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Eintrag im Strafregister

Dr. Kristin Henning - 21.12.2016 11:19

Das bevorstehende Weihnachtsfest und der Beginn des neuen Jahres sind für viele Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und Neues zu beginnen. Auch viele unserer Klientinnen und Klienten tun das während dieser Tage. Oft ist ein Neuanfang lange nicht möglich, weil es viele Hürden gibt.

 

Eine dieser Hürden auf dem Weg in ein Leben ohne Rückfall sind die langen Tilgungsfristen. Selbst nach Verbüßung der Haftstrafe beziehungsweise nach Beendigung der Probezeit bleibt ein Eintrag im Strafregister. Im Fall von Verurteilungen über drei Jahren sogar für die Dauer von 15 Jahren (nach der Haftentlassung). Diese Einträge sind ein großes Hindernis bei der Suche nach Arbeit, aber auch für viele Ausbildungen. Arbeit und soziale Integration unterstützen ganz wesentlich dabei, nicht wieder rückfällig zu werden. De facto erfolgt hier neben der eigentlichen Haftstrafe noch eine viel länger wirkende weitere Strafe.

 

NEUSTART setzt sich deshalb dafür ein, dass Tilgungsfristen verkürzt werden beziehungsweise die beschränkte Auskunft erweitert wird. So könnten Klientinnen oder Klienten wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Nur dort, wo es die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber aufgrund des sensiblen Arbeitsbereichs über die Kandidatin oder den Kandidaten einer Bewerbung wissen muss, sollen diesbezügliche Informationen enthalten sein.

 

Dr. Kristin Henning ist Leiterin von NEUSTART Tirol

 

 

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Zu diesem Beitrag gibt es |3 Kommentare|

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Kommentare zu diesem Beitrag:

Ihr Name schrieb am 24.03.2017 18:42

Fritz Zeilinger schrieb am 23.12.2016 09:45

"Unbescholtenheit vor dem Gesetz" ist eine Voraussetzung, um ehrenamtliche/r Bewährungshelferin sein zu können.
Vielleicht könnte NEUSTART darüber nachdenken, wie stimmig so ein genereller Ausschluss ist.

Wolfgang Rohm schrieb am 21.12.2016 17:47

Sehr geehrte Fr. Henning, Sie haben Recht, die Eintragungen im Strafregister sind ein großes Hindernis. Kürzere Tilgungsfristen wären jedenfalls wünschenswert. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass begründete Anträge auf vorzeitige Tilgung allerdings auch durchaus hohe Chancen haben, erfolgreich zu sein.
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