Mag. Dr. Heide Schmidt, Politikerin

ORF-Interview anlässlich der Sendung „Hohes Haus“ zum Thema „Jugendstrafanstalt Gerasdorf“, gesendet am 25.2.1995:
"Wenn ich die Gesellschaft entlasten will und zwar auch finanziell entlasten will, dann muss ich darauf Wert legen, dass ich einen einmal straffällig gewordenen nicht wieder straffällig werden lasse, und damit ist das Geld, auch wenn es manchmal weh tut für den Menschen und für die Gesellschaft, richtig angelegt. Man muss auch auf die Bewährungshilfe ein stärkeres Augenmerk richten, wenn es darum geht, dass man innerhalb des Vollzuges eine Betreuung hat, aber auch außerhalb, und dass auf diese Weise eine Sozialisierung überhaupt erst möglich wird, zum Teil Resozialisierung, zum Teil Sozialisierung."
Interview anlässlich einer Arbeitstagung zum Thema „10 Jahre Tatausgleich“, November 1995:
"…Denn es geht einfach darum, den Leuten bewusst zu machen, dass der Strafvollzug einerseits die Sicherung der Gesellschaft vor Tätern ist, aber vor allem in die Zukunft zu blicken hat. Und wenn ich in die Zukunft blicke, dann muss etwas mit den Menschen passieren. Und wie gesagt, eine Form der Konfliktaustragung, wo man die Menschen zusammenbringt, die hier betroffen waren, scheint mir einfach die einzig taugliche zu sein."




