach wie vor regelmäßig bei uns im SAFTLADEN und verstehen sich mit unseren Kolleginnen und Kollegen gut. Wenn Sie darüber hinaus Probleme haben, wenden Sie sich bitte an den Leiter des SAFTLADEN oder an mich.

Chris schrieb am 15.10.2013 14:36

Also über die einschlägigen Ösi Einfälle kann man als Bayer nur noch mit Unvertändnis und hilflosem Lachen antworten. In der BRD kriegtst als Alki einen 18 monatigen Zwangsentzug und bei einem Rückfall innerhalb von 5 Jahren eine dauerhafte Entmündigung. In Ösi Land belohnt das Sozi-Früh-Rentneramt das exessive Saufen auf Sozi Kosten mit 14x1056Euro im Jahr. Als Belohnung für eingesessenen Kriminelle Ösis gibts dann auch noch einen staatlich gesponserten Auslandsaufenthalt? Was wollen Sie eigentlich mit kriminellen Österreichern im Ausland wenn die schon Zuhause ein ewiges fettes Problem mit den Österreichischischem Staat und System haben.?Wer zahlts: Der Steuerzahler, davon ca. 750.000 hart arbeitende Ausländer in Österreich. Ach ja so nebenbei: Lebe als dt. Eu Bürger seit über 5 Jahren incl. fremdenrechtlichem OK in Österreich und werde ausgerechnet von euren kriminellen Neustartler Besuchern als Krimineller und illegaler denunziert und das obwohl von der Fremdenbehörde überprüft: Sehr geehrte Frau Mag. Waidhofer!:Mein Tip als Deutscher: Lasst doch um Himmels Willen eure krummen österreichischen Typen bei euch zuhause in Ösi Land. Was für fatale Folgen es hat wenn man einen schwer kriminell gestörrten Österreicher allein nur nach Deutschland lässt haben wir in D. mit eurem A.Hitler gesehen.
Themenwechsel: Im Gegensatz zur Schweiz gibt es in Österreich ein Rassissmusproblem: Bist Österreicher, bist OK-da spielt es keine Rolle ob einer z.B. 15 Jahre wegen Mord eingelocht wurde. Bist Asylant oder Tsusch bist einfach koa Österreicher und nix wert-des is halt so. Die Österreicher müssen halt zammhaltn. Das habe ich in den letzten 5 Jahren in allen bis jetzt besuchten österreichischen Einrichtungen so erlebt. Von der politisch Rot-Weiß-Rot eingefärbten Klosterschwester bis zum Polizeibeamten. Obwohl Drogen u. Alko Verbot im Saftladen gilt, kommen immer wieder ein paar zugedröhnte Österreicher daher und da gilt in der Praxis-Ist halt ein armer Österreicher. Vor einigen Jahren wollte ich mir im Saftladen eine Dose ALKOHOLFREIES !!! Bier (vom Hofer)-zum Essen aufmachen- da bekam ich glatt eine Woche Hausverbot- Bin halt ein freizügigkeitsberechtigter EU Bürger auf Low Budget und kein Österreicher. Was nutzen die beststen Drogenentzugsprogramme wenn vor den sozialen Einrichtugen-welche wohl als Zuflucht gedacht sein sollte- sogleich nach dem Entzug die alten Kumpel einen wieder anfixen wollen und die Sozialarbeiter keinen Streß haben wollen und nix unternehmen? In Deutschland hatten wir irgendwann vor ca 20 Jahren die gleiche Diskussion -aber öffentlich! Wenn ich z.B. in der Zeitung eine Anzeige von Neustart lese in welchem ein Sozialarbeiterposten zu besetzen ist und bei ca. 42h/Woche ein Verdienst von 1600 Euro bezahlt wird und ich dann in der Praxis die Sozi-Arbeiter sehe wie diese täglich beim Würfelstpiel und Zigarrettenrauchen unterwegs sind- und sich in der Regel weigern auch Kaffetassen auszuschenken-dafür hats dann wohl Zivildienstleistende für niedrige Arbeiten, dann kann ich nur mit Reagieren. Wenn in SBG eine Ösi-Alki am PC über das Internet über Massenvernichtungswaffen REFFERIERT!!! und das Sozialarbeiterteam seit Jahren nix dazu sagt, kann ich nur mit Unverständnis reagieren. Eigentlich sind die PCs eher für Bewerbungen oder zur Erledigung von Amtsschrifttsachen gedacht?Is wohl eine der mir unverständlichen -aber für Ösis doch sinnvolle Integrationsmaßnahme??? Als ICH vor einigen Jahren mir z.B. von Langenscheidt übers Web KOSTENLOS einige Französisch und Englisch Wirtschaftsvokabeln runterladen wolten war das vom Neustart Server gesperrt. Genau so sah es in den vergangen Jahren mit Waffenangeboten im Internet aus: Waffenseiten über Neustart PC OK aber Salzburger Nachrichten oder ZDF(Zweites Deutsches Fernsehen) waren blockiert. Ein anderes Beispiel: Vor einigen Jahren wurde ich von einem Neustart bekannten in Salzburg in der Öffentlichkeit angegriffen. Bei Neustart in Salzburg weigerten einige Sozialmitarbeiter vehement die Polizei anzurufen-das ich den angreifenden Ösi nicht sofort eine Anzeige reinbraten konnte. In Österreich herrscht ein Filz sondergleichen vor: Da kannst über sämtliche Bundesländer in Sozi-Einrichtungen folgendes feststellen: Da kannst die Verwandtschaftsverhältnisse von einem Bundesland ins andere beobachten: Verwandsachaftsverhälnisse unter den sozialschwachen-aber auch anders. In einem Bundesland Sozialarbeiter und die Verwandschaft dazu entdeckt man als sozialbgestürzte dann in einam anderen Bundesland. Was soll da sich eingentlich verbessern wenn Kumpanei und Verwandschaftsverhältnisse krumme Touren fest im Griff haben. Da brauchst nur dem einem oder dem Anderen ins Gesicht schauen und da wunderst dich nur noch. Mein Tip an das Österreich: Gott verschone den Rest der Welt von der ewigen österreichischen VERHABEREI!