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Blog und Diskussion

Opferschutz und Täterarbeit

Alexander Grohs MSc - 13.2.2019 08:53

Was ist wichtiger? Opferschutz oder Täterarbeit? Das Ziel bei beidem ist doch, zu vermeiden, dass es wieder Opfer gibt. Dieses gemeinsame Interesse und Ziel hat 2012 zur Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft opferorientierte Täterarbeit geführt. Die Gewaltschutzzentren, Interventionsstellen, Frauenhäuser, NEUSTART und die Männerberatung beteiligen sich daran, dass gemeinsam statt parallel am Opferschutz gearbeitet wird.

 

Bei der Einschätzung des Risikos ist der Austausch essenziell, um erneuten Eskalationen schon im Vorfeld entgegenwirken zu können oder bei Bedrohungsszenarien schneller intervenieren zu können. Die dahingehend getroffenen Kooperationsvereinbarungen zwischen den Gewaltschutzeinrichtungen und der Bewährungshilfe des Vereins NEUSTART stellen einen wichtigen Schritt in diese Richtung dar. Die Gewaltschutzeinrichtungen konzentrieren sich auf die Sicherheit, Beratung und Begleitung der Opfer. Die Bewährungshilfe bearbeitet die Übernahme der Verantwortung durch den Täter und seinen Gewalt-Stopp. Bei der Einschätzung des Risikos und der Planung von Sicherheit ergänzen wir einander.

 

In der aktuellen Frage, wie Gewalt entgegengewirkt werden kann, soll es nicht zu einer Entscheidung zwischen Opferschutz und Täterarbeit kommen. Der Ausbau eines Schwerpunkts auf Kosten des anderen erhöht nicht die Sicherheit, sondern fördert blinde Flecken bei der Einschätzung von Gefährlichkeit und der Planung von Sicherheit. Einrichtungen zum Opferschutz und zur Arbeit mit Tätern sollen zusammenarbeiten, um Rückfällen vorzubeugen und zu mehr Sicherheit beizutragen. Hier darf es kein Entweder-oder geben.

 

Alexander Grohs MSc ist Leiter von NEUSTART Niederösterreich und Burgenland

 

 

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