Sicherheit und Ordnung: Wer kriminell ist, hat in Österreich nichts zu suchen...
Es ist ein Vorurteil, dass Ausländer straffälliger sind als Österreicher. 19 Prozent aller ermittelten Tatverdächtigen sind Ausländer. Bei den verurteilten Straftätern steigt ihr Anteil auf 30 Prozent. Im Gefängnis beträgt der Ausländeranteil dann sogar 41 Prozent. Armut und Armutsgefährdung ist ein Risikofaktor bei der Entstehung von Kriminalität. Ausländer sind deutlich höher von diesen Risikofaktoren betroffen als Inländer. So gesehen ist der einfache Vergleich zwischen Ausländern und Inländern so nicht zulässig. Für die prekäre Lebenssituation vieler Ausländer ist der Anteil an Kriminalität zwar nicht entschuldbar, aber nachvollziehbar. Die 2008 vorgelegte Wiederverurteilungsstatistik zeigt, dass die Wiederverurteilungsrate bei Jugendlichen beziehungsweise Einheimischen höher ist als bei Erwachsenen beziehungsweise Fremden. Wenn jemand Arbeit, eine Wohnung und gute soziale Kontakte hat, kommt er weniger in Versuchung, straffällig zu werden; sei er nun In- oder Ausländer. Deshalb treten wir generell für wirtschaftliche und soziale Absicherung ein – damit sich alle, die in unserem Land leben, sicher fühlen können.




