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Blog und Diskussion

Fußfessel ist kein Flop!

Andreas Zembaty - 4.4.2012 14:15

Der elektronisch überwachte Hausarrest wurde zuletzt öffentlich kritisiert. Die erwarteten 300 bis 500 Anwendungen seien nicht erreicht worden, der aktuelle Stand liege bei knapp unter 200 Fällen. So weit, so verkürzt. Die geplante Zahl von 300 bis 500 Anwendungen bezog sich immer auf eine Jahresdurchgangszahl und keine aktuelle Standzahl.

Nimmt man hingegen den aktuellen Stand von 192 Fällen und berücksichtigt man eine durchschnittlich dreimonatige Anwendung pro Person, so ergibt sich hochgerechnet für das Jahr 2012 eine Jahresdurchgangszahl von mehr als 700 Fällen. Also doch kein Flop. Berücksichtigt man auch noch, dass bislang rund 600.000,- Euro von den Häftlingen eingenommen wurden und gleichzeitig 62.588 Tage in Haft eingespart wurden (und erlebt man in der Betreuung die positive Reaktion der Umwelt inklusive erfolgreicher Resozialisierungsschritte der Klienten) so stellt sich der elektronisch überwachte Hausarrest als das dar, was er schon seit Langem ist: eine kostengünstige und vor allem sozial konstruktive Alternative zur Strafhaft.

Solche Alternativen werden wir auch in Zukunft brauchen, wenn einerseits der Sparzwang und andererseits die wieder verstärkte Anwendung der unbedingten Freiheitsstrafe den Vollzug vor unlösbare Probleme stellen. Gerade bei diesen ambulanten Maßnahmen zu sparen würde vermehrte Kosten im stationären Bereich bedeuten. Kosten, die wir uns allein schon wegen der damit verbundenen verringerten Resozialisierungschancen nicht leisten können. Wiederum steht die öffentliche Sicherheit auf dem Spiel.

Andreas Zembaty ist Pressesprecher von NEUSTART

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