Täter und Opfer: Die Täter werden mit Samthandschuhen angefasst...
Täterarbeit ist Opferschutz – das ist das Resümee von NEUSTART aus über 52 Jahren Erfahrung mit Tätern in der Bewährungshilfe; und es ist das Resümee aus über 23 Jahren Arbeit mit Tätern und Opfern in der Konfliktregelung beim Tatausgleich. Das Max-Planck-Institut hat herausgefunden, dass für Opfer das Wiedergutmachungsbedürfnis zentraler ist als das Bedürfnis nach Strafe für den Täter. In unserer Arbeit sorgen wir dafür, dass Täter Verantwortung für ihre Tat übernehmen. Wenn die Tat aufgearbeitet wird und Schaden wiedergutgemacht wird kann das Opfer wieder ein aktives und selbstbestimmtes Leben führen. Das bringt mehr Sicherheit für uns alle. Wir fassen niemanden mit Samthandschuhen an, aber wir versuchen, herauszufinden, weshalb es zu einem Delikt gekommen ist. Wenn wir die Vergangenheit eines Täters verstehen und ihm gegenüber Mitgefühl zeigen können, kann auch der Täter Verständnis für das Leid seiner Opfer entwickeln und das Unrecht seiner Tat einsehen. Verleugnen, bagatellisieren und verdrängen bekommt bei uns keine Chance – sehr wohl aber jeder, mit dem wir arbeiten. Denn oft genug zeigt sich, dass auch Täter einmal Opfer waren.




